Landesgala 2011

Quelle: Zentrum

Am 8. Januar 2011, am Jahrestag der Gründung der ungarndeutschen Selbstverwaltungen wurde zum 15. Mal das Festgala im Kongresszentrum Budapest veranstaltet. Auch dieses Jahr präsentierten die auftretenden Kulturgruppen und Solisten ein niveauvolles Programm. Die Gäste wurden von Ottó Heinek, dem Vorsitzenden der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen begrüßt, die Festrede hielt Tibor Navracsics, Minister für Öffentliche Verwaltung und Justiz.

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Im Rahmen der Gala wurde die höchste Anerkennung der Ungarndeutschen, die “Ehrennadel in Gold für das Ungarndeutschtum” überreicht. Diese Anerkennung kann jedes Jahr Ungarndeutschen, anderen ungarischen Bürgern und Ausländern verliehen werden, die unter anderem im Interesse der Ungarndeutschen eine hervorragende Tätigkeit leisteten und durch ihre Tätigkeit in Ungarn oder in Ausland zur Bewahrung der sprachlichen, materiellen und geistigen Kulturerbes beitragen. Die Anerkennung wurde in diesem Jahr an drei Persönlichkeiten überreicht: Maria Bauer (Bauer Andrásné), Dr. Josef Fehérvári und Franz Heilig.

Maria Bauer schreibt seit 1978 Gedichte und Prosa über die Bräuche und das Leben der Ahnen, zwischen 1982-1997 war sie die Vorsitzende des Rentnerklubs Schomberg, sie lehrt Kindern Tanzen und Lieder, seit 2002 ist sie Mitglied der MSV Kaposvár und des Rentnerchors von Kaposvár, organisiert Kulturabende und veröffentlicht eigene Bücher.

Dr. Josef Fehérvári ist Mitbegründer des Deutschen Kulturvereins in Budapest, des Sankt Gerhard Werkes Ungarn, Gründer des “Braunhaxler”-Vereins zur Pflege der deutschen Traditionen in Altofen, ab 1994 Vorsitzender der Deutschen Selbstverwaltung Altofen-Krottendorf, Mitglied der hauptstädtischen Deutschen Selbstverwaltung. Zwischen 2002 und 2006 war er Mitglied der Vollversammlung der LdU, er förderte den deutschen Muttersprachenunterricht, ist Pfleger der Musiktraditionen, hält vielerorts Vorträge über die Geschichte der Ungarndeutschen und organisiert zahlreiche, traditionspflegende Programme im In- und Ausland.

Franz Heilig ist Gründer des Deutschen Nationalitätengesangvereins in Totwaschon, ist Gründungsmitglied des Deutschklubs in Wesprim, organisiert deutschsprachige Messen, war Regionalbüroleiter der LdU, ab 2001 ist er Vorsitzender des Landesrates Ungarndeutscher Chöre, Kapellen und Tanzgruppen, organisiert landesweite kulturelle Veranstaltungen, veröffentlicht Notenbücher, CDs und DVDs.

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Neben der Anerkennung “Ehrennadel in Gold für das Ungarndeutschtum” wurde auch der Valeria-Koch-Preis an Mirjam Lehmann (Fünfkirchen), Ingrid Manz (Baje), Kinga Tillmann (Feked) bzw. Viktor Pócsik (Budapest) überreicht. Diese Auszeichnung erhalten ungarndeutsche MittelschülerInnen für ihre außergewöhnlichen schulischen Leistungen und ihre Tätigkeit im Nationalitätenbereich bzw. HochschulabsolventInnen für ihre hervorragenden Diplomarbeit im ungarndeutschen Thema.

Die folgenden Kulturgruppen und Solisten gestalteten das Galaprogramm: der Wagenhoffer Frauenchor (Tscholnok), der Chor der Grundschule Bohl, die Roger Schilling Blaskapelle (Paks), die Willander Jugendkapelle, das Ungarndeutsche Folkloreensemble aus Nadasch und die Kindertanzgruppe des “Kränzlein” Volkstanzvereins aus Bonnhard, sowie Ildikó Frank (Deutschen Bühne Ungarn), Ingrid Manz (Baje), Szilvia Bede (Maza), Dominik Mayer (Tscholnok) und Emanuel Hedrich (Tschatali). Im Foyer spielte die Heimattöne Kapelle.

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Vor und nach dem Programm bzw. während der Pause konnten die Gäste auf den Bildschirmen die Bilder vom BlickPunkt, dem Online-Fotowettbewerb des Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrums anschauen.

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