Spieltrieb: Projekt des Goethe-Instituts über Spiele

Quelle: Zentrum

Spieltrieb heißt das neue Projekt des Goethe-Instituts, das nun auch in Budapest Halt macht.

1-spieltriebmain+gorilla

Heutzutage ist das Spiel mehr denn je in unseren Alltag eingezogen. Er wird mehr und mehr bei Menschen aller Altersgruppen vom Kind bis zum Senior durch spielerische Elemente geprägt. Seien es aufwendige Computerspiele, kleine Spiele in sozialen Netzwerken, wie z.B. Farmville oder Spiele-Apps auf dem Smartphone. Für die Entwicklung von Spielen wird heutzutage teilweise soviel Geld ausgegeben, wie früher für große Filmproduktionen. Die Sparte „digitale Spiele” ist weltweit am Boomen. Ein Beleg hierfür ist nicht zuletzt der enorme finanzielle und technische Aufwand und die immer größer werdenden Budgets, die in die Spieleentwicklung investiert werden. Seit ein paar Jahren gibt es auch eigene Studiengänge, die speziell für die Computerspieleentwicklung ins Leben gerufen wurden. Die Überschneidung vom Alltag und Spiel ist auch bekannt unter dem Namen Gameifikation. Im Zuge des Projekts soll nicht nur dem kommerziellen Aspekt Rechnung getragen werden, sondern auch dem Fokus des kulturellen Diskurses. Mit einem Angebot von Ausstellungen, Konzerten und Festivals möchte das Goethe-Institut dem Phänomen näher kommen.

st3

In Budapest ist das Projekt mit der Ausstellung no pain no game, das mit acht Installationen der Künstler Volker Morawe und Tilman Reiff daherkommt, zu sehen. Gezeigt wird die Veranstaltung in Kooperation mit dem Museum für zeitgenössische Kunst – Ludwig Museums. Das Kölner Künstlerduo //////////fur//// schafft es mit seinen Arbeiten die Schnittstelle zwischen Kunst und Spiel genauestens auf den Punkt zu bringen und Kunst physisch erfahrbar zu machen. So gibt es in der Ausstellung einen Flipper, bei dem man, mit einem Helm ausgestattet, auf Augenhöhe mit dem Geschoss spielt. So ist man quasi hautnah dabei. Das kleinste soziale Netzwerk der Welt ist ebenfalls in der Ausstellung vertreten. Ein Highlight der Veranstaltung bildet die PainStation – eine interaktive Spielstation -, die Schmerzen und Computerspiel miteinander vereint.
Im Rahmen des Projekts Spieltrieb gibt es zusätzlich zu der Ausstellung no pain no game am 10. April eine lange Nacht der Spiele, bei der die Besucher viele preisgekrönte Spiele von Siedler von Catan bis Carcassonne ausprobieren können.

Trailer des Projekts:

Die reguläre Ausstellung ist vom 19.03.15 bis zum 10.05.15 im Ludwig Museum – Museum für Zeitgenössische Kunst zu sehen. Spieltrieb ist ein Wanderprojekt, die nach vorherigen Aufenthalten in Krakau und Ljubljana im Jahr 2014 nun in Budapest stattfindet. Ihre weiteren Stationen werden im Jahr 2015 noch Prag, Bratislava, Kosice, Tallinn und Vilnius sein.

Moritz Karn

Magyarwechsle die Sprache

Schlagwörter:

Zum Thema:

© 2004 - 2019 • Ungarndeutsches Kultur- und Informationszentrum, alle Rechte vorbehalten!
logo