Lesereise quer durch Budapest

Quelle: Zentrum

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In der Reihe Zentrum-Programme im HdU fand am 11. März erneut eine interessante Lesung statt. Diese konnte in Zusammenarbeit vom Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrum und dem Österreichischen Kulturforum Budapest realisiert werden. Die zwei Institute arbeiten schon seit längerem zusammen. Dank dieser erfolgreichen Kooperation wurde der österreichische Autor, Kritiker und Übersetzer Cornelius Hell nach Budapest eingeladen, und las Ausschnitte aus seinen beiden Büchern über Budapest bzw. Ungarn vor.

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Den Autor moderierte Dr. Susanne Bachfischer, Direktorin des Österreichischen Kulturforums an. Cornelius Hell, der auch als Übersetzer aus dem Litauischen, Literaturkritiker und Mitgestalter kultureller Sendungen bekannt sei, lebe in Salzburg, aber kenne Budapest und Ungarn gut, und habe zwei Bücher aus Texten über ihre Erlebnisse verfasst. Er sei Träger mehrerer hohen Auszeichnungen, zum Beispiel des Österreichischen Staatspreises für Wissenschaftsjournalistik und des litauischen Hieronymus-Preises für Übersetzer.

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Von dem Autor selbst erfuhren die Zuschauer, dass die Idee von Lesereisen vom Verlag stamme, das Ziel ist, durch die Eindrücke von Schriftstellern die einzelnen Städte und Länder den Lesern näher zu bringen. Bereits vor der Bitte des Verlags habe Hell Texte über Ungarn und Budapest veröffentlicht, jedoch sei es keine leichte Arbeit gewesen, diese in Bänder zu formen. Letztendlich seien es zwei geworden, der erste, im Jahre 2012 erschienene befasse sich ausschließlich mit Budapest, während der zweite (2013) Erlebnisse aus dem ganzen Land zusammenfasse.

Cornelius Hell las zahlreiche Texte aus beiden Bändern von, unter denen es sowohl heitere als auch traurige gab. Besonders großes Gefallen ernteten seine Bemerkungen über die Schwierigkeit der ungarischen Sprache, aber seine Ansichten über Ungarns Gastronomie waren ebenfalls bemerkenswert. In einem anderen Beitrag versuchte er die beiden Donaustädte Wien und Budapest zu vergleichen: Man konnte klar erkennen, dass der Autor wahrlich von der ungarischen Hauptstadt fasziniert ist. Die ernsteren Ausschnitte las er im letzten Teil vor. Er studierte auch die jüdische Geschichte von Budapest und untersuchte den Holocaust, bei dem Ungarn auch eine unrühmliche Rolle spielte.

Der Lesung folgte ein Gespräch mit den Zuschauern. Besonders interessant war dabei, dass in den Reihen des Publikums sowohl Ungarn als auch Deutsche und Österreicher saßen, es gab sogar eine Dame, die nach 30 Jahren nach Ungarn zurücksiedelte. Weiterhin stellte es sich heraus, dass Hell in Fünfkirchen auch Ungarndeutsche getroffen hatte, und das er das New York Kaffehaus schöner findet als alle Wiener Cafés.


István Mayer

Magyarwechsle die Sprache

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