Wudigeß: Denkmal für die schwäbischen Ahnen

Quelle: MTI

Ein Denkmal zu Ehren der ersten angesiedelten deutschen Familien wurde am Sonntag in Wudigeß eingeweiht. Mit dem Werk „Őseink emlékére” („Zum Gedenken an unsere Ahnen”) vom Bildhauer Miklós Józsa drückt die Stadt ihre Verehrung für das Leben, Wirken und die Traditionen der vor 300 Jahren angesiedelten deutschen Bevölkerung aus.

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Miklós Soltész, verantwortlicher Staatssekretär für kirchliche-, Nationalitäten- und zivilgesellschaftliche Beziehungen, betonte in seiner Begrüßungsworte: auch dieses Denkmal stärke die Glaube, dass Leute von verschiedener Nationalität und Religion jahrhundertelang in Frieden, Liebe und gemeinsamem Glaube nebeneinander leben können, und zeige die Aufnahmebereitschaft der Ungarn. Ebenfalls zeige es den Glaube, den starken Zusammenhalt und die ungebrochene Wille der hierher gesiedelten Deutschen. János Schrotti, Vorsitzender der Wudigeseßer deutschen Nationalitätenselbstverwaltung gedachte in seiner Rede auch der Vertreibung der Ungarndeutschen im Jahre 1946. Die Vertreibung sei ein tragischer Abschnitt der 300 Jahren gewesen, die die Ahnen hier verbrachten – sagte er. Er betonte: die Nachwelt müsse jedoch an die Bauleistungen, die Verteidigung der Heimat, die Verschönerung der Ortschaft und an die Beziehungen der Gemeinschaften erinnern.

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Bürgermeisterin Ottilia Csutora-Győri betonte bei der Einweihung: man müsse an die Vergangenheit erinnern, um die Gegenwart zu verstehen und die Wege zur Erhaltung und zum Wachstum zu finden.

Franz Huber, Vorsitzender der Budakesser Gemeinschaft, der Institution der aus Wudigeß Vertriebenen und deren Nachkommen, und Mátyás Hidas, Vorsitzender des Wudigeßer Verschönerungsvereins (Budakeszi Szépítő Egyesület) erinnerten ebenfalls daran, dass die Ahnen aus einer fast unbewohnten Gemeinde bis zum 20. Jahrhundert ein blühendes Dorf herzauberten. Diese geistige und physische Aufbauarbeit und der Kultur schaffende Vorgang sei von der 250 Jahre später vollbrachten Vertreibung abgebrochen worden, jedoch werde das Lebenswerk der Ahnen erhalten bleiben – betonten sie.

Der Fernsehsender Buda Környéki Televízió berichtete in einer Reportage über die Vorbereitungen des Denkmals.

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