Gedenkjahr 2014

Quelle: Deutsche Botschaft Budapest

2014 jährt sich zum 100. Mal der Ausbruch des Ersten Weltkriegs, zum 75. Mal der Beginn des Zweiten Weltkriegs und zum 25. Mal der Fall der Berliner Mauer.

2014 gedenken wird daran, dass vor 100 Jahren der Erste Weltkrieg ausbrach. In der öffentlichen Wahrnehmung ist dieser Krieg deutlich weniger präsent als der Zweite Weltkrieg. Der Erste Weltkrieg (1914-1918) wird allerdings als „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts gesehen. Eine neue Debatte über die Gründe des Kriegsausbruchs löste der australische und in Cambridge, Großbritannien, lehrende Historiker Christopher Clark mit seinem Bestseller „Die Schlafwandler“ aus. Lange Zeit galt es als ausgemacht, dass das deutsche Kaiserreich wegen seiner Großmachtträume die Hauptverantwortung trug. Clark kommt zu einer anderen Einschätzung. Demnach genügte in der damaligen Zeit, die geprägt war von gegenseitigem Misstrauen, Fehleinschätzungen, Überheblichkeit, Expansionsplänen und nationalistischen Bestrebungen, ein Funke, um den Krieg auszulösen.

25 Jahre später begann der Zweite Weltkrieg mit dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939. Er endete am 8. Mai 1945. Europa lag in Trümmern. Der Krieg hatte mehr als 55 Millionen Menschen das Leben gekostet. Das war das Ende für Deutschland – aber auch ein Anfang. 1945 steht für die Abwendung der Deutschen vom Nationalsozialismus, für ihre Hinwendung zu freiheitlichem Leben und Denken. Allerdings war die Zukunft Deutschlands in den ersten Nachkriegsjahren noch ungewiss. Die Verhandlungen der Besatzungsmächte zeigten immer deutlicher den beginnenden Kalten Krieg zwischen den Supermächten USA und UdSSR. Die Lage spitzte sich zu, bis schließlich am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland und am 7. Oktober 1949 die Deutsche Demokratische Republik gegründet wurden. Der Mauerbau 1961 in Berlin schien die deutsche Teilung endgültig zu besiegeln.

Doch wiederum 40 Jahre nach der Gründung der beiden deutschen Staaten, am 9. November 1989, fiel die Mauer nach der Friedlichen Revolution der Menschen in der DDR. Der Wunsch zur Deutschen Einheit wurde größer. Immer mehr Menschen in der DDR forderten die Wiedervereinigung. Die Bundesregierung legte ein Zehn-Punkte-Programm vor. Entscheidend war schließlich die Bereitschaft der Siegermächte des Zweiten Weltkrieges, durch den sogenannten Zwei-plus-Vier-Vertrag den Weg für die Wiedervereinigung Deutschlands frei zu machen. Am 3. Oktober 1990 trat die DDR dem Bundesgebiet bei – damit ist die staatliche Einheit Deutschlands wiederhergestellt.

Das Münchner Institut für Zeitgeschichte, das Deutschlandradio Kultur und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Berlin haben zu diesem Themenkomplex die Ausstellung „Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme“ konzipiert, die 2014 an verschiedenen Orten (auch in der Deutschen Botschaft Budapest) zu sehen sein wird.

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