Misch-Gedenkausstellung im HdU eröffnet

Quelle: Zentrum

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Am 6. Mai 2015 wurde eine Adam Misch-Gedenkausstellung im Haus der Ungarndeutschen eröffnet. In seiner Rede bezeichnete Johann Schuth, 1. Vorsitzender des Verbandes Ungarndeutscher Autoren und Künstler den 1995 abrupt verstorbenen Künstler als ein Wegbereiter der ungarndeutschen Kunstbewegung.

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Gemeinsam mit Josef Bartl und Anton Lux war der Schorokscharer Künstler im Jahre 1979 in Fünfkirchen an der ersten Ausstellung ungarndeutscher Künstler beteiligt, die später zur Gründung vom VUdAK führte. Adam Misch war nicht nur Mitbegründer, sondern auch erster Vorsitzender der Künstlersektion des Verbandes. Er erwarb VUdAK hohe Anerkennung im In- und Ausland, der Beginn der fruchtbringenden Zusammenarbeit mit der KünstlerGilde Esslingen e. V. ist ebenfalls mit seinem Namen verbunden und mit seiner Hilfe konnten ungarndeutsche Künstler ihre Werke unter anderem in Berlin, Stuttgart und Esslingen ausstellen.

Das Ausstellungsmaterial, das einen eindrucksvollen Einblick in die künstlerische Tätigkeit von Adam Misch gewährt bzw. einen Überblick davon gibt, wurde von der Witwe des Künstlers, Marta Misch-Heim bereitgestellt. An der Vernissage war auch die Familie des Malers anwesend.

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In ihrer Eröffnungsrede sprach Ildikó Schwarz-Misch darüber, wie sie Adam Misch als dessen Tochter gesehen bzw. als Mensch erlebt hatte. Der bildende Künstler war auch ein großer Lehrmeister, obwohl er wenig korrigierte: Er wollte, dass jeder selber darauf kommt, was wichtig oder unwichtig ist. Er wollte niemanden direkt beeinflussen. Aus diesem Grund haben viele seiner Bilder keinen Titel, da er diese für überflüssig hielt, weil sie eine bestimmende Wirkung auf die Zuschauer haben. Einige seiner Werke sind betitelt, aber diese Namen wurden bei dieser Ausstellung bewusst verlassen, weil die Familie Misch dem Wunsch des Künstlers nachkommen wollte.

Adam Misch sagte über sich selbst: „Ich bin vorrangig bildender Künstler, meine ungarndeutsche Zugehörigkeit beeinflusst mich sicherlich irgendwo tief. Schließlich besuchte ich die deutsche Schule, mir wurden die gotischen Buchstaben gelehrt, die mit ihrer Schönheit und Härte von Zeit zu Zeit in mir auftauchen… Wer in zwei Kulturen aufgewachsen ist, der muss beide akzeptieren und sich zu beiden bekennen“.

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Nach dem offiziellen Programm hatten die Gäste der gemeinsamen Veranstaltung des Zentrums und des VUdAK die Möglichkeit, die ausgestellten Werke zu bewundern und sich auszutauschen. Um die musikalische Umrahmung sorgte József Csurkulya auf dem Zimbal.

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Die Ausstellung ist bis zum 19. Juni im Veranstaltungssaal des Hauses der Ungarndeutschen zu bisichtigen.

Lajos Grund

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