Er war immer treu zur Schöpfung – Wrabel-Bilder im HdU

Quelle: Zentrum

Möchten Sie regelmäßig über ähnliche Programme, Nachrichten erfahren?
Drücken auch Sie ein Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

Der Saal war schnell gefüllt, die Vernissage der Wrabel-Ausstellung wurde im Haus der Ungarndeutschen vom großen Interesse verfolgt. Einen Anlass für die Ausstellung gab der Jahrestag der Revolution von 1956. Die Werke der am 21. Oktober eröffneten Ausstellung wurden von der Witwe des Künstlers, Etelka Wrabel dem Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrum zur Verfügung gestellt. 

Vernissage der Wrabel Ausstellung am 21. Oktober 2014 im Haus der Ungarndeutschen / A Wrabel-kiállítás megnyitója 2014. október 21-én a Magyarországi Németek Házában

Sándor Wrabel ist einer der weniger bekannten ungarndeutschen Maler. Er ist im Jahre 1926 in Budapest geboren, studierte an der Hochschule für Bildende Kunst, seine Meister waren Bertalan Pór und Zsigmond Kisfaludi Strobl. Bestimmendes Erlebnis seines Lebens war die Revolution von 1956, und wegen seinem Zyklus über diese Ereignisse wurde er laufend belästigt, an die Peripherie gedrängt. Nach 1956 konnte er in Italien ausstellen, wo er im Laufe der Zeit zahlreiche Auszeichnungen erhielt. In der 50er und 60er Jahren zählte zu seinen Lieblingsthemen die Natur, die harmonische Naturdarstellungen wurden aber später durch aufrüttelnde Bilder abgelöst, auf denen das Leiden der Menschen erscheint.

In ihrer Begrüßungsrede hob Zentrum-Direktorin Monika Ambach hervor, dass man nicht nur mit Waffen auf den Barrikaden, sondern auch mit Kunst kämpfen könne und eben das sei damals Sándor Wrábel zum Verhängnis geworden. Sein Meiden war auch für die Kunstliebhaber ein großer Verlust. Deswegen sei es vom großen Wert, dass die wunderbaren Werke im Rahmen von Zentrum-Programme im HdU zu sehen sind.

Ins Lebenswerk des 1992 verstorbenen Malers führte Kunsthistorikerin Borbála Cseh das Publikum ein und meinte: „Sándor Wrabel ist eine ikonische Figur der Revolution. Sein Gewehr war die moralische Reflexion, sein Kampf war nicht gewaltsam. Er wollte keine an ihn verteilte Rolle spielen. Er war kein Opfer, kein Diener, keine Figur in den Händen irgendeiner politischen Macht. Als ein Ungarndeutscher war er immer treu zu der Heimat. Als Künstler war er immer treu zu der Schöpfung. Seine Erfahrungen, sein ganzes Leben war ein Dienst und ein Beispiel.” (Der Vortrag ist hier zu lesen >>>)

Den wunderbaren musikalischen Rahmen der Vernissage boten der Chor Liederschatz aus dem Budapest, 18. Bezirk unter der Leitung von Frau Dr. Zsuzsanna Nagy-Szabó und Ágnes Gráf auf Violine.

Die Ausstellung ist bis zum 19. November 2014 wochentags zwischen 9.00 und 16.00 Uhr im Veranstaltungsraum des Hauses der Ungarndeutschen zu besichtigen.

Magyarwechsle die Sprache

Schlagwörter:

Zum Thema:

© 2004 - 2019 • Ungarndeutsches Kultur- und Informationszentrum, alle Rechte vorbehalten!
logo