10 Jahre Lochberg Tanzgruppe

Quelle: Zentrum

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Mit einem beinahe fünf Stunden langen Galaprogramm feierte die Lochberg Regionaltanzgruppe und Jugendkulturverein am 7. Dezember 2014 ihren 10. Geburtstag. Mit ihren Freunden und Unterstützern erinnerte sich die Gruppe an die Gründungszeit, an die schönen und bewegenden Momenten des vergangenen Jahrzehnts.

Zu Beginn der im Schambeker Kulturhaus gehaltenen Veranstaltung wurde Nikolaus Manninger und Josef Wenczl, den zwei, vor Kurzem verstorbenen ungarndeutschen Choreographen gedacht, deren Tätigkeit eine bedeutende Rolle im Leben der Tanzgruppe gespielt hatte. Im Laufe des Abends wurden mehrere ihrer Tänze vorgeführt, wie zum Beispiel der Berzeler Hüpfer, die Regiment Polka oder der Schwabenball.

Feier: 10 Jahre Lochberg Tanzgruppe - Ünnepség: 10 éves a Lochberg Tánccsoport

Die Jubiläumsveranstaltung wurde neben dem Programm der talentierten Kinder-, Nachwuchs- und Erwachsenensektion der Lochberg Tanzgruppe durch die Darbietungen der zahlreich eingeladenen Kulturgruppen – der Rosenbrücke Chor aus Hanselbek, der Edeker Rosmarin Volksliedkreis, der Tanzgruppe Borony aus Tschowanka, des Schambeker Ungarndeutsche Liederkreises, der Tanzgruppe des Ungarndeutschen Traditionspflegenden Jugendvereins aus Harast und des slowakischen Pilis Volkstanzensembles aus Heiligenkreuz – noch bunter gestaltet. Die Tänzer wurden von der Schemlinger Heimattöne Kapelle, der Eber Kapelle aus Maan, der Wuderscher Friedrich Kapelle und den Tschip-Ujfluch-Schorokscharer Lochberg Musikanten begleitet und sorgten dafür, dass das Jubiläum würdig gefeiert wird.

Zwei Choreographien wurden zum ersten Mal vorgeführt: Das Publikum konnte die Uraufführung der Schaumarer Lustigkeit von Edit Milbich und die aus Liedern und Sprüchen zusammengestellte Produktion der Nachwuchsgruppe genießen. Für einen Tanz schlossen sich auch ehemalige Tänzer der Gruppe an.

Am Jubiläumsfest hielt László Horváth, der Bürgermeister und guter Freund der Tanzgruppe eine Festrede. In ihrer Grußrede hob Tekla Matoricz, Präsidentin der Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher die liebevolle Verbundenheit der Tänzer mit der Tanzgruppe und ihr Engagement hervor bzw. äußerte ihre Freude über die erneute Kooperation zwischen der GJU und der Lochberg Tanzgruppe. Sandra Fuchs las den Brief von Martin Winterkorn, dem Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG, der durch seine Ahnen Schambeker Wurzeln hat. Darin würdigt er den wichtigen Beitrag von Frau Fuchs und den Lochberg-Mitgliedern zur Erhaltung des ungarndeutschen Kulturgutes.

Johann Schuth vertrat die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen. Laut Meinung des Chefredakteurs der Neuen Zeitung sei die Gruppe auch eine Gemeinschaft, die nicht nur die ungarndeutsche Tanzkultur, sondern auch die Traditionen und Bräuche pflege. Sandra Titanilla Fuchs sei eine ideale Leiterin um alles organisatorisch zusammenzuhalten. Ferenc Kassai (Kaiser), Vorsitzender der Ingenieurkammer Budapest und Komitat Pest versicherte der Tanzgruppe seine Unterstützung und Freundschaft auch in der Zukunft. Theresia Christine Neu, Vertreterin der Jugend in Europa im Weltdachverband der Donauschwaben betonte die gemeinschaftsbildende Funktion der Traditionen und deren bedeutenden Beitrag zur Bereicherung des kulturellen Lebens der Gemeinden – in diesem Fall in Schambek.

Die Lochberg Tanzgruppe verteilte am Ende der Jubiläumsveranstaltung zwei Auszeichnungen: Die Tänzerin des Jahres wurde Bettina Kovács und zur Hilfskraft des Jahres wurde Irén Mohácsy gewählt. Geschenke erhielten die Tänzer, die seit Beginn, dabei sind, aber alle erhielten eine Urkunde, bzw. auch die Hilfskräfte und die unermüdlichen Eltern. Sandra Fuchs bedankte sich bei ihren Eltern Tibor Fuchs und Györgyi Fuchs für die Unterstützung ihrer Arbeit.

Besondere, eigens zum Geburtstag angefertigte Krüge durften solche Personen und Gemeinschaften übernehmen, die in dem vergangenen Jahrzehnt die Gruppe unterstützten, so unter anderem Parlamentsabgeordneter Zsolt Csenger-Zalán, früherer Bürgermeister von Schambek, Maria Klotz, Chefredakteurin der Monatszeitschrift Zsámbéki Polgár, im Namen der Unser Bildschirm-Redaktion Eva Gerner, die LeiterInnen des Kindergartens, der Grundschule und des Kulturhauses und die Mitwirkenden. Mit einem solchen Geschenk wurde auch das Ungarndeutsche Kultur- und Informationszentrum geehrt, das am Fest von Direktorin Monika Ambach und vom Büroleiter Lajos Grund vertreten wurde.

Die hervorragende Jubiläumsfeier endete mit der Lahmkruam Polka und der Freudenmusik der Kapellen.

Lajos Grund

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