Ein tolles Kindertagsprogramm im HdU

Quelle: Zentrum

„Das war gut und auch witzig”, bewertete ein vierjähriger Junge das Puppenspiel, das am 24. Mai 2014 im Haus der Ungarndeutschen vorgeführt wurde. Das Zentrum lud das Puppentheater Álomzug Társulás mit dem Stück Backe, backe Küchelchen! ein, welches ein unterhaltsames Kindertagsprogramm für Groß und Klein bereitete. 

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Die Schauspielerin Krisztina Tóth lieferte eine exzellente Darbietung in Deutsch, Ungarisch und Schwäbisch in der im Veranstaltungssaal eingerichteten kleinen schwäbischen Küche. Sie studierte an der Nationalen Theaterakademie die Schauspielkunst. Da sie in zahlreichen Märchenaufführungen spielte, machte sie später im Puppentheater Vojtina in Debrezin eine zusätzliche Ausbildung zur Puppenspielerin. Bei den Gastspielen in Nationalitätenkindergärten merkte sie, dass es ein großer Bedarf an deutschsprachigen Stücken da sei. Weil sie mütterlicherseits Ungarndeutsche ist, stellte sie das Puppenspiel Backe, backe Küchelchen! aus ungarndeutschen Geschichten und Reimen zusammen. Melinda Papp, die künstlerische Leiterin des Bóbita Puppentheaters wirkte als Dramaturgin mit und es wurde eine Aufführung entwickelt, in die auch die Zuschauer eingebunden werden. „Ich mag den Kontakt zu den Kindern, und dass ich auf sie zugehen kann. Diese Balance zwischen Schauspiel und Interaktivität ist wichtig für mich”, erzählte Krisztina Tóth im Gespräch, „Anfangs waren sie heute ein bisschen schüchtern, aber sie tauten schnell auf.” In der Tat, die Kinder kommentierten die Geschehnisse auf der Bühne, lachten viel und es war ihnen auch kein Problem, wenn die Schauspielern die Sprache zwischen Deutsch, deutsche Mundart und Ungarisch wechselte. Sie kamen auch nicht in Verlegenheit als die Puppenprotagonisten ihnen Fragen stellten und antworteten ganz natürlich auf Deutsch.

Das Stück wurde allein im Bóbita Puppentheater über fünfzig Mal gespielt und bereiste mittlerweile das Land. Die Balance zwischen den drei Sprachen ist hervorragend getroffen worden, was sich während den zahlreichen Aufführungen sich auskristallisierte. Die Geschichte ist auch nett. Khadi erzählt drei Geschichten aus dem Leben ihrer Großeltern, die als Puppen erscheinen: Über die Brautschau, wie Opa seine Zukünftige auswählte, über das faule Weib, wie Oma einmal bei der Küchenarbeit einschlief und wie das Ehepaar seinen verpassten Brauttanz nachholte.

Nach der Aufführung durften die Kinder die Puppen von ganz nahe Anschauen, erhielten Schokolade und Luftballons. Es war ein tolles Kindertagsprogramm, der erste Versuch vom Zentrum, auch das jüngste Publikum ins HdU zu locken. Der Erfolg lässt auf eine Fortsetzung hoffen.

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