XV. Kulturgala Nord – im Zeichen der Freude und der Trauer

Quelle: Neue Zeitung

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Die vorbildliche Arbeit und die sichtbare Aktivität der Ungarndeutschen lobte Schirmherrin Dr. Erzsébet Sándor-Szalay, die für die Rechte der Nationalitäten zuständige Stellvertreterin des Ombudsmanns der Menschenrechte, bei der XV. Kulturgala der Region Nord am 16. November im vollbesetzten Sportzentrum von Großturwall/Törökbálint. Vor allem die Übernahme von Grundschulen durch lokale deutsche Selbstverwaltungen betrachtet sie als einen Umstand, der die Zukunft der Volksgruppe maßgeblich beeinflusst.

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Der Sprecher der Ungarndeutschen im Parlament, gleichzeitig Vorsitzender des Verbandes deutscher Selbstverwaltungen in Nordungarn, Emmerich Ritter, zog eine eindeutig positive Bilanz der Tätigkeit des Sprechergremiums, die ihren Niederschlag in wichtigen Gesetzesänderungen und hoffentlich auch im Budget 2015 findet.

Einer der schönsten freudigen Momente der Kulturgala war die Übergabe der Auszeichnung „Für das Ungarndeutschtum der Region Nord“ 2014. Mit dieser Auszeichnung wird die aufopferungsvolle Arbeit bei der Pflege und der Weitergabe der deutschen Kultur und der Traditionen in den Komitaten Pesth, Hewesch und Naurad gewürdigt. Der Preis ging heuer an Frau Maria Milbich, geborene Tallér aus Schaumar, an Martin Zeller senior aus Plintenburg/Visegrád und an die 60-jährige Werischwarer Volkstanzgruppe. (Die Laudationen veröffentlichen wir in unserer nächsten Nummer.)

Nach der Freude über verdienstvolle Arbeit kam die Trauer, das Gedenken an die zwei verstorbenen Choreographen Nikolaus Manninger und Josef Wenczl. Der Schaumarer Frauenchor sang das Lied „Wenn die Schwalben…“, der Haraster Ungarndeutsche Jugendverein tanzte die Manninger-Choreographie „Marsch und Zeppel“ und der Leinwarer Ungarndeutsche Kulturverein brachte Josef Wenczls „Schwabenfest“ auf die Bühne.

Nach einer Pause kehrte dann der fröhliche Alltag wieder ein, die Amateurtheatergruppe „Kompanei“ aus Schaumar führte unter Mitwirkung des Traditionspflegenden Schaumarer Frauenchors die Bauernkomödie in Schaumarer Dialekt „Der Kuku und die Kaas“ (Autorin und Regisseurin: Hilda Hartmann-Hellebrandt) auf.

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