Miteinander: die slowakische Nationalität zu Gast im HdU

Quelle: Zentrum

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Im Rahmen der erfolgreichen Veranstaltungsreihen Miteinander: interethnisch-interkulturelle Abende und Zentrum-Programme im HdU stellte sich am 5. November die slowakische Nationalität dem zahlreich erschienenen Publikum des Hauses der Ungarndeutschen vor.

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Das Programm gestalteten Dichter Gregor Papucsek, Schriftsteller Zoltán Bárkányi Valkán, seitens der deutschen Nationalität der Autor Koloman Brenner. Selbstverständlich fehlte an Musik und Gesang auch diesmal nicht: Vanessza und Laura Glück aus Pilisszentkereszt trugen slowakische Volkslieder mit Akkordeonbegleitung vor.

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Éva Mayer, verantwortliche Redakteurin von Barátság sprach in ihrer Einleitung über die Anfänge der Zeitschrift und gedachte der Mitgründerin Mária Ember. Im Folgenden erinnerte sie sich daran, wie sie Gregor Papucsek kennengelernt hatte und übergab ihm das Wort. Der Dichter ist auch als Übersetzer von Sándor Weöres’ Kindergedichten bekannt. Diese spielerischen Werke sind besonders schwer in andere Sprachen zu umsetzen, Papucsek ist es aber gelungen die Rhythmen und Töne auch im Slowakischen zu wiedergeben, so dass die Gedichte auch in dieser Sprache gesungen werden können. Die Gäste der Veranstaltung konnten eine Auswahl von den 167 übersetzten Versen anhören.

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Koloman Brenner ist im Kreise der Ungarndeutschen sowohl als Dichter als auch als Universitätsdozent und Minderheitenpolitiker wohlbekannt. Der gebürtige Ödenburger lies seine Gedichte Ödenburg und Pressburg vor.

Als Nächster wurde Zoltán Bárkányi Valkán vorgestellt. Er sei in Kesztölc geboren und habe auch in der ungarländischen slowakischen Zeitschrift Ludové noviny publiziert, in der auch Beiträge der Redakteurin erschienen wären. Der Anfang dieses Jahres erschienene Band des Schriftstellers trägt den Titel Jabloň (Apfelbaum). Er sprach über den slowakisch-ungarischen Bevölkerungsaustausch, der auch das Thema der Titelgeschichte ist. In der bewegenden Kurzgeschichte, von/aus der Bárkányi Exzerpte vorlas, handelt es sich um einen Apfelbaum im Garten eines alten Mannes. Der Baum war noch von den einstigen Besitzern des Grundstückes gepflanzt worden, die eines Tages zum Besuch kamen und dem Mann über ihr Schicksal erzählten.

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Nach einem lustigen Musikstück konnten die Zuschauer eigene Gedichte von Papucsek auf Slowakisch und in ihrer ungarischen Übersetzung anhören. Koloman Brenner führteÖdenburg auch auf Ungarisch vor. Den literarischen Teil beendete Bárkányi mit einer Vorlesung aus seinen in Tagebuchform geschriebenen Memoiren.

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Der gut gelungene Abend endete mit einem erneuten musikalischen Beitrag und einer ungebundenen Unterhaltung beim Buffett.

István Mayer

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