Von Desintegration zur Integration? – Historikerkonferenz an der Andrássy-Universität

Quelle: Zentrum

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Die Fakultät für Mitteleuropäische Studien der Andrássy-Universität Budapest, das Österreichische Kulturforum Budapest und das Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (INZ) veranstaltete zwischen dem 11. und 13. November eine Historikerkonferenz unter dem Titel Von Desintegration zu Integration? Österreich und Ungarn von der Monarchie zur Europäischen Union 1914 – 2014. Unser Bericht fasst die Ereignisse des ersten Tages zusammen.

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Der feierlichen Eröffnung folgten Vorträge über die ungarisch-österreichischen Beziehungen zur Zeit der Donaumonarchie. Der erste Referent war Anatol Schmied-Kowarczik, Mitarbeiter des INZ. In seinem Beitrag schilderte er zahlreiche Aspekte der Verhältnisse zwischen Ungarn und Cisleithanien. Besonders betonte er den alle 10 Jahre erneuerten so genannten „wirtschaftlichen Ausgleich”, der 1897 von Ungarn als Zwangsmittel gegen die Vereinheitlichungsbestrebungen benutzt worden sei. Obwohl die gemeinsamen Angelegenheiten immer Konflikte in den zwei Reichshälften verursacht hätten, sei der Staat ein halbes Jahrhundert lang bestehen geblieben. Grund dafür seien Schmied-Kowarcziks Meinung nach die gemeinsamen Interessen gewesen, aber es sei vorzusehen gewesen, dass das handlungsunfähige Staatsgebilde am Ende doch zusammenfallen werde.

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Nach Schmied-Kowarczik hielten drei Studenten der Doktorschule der AUB ihre Vorträge. Der von Daniela Javorics untersuchte die verschiedenen Lösungskonzeptionen der Nationalitätenfrage, sie erwähnte unter anderem Karl Renner, Oszkár Jászi und die Londoner Exilantenzeitschrift The New Europe. Anett Hajnal und Friderike Gollmann näherten das Thema von lokaler Perspektive an. Hajnal stellte die allmähliche Assimilation der Altofener Schwaben vor, Gollmanns Thema war die multinationale Provinz Triest.

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Den Referaten der Doktorandinnen folgte Peter Haslingers Vortrag, der schon die österreichisch-ungarischen Beziehungen, Verflechtungen im 20. Jahrhundert analysierte.

István Mayer

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