„Die lustign Weiwe von Solymár“

Quelle: Neue Zeitung

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40 Jahre und gar nicht leise: Der deutsche Frauenchor von Schaumar

Seinen 40. Geburtstag feierte der Frauenchor von Schaumar, und die ganze Gemeinde feierte mit. Im überfüllten Kulturhaus wurden wir am 29. November Zeugen einer Feier, wie sie familiärer nicht sein konnte. Mit dabei natürlich Ehegatten, Kinder, Enkelkinder und Urenkel.

Zentrum 2014-11-29 Schaumar 40 Jahre Frauenchor Ehrungen BÅrgrmeister Kulturhaus  L1000750 0077

Beim bewegenden Jubiläumsfest wurden die wichtigsten Stationen anhand von Dias und Liedern, die in den einzelnen Epochen gesungen wurden, aufgezeigt. Ein ergreifender Moment war der Auftritt der noch lebenden Gründungsmitglieder, mit ihrem gesungenen Appell, das Alter zu ehren.

Seit der Gründung im Jahre 1974 bewahrt und pflegt der Schaumarer Frauenchor den deutschen religiösen und weltlichen Liederschatz der Gemeinde. Seine Arbeit und die Erfolge waren der opfervollen Arbeit von Margarete Kelemen, „Greti néni“, zu verdanken, die Jahrzehnte hindurch unermüdlich die seit 200 Jahren vorhandenen Schaumarer Perlen der deutschen Kultur sammelte und die Tätigkeit des Chores lenkte. Als sie 1996 in den Ruhestand trat, übernahm der Dirigent und Musikprofessor Endre Gerenday die fachliche Leitung. Durch seine engagierte Arbeit hat der Chor wieder neue schöne Erfolge erreicht. Seine Arbeit hat Früchte getragen. Als er in Ruhestand ging, übernahm im Jahre 2007 Diana Juhász die Leitung, die sie bis 2013 innehatte. Durch ihr Engagement an der Oper in Linz musste eine neue Führungskraft gesucht werden und wurde in der Person von Ditta Schreiber-Kánya gefunden. Seit dieser Zeit leitet sie den Chor mit Erfolg.

Den Namen des Frauenchores und seine Lieder konnte man in den letzten 40 Jahren in vielen ungarndeutschen Ortschaften kennen lernen. Sein guter Ruf wurde sowohl im In- als auch im Ausland wohlverdient durch die im Schaumarer Dialekt vorgetragenen Lieder begründet. Jedes Mitglied des Frauenchors hängt mit Herz und Seele an seinem Heimatdorf und möchte mit den Liedern dazu beitragen, dass der von den Ahnen geerbte Liederschatz noch lange lebendig und aufrechterhalten bleibt.

Kurz vor dem Ende des schönen Geburtstagsprogramms  wurde dem Publikum  noch eine letzte Überraschung geboten. In Erinnerung an den verstorbenen Choreographen Nikolaus Manninger, der auf dem Friedhof der Gemeinde in einem Ehrengrab ruht, trat die „Herbstrosen“-Tanzgruppe auf. Mit drei Tänzen ehrte sie sein Andenken. Dann überreichten die Tänzer den Sängerinnen Rosen und mit Harmonikabegleitung von Norbert Sax wurde der Chor zu einem gemeinsamen Tanz gebeten.

Zusammen mit dem Publikum wurde zum Abschluss dieser Vierzigjahrfeier das Lied „Mein schönes Schaumar“ (die heimliche Hymne von Schaumar), das von Matthias Thaler extra für die Gemeinde geschrieben wurde, gesungen.

Mit einem langanhaltenden Applaus bedankte sich das Publikum bei den Mitwirkenden.

Manfred Mayrhofer
Landesratforum

Die wichtigsten Stationen im Leben des Schaumarer Chores:
1974 Gründung des Chores
1982 Auftritt in Öhringen, Deutschland
1984 Auftritt zum 10-jährigen Jubiläum bei der Schorokscharer Hochzeit
1992 Auftritt in Baden, Österreich
1997 Besuch des  Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland Roman Herzog
1999 Auftritt beim internationalen Chorfestival in Riva del Garda (Italien – Silbermedaille)
2000 Auftritt in Sanktiwan/Pilisszentiván  (Goldener Rosmaring-Preis)
2001Teilnahme am Landesfestival der ungarndeutschen Chöre in Wesprim (ausgezeichnet für hervorragende Leistung)
2004 Feier zum 30-jährigen Geburtstag in Schaumar
2008 Teilnahme an der Chorolympiade in Graz (mit mehr als 20 000 Sängern)
2013 Beim Landesfestival der ungarndeutschen Chöre in Moor erhielt der Chor den Festivalpreis.

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