„Tradition in moderner Umgebung”

Quelle: Zentrum

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II. Volkskundecamp des Deutschen Nationalitätengymnasiums in Hartian

Die Initiative eines Volkskundecamps stammt von Erika Guoth-Fridrich, der Lehrerin des Deutschen Nationalitätengymnasiums. Sie hat letztes Jahr die neue Idee mit dem Ziel verwirklicht, den Lehrstoff des Volkskundeunterrichts den Schülern näher bringen zu können. Wenn die Schüler die Bräuche hautnah, in einer echten ungarndeutschen Siedlung erleben und nicht nur in den Schulbänken erlernen, kann ihre Identität und Liebe zu den Traditionen am besten gestärkt werden.

Das ist ein „Wandercamp”. Das bedeutet, dass wir jedes Jahr eine andere von den Ungarndeutschen bewohnten Region kennen lernen. Letztes Jahr haben wir das Projekt in der Branau in Litowr/ Liptód angefangen und. Nach dem riesigen Erfolg war es keine Frage, die Reihe fortsetzen zu müssen. So haben wir zum Schauplatz die ungarndeutsche „Insel” im Komitat Pest, Hartian/Újhartyán gewählt. Den Namen von Hartian haben die Schüler natürlich gekannt, weil viele ehemalige und jetzige Schüler des Gymnasiums aus Hartian stammen, aber für viele von ihnen war das Camp der erste Besuch.

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Man konnte sich über einen richtigen Zusammenschluss freuen. Die Bewohner der Kleinstadt haben sich für das Wohlergehen der Schüler hochaktiv eingesetzt. Ein ganzes Team besorgte die Schüler. Dank der Frauen des Seniorenklubs unter der Leitung von Frau Márton konnten wir typische Hartianer Spezialitäten genießen: die Bohnensuppe und Bohnennudel oder das einstige Hochzeitsmenü: Hühnersuppe und Tomatensoße. Mária Jeszenszky hat jeden Morgen ein echtes Bauernfrühstück vorbereitet. Am ersten Abend haben wir mit Hilfe von Éva Hornyák-Zajácz und dem Liederkreis „Innenstädter Eulen” auf dem Gehöft von Benő Fajth das Essen im Ofen zubereitet.

Nicht nur die Spezialitäten, sondern auch die Programme waren völlig originell.

Am Montag Nachmittag haben die Schüler durch eine „Stadtrallye” die Geschichte, Sehenswürdigkeiten (Heimatmuseum, Kirche, Ansiedlungsdenkmal, Schule), Traditionen der ungarndeutschen Siedlung kennengelernt. Sie mussten sich alleine orientieren, bei dem Beantworten der Fragen natürlich sehr schlau und kreativ sein, und die Einheimischen oft fragen. Sie haben auch Interviews in den Themen Blasmusik, Faschingszeit und alte Hochzeit gemacht. Danach haben sie in der Keramikwerkstatt von Edit Surman ihr künstlerisches Talent gezeigt. Schließlich haben wir auf dem Gehöft an dem Lagerfeuer gemeinsam gesungen und getanzt.

Am Dienstag Vormittag sind wir mit Pferdewagen in den geographischen Mittelpunkt des Landes einen Ausflug gemacht. Wir haben bei der Marienkapelle und bei einem alten schwäbischen Gehöft Pause gemacht. Nach dem wohltuenden Mittagessen liefen drei tolle Programme zur gleichen Zeit. Die Mädchen konnte das Backen von „ Zimmetkrofni” mit Hilfe von Teréz Hornyák-Fajth erlernen und „Kukuruzpuppen und –blumen” anfertigen. Währenddessen haben die Jungs in der Werkstatt von András Streifer ein lebensechtes Modell der Ulmer Schachtel gebastelt. Am Abend haben uns viele Lehrer des Gymnasiums besucht. Wir haben den diesjährigen Film der Schule präsentiert, der auf dem Filmfest Abgedreht! den ersten Preis erworben hat. Nach dem „Sautanzabendessen” haben wir die neuerlernten Kenntnisse der Schüler mit der Show „Legyen Ön Is Svábbogárka!” getestet. Wahrscheinlich war der Abschlussabend der Höhepunkt des Camps: die Kapelle „Sváb Parti” aus Hartian war für die Musik und die gute Laune während des „Minischwabenballes” verantwortlich.

Die Schüler sind mit unvergesslichen Erlebnissen nach Hause gegangen und – wenn ich es gut gehört habe – haben bei der Bewertung des Camps 11 aus 10 Punkten gegeben.

Wir möchten uns bei den Unterstützern, bei den Hartianer Organisatoren, Helfern und bei den Lehrerinnen: Erika Guoth-Fridrich, Zsuzsanna Győrfi und Zsusanna Bozzai bedanken. Nächstes Jahr Treffen wir uns hoffentlich wieder – entweder in Pußtawam oder in Hartau!

Martin Surman-Majeczki

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