Blickpunkt der Ungarndeutschen

Quelle: Zentrum

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Jedes Jahr seit 2008 begeistert der Wettbewerb der Bilder das Publikum. Die vom Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrum organisierte Veranstaltung, die den Namen Blickpunkt trägt, bietet Profi- und Amateurfotografen Möglichkeit, ihre Bilder von den Ungarndeutschen zu zeigen. Durch die Fotos wird auch die deutsche Nationalität im breiten Kreise bekannt. 

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Seit 2009 bereist die Blickpunkt-Wanderausstellung jedes Jahr das Land. Heuer war sie in Kiskőrös, Nagynyárád, Bóly, Hőgyész, Nemesnádudvar und Orosháza zu sehen,  demnächst wird eine Auswahl an Bildern in Gyomaendrőd, Almáskamarás und Újhartyán zu sehen sein. Dank der Ausstellungen, Fernsehsendungen und dem Internet konnten mehrere Tausend Menschen die Bilder über die Ungarndeutschen in den vergangenen Jahren bewundern.

Diesmal wurden 300 Bilder auf die Blickpunkt Webseite (www.blickpunkt.hu) hochgeladen. In drei Kategorien – aktuelles Foto, Archivbild und Postkarte – konnten sich die Teilnehmer bewerben. Bei der Online-Abstimmung hatte das Publikum entschieden, welche 10 Bilder je Kategorie es in die Endrunde schafften und der Jury vorgelegt wurden. Die Juroren Eva Mayer, verantwortliche Chefredakteurin der Zeitschrift Barátság, Dr. Barbara Pfeiffer Kulturattaché, stellvertretende Direktorin des Österreichischen Kulturforums Budapest und der Fotograf Péter Máy waren von den Bildern begeistert. Sie und das Zentrum Team nominierten weitere 12 Bilder für die Endrunde. Diese 42 Bilder wurden dann am 15. November bei der Abschlussveranstaltung in Budapest ausgestellt. Alle Bilder wurden mit musikalischer Untermalung eines Klavierspielers bzw. Klarinettisten in einem Slideshow präsentiert. Dieses Jahr wurde eine neue Kategorie namens „Blickpunkt auf Instagram” gestartet, in der weitere 105 Bilder veröffentlicht. Zur Ausstellung bzw. Preisverleihung  reisten die Gäste aus dem ganzen Land an. Alle Generationen waren vertreten: Blickpunkt wurde erneut zum wahrhaften Familienprogramm.

„Blickpunkt wird zwar als Wettbewerb ausgeschrieben, aber er ist viel mehr als ein Wettstreit der schönsten Bilder”, sagte Zentrum-Direktorin Monika Ambach in ihrer Begrüßungsrede in der Kunsthalle, „Blickpunkt ist eine moderne Form der Traditionsbewahrung und der Kulturpflege. Mit Hilfe der Archivbilder lernen wir Geschichten aus den alten Zeiten kennen, und die Postkarten sowie die gegenwärtigen Fotos beweisen, dass die ungarndeutschen Traditionen auch heute noch lebendig sind. Auf den Bildern sehen wir singende, tanzende, musizierende Menschen, die zu aktiven Gemeinschaften gehören. Wir sehen gepflegte Ortschaften, renovierte alte Häuser, hergerichtete Grabstätten, liebevoll aufbewahrte Gegenstände.”

Blickpunkt ist noch aus einem anderen Grund mehr als nur ein Wettbewerb: hinter Blickpunkt verbirgt sich eine Gemeinschaft, die nun schon seit sieben Jahren an einem Samstag Nachmittag im November in Budapest sich trifft um zusammen Bilder von einander anzuschauen.

Die Wichtigkeit der Gemeinschaft, deren Mitglieder auf einander wirkten, stellte auch der Juror Péter Máy in seiner Rede in den Mittelpunkt. „Jedes Foto erzählt eine Geschichte”, sagte der bohler Fotograf, „Diese Aufnahmen erzählen über uns.” Die Bilder sind wahrlich ein Beweis für eine reiche Kultur und eine aktive deutsche Gemeinschaft. Die von Jahr zu Jahr steigende Zahl der Teilnehmer und der eingesandten Fotos ermöglichen dem Zentrum sein grundsätzliches Ziel durch Blickpunkt zu verwirklichen, nämlich die für die Volksgruppe wichtigen Momente, Erinnerungen und Schätze zusammen mit den Ungarndeutschen festzuhalten und weiterzugeben.

Preisträger von Blickpunkt 2014

Die Hauptpreise der Kategorien Foto, Archivbild und Postkarte, verbunden mit einem Geldpreis von 101 Euro, wurde durch die Deutsche Botschaft Budapest gefördert.
Der Hauptpreis der Kategorie Blickpunkt auf Instagram wurde durch die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen gefördert.

Hauptpreis Foto – Zsolt Hrubos: Nussaufschlagen
Hauptrpreis Archivbild – Gábor Baráth: Schwäbische Stellmacherwerkstatt in Mohatsch
Hauptpreis Postkarte – Pál Fulajtár: Grüsse aus Tarian
Hauptpreis Blickpunkt auf Instagram – Blanka Anita Ruppert: Blaskapelle
Sonderpreis Blickpunkt auf Instagram – Mirjam Lehmann für das Bild: Guten Morgen!
Zentrum-Sonderpreis: Katalin Bachmann: Schmidt der Schmied
Sonderpreis der Zeitschrift Barátság -  Róbert Künsztler: Réka
Sonderpreis der Zeitschrift Barátság – Kornélia Reiser: In Patschker in der Schule
Sonderpreis des Österreichischen Kulturforums Budapest – Dr. Péter Szikszay: Das Leben ist so schön und lustig
Sonderpreis von Péter Máy – Károly Csorba: Herbststimmung in Kalas
Neue Zeitung Sonderpreis – Maria Kulcsár-Hinze: Mári néni
Deutscher Kalender-Sonderpreise: Éva Ament: Ansichtskarte aus Amerika
Károly Csorba: Dreschen
Bence Kovács: „Kirchweihmensche” in Perin (1932)
Bernadett Szabó: Mein Opa mit Kälbchen Sári

Aus den besten Bildern vom Blickpunkt – Wettbewerb der Bilder 2014 wurde ein Wandkalender zusammengestellt.  Preis: 1600 Forint (+Postgebühr).
Der Kalender ist beim Zentrum erhältlich. (Büro: Lendvay u. 22, 1062 Bp., Tel.: +36-1-373-0933, E-Mail: info@zentrum)

Veranstaltungsfotos: Lyvia Máy 

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