Kindertanzgruppen auf hohem Niveau

Quelle: Landesrat

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IX. Ungarndeutsches Kindervolkstanzfestival in Schaumar

Zum neunten Mal veranstalteten der Landesrat der ungarndeutschen Chöre, Kapellen und Tanzgruppen sowie die Großgemeinde Schaumar bei Budapest das traditionelle Landestanzfestival für Kindervolkstanzgruppen, das unter der Schirmherrschaft des Vorsitzenden der Landesselbstverwaltung (LdU) Otto Heinek stand. Dem Landeswettbewerb und der Gala waren zwei regionale Vorentscheidungen vorausgegangen. (Mehr über die Qualifikationsergebnisse der Region Nord und der Region Süd)

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Dabei hatten sich zwölf Kindervolkstanzgruppen qualifiziert.

Pünktlich um 13.30 Uhr mit dem Ertönen der Festfanfare begann das Programm. Nach dem Erklingen der Hymnen, der Begrüßung der Ehrengäste – darunter Emmerich Ritter (parlamentarischer Sprecher der deutschen Nationalität), Josef Manz (in Vertretung der LdU, Vorsitzender des Kulturausschusses), Bürgermeister Dr. Kálmán Szente, Vertreter des Landesrates und der Jury – wurde für die Hauptdarsteller dieses Tages Platz gemacht, unsere kleinen Künstler und Künstlerinnen aus allen Teilen des Landes. Josef Manz, in Vertretung von Otto Heinek, sprach die innerhalb der ungarndeutschen Kulturbewegung immer mehr werdenden Jugendlichen an. Der Bürgermeister der Großgemeinde Schaumar, Dr. Kálmán Szente, führte in seiner Begrüßungsrede folgendes an: „ [...] Ein Volk lebt dadurch, dass es seine Traditionen, seine Bräuche, seine Sprache, seine Musik und Tänze ständig pflegt [...] Diese Veranstaltung soll dazu beitragen, unsere traditionellen Kulturwerte den Jugendlichen weiterzugeben und in ihnen verwurzeln zu lassen. Ich bin beeindruckt von der großen Anzahl der erschienenen Tanzgruppen, welche viel Zeit und Mühe geopfert haben, um teilweise Vergessenes aufleben zu lassen [...]“.

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Es folgten die Wertungstänze aller Tanzgruppen.

Die ersten Tänzer waren die Nationalitätenkindervolkstanzgruppe des Valeria Koch Schulzentrums aus Fünfkirchen/Pécs unter Judit Mausz. Darauf folgte das Donauschwäbische Volkstanzensemble Werischwar/Pilisvörösvár unter der Leitung von Katalin Ziegler, Szilvia und Júlia Mirk. Die Tanzgruppe Maiglöckchen der Grundschule Pannonia aus Budapest (Leitung Edit Sóskuti) und die Kindertanzabteilung der Saarer Tanzgruppe unter Péter Schweininger waren die nächsten Auftretenden. Die Deutsche Nationalitätenkindertanzgruppe aus Wemend/Véménd (Etele Horváth), die Kindervolkstanzgruppe aus Nimmesch/Himesháza (Frau Anikó Kramm-Mezei) und die Mrvice Nationalitätenkindervolkstanzgruppe aus Mohatsch/Mohács mit ihrem Leiter Stipo Filakovič folgten darauf.

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Anschließend kamen die Kindertanzgruppe des Vereins der Takser Jungen Donauschwaben (Leitung Anna Galambos-Schuszter), die Edelstein Tanzgruppe aus Schaumar/Solymár, geleitet von Maria Schokátz-Tallér, sowie Eszter Horányi und die Ungarndeutsche Volkstanzgruppe aus Tschip/Szigetcsép (Leiterin Katalin Asók-Telek) auf die Bühne. Die aus Mohatsch kommende Talpacskák Nationalitätenkindervolkstanzgruppe unter ihrem Leiter Stipo Filakovič war die vorletzte Gruppe, bevor die Tanzgruppe Rosmarein aus Taks/Taksony mit ihrer Leiterin Andrea Winkler als letztes die Tanzfläche betrat.

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Die Kinder in ihren bunten Volkstrachten boten althergebrachtes und neu geschaffenes Tanzgut gekonnt, mit Begeisterung und Schwung. Ihr Programm strahlte Freude und Zuversicht aus und riss die zahlreichen Zuschauer immer wieder zu begeistertem Beifall hin.

Die Wertungsrichter, waren Gábor Agárdi Vorsitzender, Ilona Huszák und Josef Apaceller.

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In der Pause spielten die Schaumarer Musikanten unter Bálint Buzás für die vielen Gäste mit großer Freude, dabei wurde auch das Tanzbein geschwungen. Nun kam es zum Höhepunkt des Tages, der Verkündung der Ergebnisse. Die jungen Tänzer umlagerten das Parkett in einem großen Kreis und lauschten den Worten der Festredner.

