Neuer Leiter an der Spitze des UdPI

Quelle: LdU

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Ungarndeutsche Bildungseinrichtungen mit über 60.000 Kindern und Jugendlichen – so viele sind es, deren pädagogische Arbeit das Ungarndeutsche Pädagogische Institut (UdPI) unterstützt. Große Verantwortung, doch gleichzeitig auch eine tolle Herausforderung für den neuen Direktor. Nachdem Vorgänger Dr. Gabor Frank in die Pensionierung verabschiedet wurde, trat am 16. Februar an seine Stelle als Leiter des Instituts Josef Weigert.  

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Seit 27 Jahren im Dienste des deutschen Nationalitätenbildungswesens, Lehrer der deutschen Sprache und Literatur, sowie der Biologie auf Deutsch, unterrichtete 14 Jahre lang am Fünfkirchner Klara-Leőwey-Gymnasium, und wechselte anschließend in das heutige Valeria-Koch-Bildungszentrum – so die knappe Zusammenfassung des beruflichen Werdegangs von Josef Weigert, der neulich die Leitung des UdPI übernommen hat. Die seit 2005 funktionierende Institution sorgt dafür, dass die am deutschen Nationalitätenunterricht beteiligten Pädagogen an den bestmöglichen Fortbildungen teilnehmen können, Kontakte zueinander und zu Experten haben, und an Dokumente, die sie in ihrem Unterricht gut gebrauchen können, mit Leichtigkeit herankommen können.

Vernetzen, fördern und befähigen – so lautet seit jeher das Motto unseres Instituts, und die Philosophie, die dahinter steckt, möchte auch ich als Direktor befolgen“ – erklärt Josef Weigert die Mission des UdPI. „Wir, Ungarndeutsche haben ein solches Bildungswesen, über das keine andere Nationalität in Ungarn verfügt. Es handelt sich um ein gut funktionierendes Netz, in welches von den Kindergärten bis hin zu den Mittelschulen viele Dutzend Bildungseinrichtungen mit über 60.000 Kindern und Jugendlichen mit eingebunden sind. Wir, das Ungarndeutsche Pädagogische Institut wollen als Zentrum die fachliche und pädagogische Anleitung für diese Institutionen machen. Dies verstehen wir also unter Vernetzen. Fördern bedeutet bei uns, dass wir unseren Pädagogen Fortbildungen im In- und Ausland anbieten. Wir wollen erreichen, dass sich der Nationalitätenunterricht innovativer Methoden bedient. Im Moment haben wir sechs akkreditierte Lehrgänge. Um nur einen von diesen hervorzuheben: wir bringen LehrerInnen bei, wie man den Unterricht mithilfe von Projektarbeit noch interessanter gestalten kann. Während dieser Fortbildung müssen die Teilnehmer selbst ein konkretes Projekt erstellen – von der Vorbereitung ganz bis zur Durchführung, anhand dessen dann Methoden theoretisch beigebracht werden können, und wobei gezeigt wird, wie man im großen Volumen denkt. Ja, und ‚Befähigen‘ heißt vor allem, dass wir die Sprachkompetenzen unserer Pädagogen entwickeln wollen, damit sie Fachsprachenunterricht – also Unterricht von Geo, Bio, Mathe, Geschichte, und so weiter auf Deutsch – gut meistern können.“

Es sei unumgänglich, so UdPI-Direktor Weigert, dass die Homepage des Instituts in Kürze noch benutzerfreundlicher gestaltet wird. Durch die Umgestaltung der Internetseite sollen gesuchte Informationen und herunterladbare Dokumente noch einfacher zugänglich sein. Die Webseite soll demnächst auch der Interaktivität Raum geben: wenn nämlich jemand fachspezifische Hilfe benötigt, soll zügig Antwort und Hilfsmaterialien erhalten. Es soll aber zum Beispiel auch eine Spalte zur Bestellung der neuesten Lehrwerke geben. Unter der fachlichen Anleitung des Pädagogischen Instituts sind nämlich unlängst über 60 neue Lehrwerke zum deutschen Sprach- und Nationalitätenunterricht erstellt worden, die nun eine Lücke füllen: endlich gibt es nämlich Lehrbücher beispielsweise für den deutschsprachigen Umwelt- und Volkskundeunterricht, wie auch deutschsprachige Atlanten, die seit vielen Jahren benötigt wurden.

Inspiration holt sich das Institut unter anderem auch aus Deutschland: es pflegt nämlich gute Kontakte mit dem Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München und mit dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien. Letzteres initiierte zum Beispiel in Deutschland ein kommunales Entwicklungsprojekt, anhand dessen die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen – übrigens der Träger des UdPI – das Musterprojekt „Netzwerkbildung in ungarndeutschen Gemeinden“ austragen möchte. Auch an diesem Projekt wolle sich laut Direktor Weigert das Pädagogische Institut beteiligen, und zwar indem es die fachliche Anleitung bei der Verwirklichung sichert.

Ungarndeutsches Pädagogisches Institut: www.udpi.hu; info@udpi.hu

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