Gelebte Partnerschaft zwischen Roding und dem XVIII. Bezirk

Quelle: Zentrum

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Unser Bezirk pflegt seit 2003 eine lebendige und vielfältige partnerschaftliche Beziehung mit der Stadt Roding in Bayern (Oberpfalz). Über den ungarischen Generalkonsul Josef Hercegfalvi und den damaligen Landtagsabgeordneten Markus Sackmann wurde der Kontakt hergestellt. Der ehemalige Bürgermeister Dr. László Mester bekam die Mitteilung, dass die Stadt Roding Interesse an einer partnerschaftlichen Beziehung habe. Warum ausgerechnet unser Bezirk? In unserem Bezirk leben viele deutschstämmige und ungarndeutsche Bürgerinnen und Bürger. Es gibt zwei Nationalitätengrundschulen, drei staatliche und einen Stiftungsnationalitäten-Kindergarten, eine Stiftung für deutsche Kultur, einen deutschstämmigen Bürgerverein sowie den Liederschatzchor. Bereits im Jahre 1997 hatte die deutsche Minderheitenselbstverwaltung im XVIII. Bezirk unter der Leitung von Geza Walter die Idee einen Bürgerverein zu gründen. Die Mitgliederzahl wuchs im Laufe der Jahre von 80 auf ca. 500 an.

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Über zwei Jahre der Vorarbeit und des gegenseitigen Kennenlernens hat man auf dem Weg zur Städtepartnerschaft zurückgelegt. Nach den ersten offiziellen Besuchen seitens der politischen Vertreter wurden auch zwischen Kindergärten, Schulen, Sportvereinen, Chören und der Ärzteschaft Kontakte geknüpft. 2006 wurde die partnerschaftliche Beziehung offiziell fixiert. Im Rahmen des Neujahrsempfanges der Stadt Roding und des Logistikbataillons 4 haben die beiden Bürgermeister Franz Reichold und Dr. László Mester sowie der Vorsitzende der Minderheitenselbstverwaltung Geza Walter die Urkunden unterzeichnet.

Das Ziel der Partnerschaft war und ist: 
die Bewohner der beiden Städte einander näher zu bringen, Erfahrungen auszutauschen sowie Kultur und Traditionen kennen zu lernen. Dies erfolgte bei Weinfestivals, gemeinsamen internationalen Projekten, Sportveranstaltungen, internationalen Jugendlagern, Städteinformationstouren, Vereinsausflügen und vielem mehr.

Musik verbindet Völker – mit Musik bauen wir Brücken zwischen unseren Ländern. Unter diesem Motto hatte das Vokalensemble Hubert Velten den Liederschatzchor aus dem XVIII. Bezirk zu einem Gemeinschaftskonzert nach Roding in die Wallfahrtskirche Heilbrünnl eingeladen. Der Liederschatzchor wurde im Mai 2006 von Musikfreunden des deutschstämmigen Bürgervereins gegründet. Der Verein fühlt sich in besonderer Weise der deutschen Kultur verbunden. In der Adventszeit weilte das Vokalensemble Hubert Velten (ehemalige Mitglieder der Regensburger Domspatzen) in Budapest und erfreute die Zuhörer mit seinen klaren Männerstimmen. Stadtpfarrer Holger Kruschina zelebrierte eine Heilige Messe in deutscher Sprache und zum Schluss gaben beide Chöre ein gemeinsames Adventskonzert.

Die Teilnahme am Neujahrsempfang der Stadt Roding ist immer eine große Ehre. Heuer waren der 2. Bürgermeister des XVIII. Bezirks Attila Szarvas, der ehemalige Bürgermeister Dr. László Mester, Hajni Lelkes, Abgeordnete der deutschen Selbstverwaltung in Budapest sowie Monika Potondi eingeladen. Echte Kaminkehrer begrüßten die Gäste in der Stadthalle und überreichten süße Glücksbringer. „Bei vielen Entscheidungen und auch im Leben ganz allgemein brauchen wir ein Quäntchen Glück“, bemerkte Bürgermeister Franz Reichold. Am Neujahrsempfang haben eine Reihe von Persönlichkeiten teilgenommen: Staatssekretär a. D. Markus Sackmann, Kommandeur Oberstleutnant Andreas Schramm, Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler, die Landtagsabgeordneten Dr. Gerhard Hopp und Dr. Karl Vetter und viele mehr. Landrat Löffler gratulierte Bürgermeister Reichold zu einem erfolgreichen Jahr. „Roding ist eine engagierte, fleißige, innovative und attraktive Stadt im Landkreis Cham mit Vorbildfunktion.

Die Partnerschaft mit der Stadt Roding kann bald ihr 10jähriges Bestehen feiern. Der XVIII. Bezirk ist froh über diese Partnerschaft und möchte die bisher geknüpften Kontakte in Zukunft weiter ausbauen und vertiefen. Die Brücke zwischen unseren Ländern steht – wird konnten rübergehen, wann wir wollten. Das soll auch in Zukunft so bleiben.

Hajni Lelkes

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