Jeder Tanzgruppe wurde ein Geschenkpaket der Großgemeinde Schaumar überreicht, der Vorsitzende des Landesrates bedankte sich für die Arbeit.

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Den Publikumspreis erhielten die Jungen Donauschwaben aus Taks, überreicht vom Bürgermeister Dr. Kálmán Szente. Den Ehrenpreis der Branauer Komitatsselbstverwaltung teilten sich die Tanzgruppen Mrvice und die des Valeria Koch Schulzentrums.

Die Saarer Jugendtanzgruppe unter Peter Schweininger erhielt den Ehrenpreis des Komitates Weissenburg aus den Händen des Vorsitzenden Johann Fuchs. Der Extrapreis des Komitates Pesth wurde von Magdolna Marlok-Cservenyi an die Tanzgruppe Rosmarein aus Taks überreicht. Der Ehrenpreis der Städtischen Selbstverwaltung ging an die Tanzgruppe der Pannonia Grundschule.

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Dann wurden die Festivalpreise übergeben.

Der LdU wurden folgende Tanzgruppen für die Gala der Landesselbstverwaltung vorgeschlagen:

Für das Jahr 2018 die Tanzgruppe des Valeria Koch Schulzentrums und die Tanzgruppe aus Taks. Für den Auftritt im Jahr 2017 die Mrvice Kindertanzgruppe aus Mohatsch und für das Jahr 2016 die Kindervolkstanzgruppe aus Nimmesch. die auch den Festivalpreis (mit einem Geldbetrag dotiert) zugesprochen bekam. Dort können Sie sich alle vom Können dieser jungen Tänzer überzeugen.

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Die Urkunden für die erfolgreiche Teilnahme wurden vom Vorsitzenden des Landesrates László Kreisz persönlich überreicht, der Vorsitzende der Jury und der Sektion Volkstanz des Landesrates Gábor Agárdi assistierte dabei. Neben den Urkunden erhielten alle Tanzgruppen das von Ibolya Bura veröffentlichte Buch A népművészet napszámosa. Keszler Mária életútja es írásai in dem der Lebensweg der 90-jährigen Volkstänzerin, Folkloristin, Tanzpädagogin und Choreographin Maria Keszler – mit zahlreichen Dokumenten aus der Tanzbewegung – nachgezeichnet wird.

In seiner kurzen Rede an die Tanzgruppenleiter erläuterte László Kreisz die schwierige Arbeit der Jury und bedankte sich dafür, dass alle Tanzleiter die an sie gerichteten Worte bei den Vorentscheidungen berücksichtigt hatten, was sich auch in den Leistungen ihrer Schützlinge zu sehen war. An diesem Tag gab es keine Ersten oder Zweiten sondern nur sehr Gute und einige noch etwas Bessere.

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Wir gratulieren allen, die an diesem Fest teilgenommen und damit bewiesen haben, auf welch hohem Niveau bereits in den Kinderstufen getanzt wird. Wir danken allen, die mitgewirkt hatten, damit dieses Tanzfest zustande kommen konnte. In erster Linie den Tanzgruppen, ihren Leitern und Lehrern, sowie den Eltern der Kinder, die einen nicht unwesentlichen Beitrag dazu geleistet hatten. Unser besonderer Dank geht an Frau Magdolna Marlok-Cservenyi für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sowie die große Unterstützung, die wir vom LandesratForum für unsere Arbeit von ihr erhielten.

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Das Galaprogramm wurde von der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, der örtlichen und der Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung unterstützt, die auch die Arbeit vor Ort ganz hervorragend gelöst haben. Unterstützung kam auch vom Ministerium für Humanressourcen, der nationalen Kulturstiftung (NKA) und dem BMI bzw. nicht zuletzt vom Landesrat der ungarndeutschen Chöre, Kapellen und Tanzgruppen.

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Nur eine kurze Anmerkung am Rande: Im Bereich der Tanzkultur scheint bei den Deutschen in Ungarn alles in Ordnung und der Nachwuchs gesichert zu sein. Aufgrund der deutschen Sprache kamen mir Zweifel. Untereinander sprachen die Kinder, die ja im Kindergarten und in der Schule am Deutschunterricht teilnehmen, fast ausschließlich ungarisch. Sollte es nicht unser Bestreben sein, unsere Kinder zu veranlassen auch außerhalb der Schule und untereinander Deutsch zu sprechen – und wenn es nur dazu dient die Deutschkenntnisse zu festigen. Ohne Übung geht es nicht. Wenigstens wurden die Ansprachen und die Ansage zum Programm auf Deutsch gehalten.

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Fotos und Text: Manfred Mayrhofer (LandesratForum)

Magyarwechsle die Sprache

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