Die Preisträgerinnen des Valeria-Koch-Preises 2015 werden vorgestellt

Quelle: LdU

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Auf der Landesgala der Ungarndeutschen am 11. Januar 2015 wurde an verdiente Jugendliche der „Valeria-Koch-Preis” verliehen. Diese Auszeichnung erhielten dieses Jahr drei Schülerinnen der Mittelschulen, die eine hervorragende schulische Leistung an den Tag gelegt haben und sich für die Pflege des ungarndeutschen Kulturerbes besonders eifrig einsetzen. Den Preis – der nach der jung verstorbenen ungarndeutschen Dichterin, Valeria Koch benannt wurde – überreichten auf der Bühne die Beirätin für Bildung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, Ibolya Englender-Hock und der Vorsitzende des Bildungsausschusses der LdU, László Schindler.

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Der Valeria-Koch-Preis 2015 ging einerseits an Viktoria Göbl.

Viktoria Göbl lebt in Badesek, stammt väterlicherseits aus einer ungarndeutschen Familie und besucht zurzeit das Ungarndeutsche Bildungszentrum in Baja. Sie zeichnete sich schon von Anfang an durch ihre hervorragenden Leistungen – vor allem in Deutsch und Geschichte – aus. Durch konsequente, zielbewusste Arbeit entwickelte sie sich zu den Leistungsträgern ihrer Schule. Im vorigen Schuljahr belegte sie den vierten Platz am Landeswettbewerb der Mittelschulen für Deutsch, und mit großem Engagement und Erfolg vertrat sie mehrere Male ihre Schule am ungarndeutschen Jugendfilmfestival „Abgedreht“ des Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrums.

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Auch in ihrer Heimatstadt setzt sich Viktoria für die ungarndeutsche Kultur- und Traditionspflege eifrig ein: sie ist Mitglied der Badeseker „Heimat“ Tanzgruppe, ist Mitglied des Ungarndeutschen Vereins Badesek, und beteiligt sich aktiv an den örtlichen Veranstaltungen unserer Nationalität. Sie publiziert gerne in der ungarndeutschen Regionalzeitung „Batschkaer Spuren“ und interessiert sich für Nationalitätenpolitik und allgemeine Menschenrechte.

„Meine ersten Erfahrungen mit der deutschen Sprache und meine positive Einstellung dieser gegenüber habe ich meinem Großvater zu verdanken – äußerte sich Viktoria Göbl. – Wenn man gern Sprachen lernt und das Gefühl der Zweisprachigkeit jeden Tag erlebt, wächst die Begeisterung weiter, und die Erfolge geben einem natürlich immer einen neuen Schwung.“

Den Valeria-Koch-Preis erhielt auch Jessica Marlók.

Jessica Marlók kommt aus Sanktiwan, ist Schülerin des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Werischwar, ist väterlicherseits ungarndeutscher Abstammung, ihre Mutter kommt aus Deutschland. Schon in der Grundschule hat sie sich für die Pflege und das Bewahren ungarndeutscher Traditionen eingesetzt. An mehreren Wettbewerben hat sie hervorragende Leistungen gebracht – durch einen Wettbewerb wurde sie zum Beispiel auch ohne Aufnahmeprüfung in ihr Gymnasium aufgenommen.

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Jessica engagiert sich seit Jahren auf dem Gebiete der Traditionspflege: sie war, bzw. ist Mitglied zweier Chöre, des Kammerorchesters und der Blaskapelle ihres Heimatortes, spielt zwei Instrumente und organisiert gerne ungarndeutsche Veranstaltungen mit. Sie nimmt nach wie vor sehr gerne und erfolgreich an Rezitationswettbewerben teil. Im vorigen Schuljahr – erst als Elftklässlerin – hat sie den ersten Platz im Landesfinale des Wettbewerbs für Mittelschüler im Fach Deutsche Sprache, Literatur und Volkskunde erreicht.

„All diese Aktivitäten mache ich mit Herz und Seele, sie sind mir sehr wichtig – formulierte Jessica Marlók. – Nur so können die Traditionen weiterleben und weitergegeben werden. Auch in der Zukunft werde ich alles, was in meiner Macht steht, daran setzen, um so gut wie möglich ‚ungarndeutsch‘ zu leben.“

Der Valeria-Koch-Preis ging auch an Corinna Schneider.

Corinna Schneider stammt aus einer ungarndeutschen Familie, kommt aus Fünfkirchen und besucht seit elf Jahren das Valeria-Koch-Bildungszentrum. Sie ist eine hervorragende Schülerin, die seit den Anfängen sehr gerne an verschiedenen Nationalitäten-Kulturveranstaltungen ihrer Schule und Stadt als tragende Persönlichkeit teilnimmt. Sie trägt Gedichte vor, als Moderatorin wirkt sie bei verschiedenen Veranstaltungen mit, sie zieht gerne ihre Volkstracht an. Corinna ist bereit, sowohl an schulischen als auch an außerschulischen Wettbewerben teilzunehmen. Mit ihrer Teilnahme an der Initiative „Jugend debattiert international“ stellte sie ihre Argumentationsfähigkeit in deutscher Sprache unter Beweis. Ab diesem Jahr wirkt sie bei diesem Wettbewerb als Jurorin und Organisatorin mit.

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Am ungarndeutschen Filmwettbewerb „Abgedreht“ hat sie bereits dreimal – immer mit großem Engagement – teilgenommen.

„Ich als junge Ungarndeutsche finde es sehr wichtig, dass man schon als kleines Kind weiß, zu welcher Nationalität man gehört und dass man mit dem Bewusstsein einer gewissen Identität aufwächst – so Corinna Schneider. – Ich bin davon fest überzeugt, dass es die Aufgabe der Jugendlichen ist, die Traditionen der Ungarndeutschen zu pflegen und damit zu verhindern, dass das Ungarndeutschtum durch das Aussterben der älteren Generation verschwindet.“

Wir gratulieren den jungen Damen ganz herzlich!

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