Der „Integrationswunder“

Quelle: Zentrum

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Angekommen. Die Integration der Vertriebenen in Deutschland ist eine Sonderausstellung bis dem 20. September im Donauschwäbischen Zentralmuseum zu sehen.

Millionen deutscher Flüchtlingen und Vertriebenen aus dem östlichen Europa strömten seit Ende des Zweiten Weltkriegs ins zerstörte Deutschland. Die Einheimischen kämpften mit eigenen Problemen und begegneten ihnen häufig mit Misstrauen und Ablehnung. Dass die Integration der Heimatvertriebenen eine Erfolgsgeschichte und die Pflege ihres Kulturguts fester Bestandteil deutscher Identität werden würde, daran glaubte anfangs kaum einer.

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Die Ausstellung erinnert an den langen und schwierigen Weg zum „Integrationswunder“. Der Alltag in Flüchtlingslagern, Konflikte zwischen „Alt- und Neubürgern“, die Spannung zwischen Rückkehrhoffnung und Neubeginn, das Bundesvertriebenengesetz und der Lastenausgleich sind ebenso Thema wie der Umgang mit Flucht, Vertreibung und Integration heute.

Das DZM ergänzte die Wanderausstellung des Zentrums gegen Vertreibungen um Objekte aus der eigenen Sammlung. Sie richten den Blick auf donauschwäbische Erfahrungen vom Ankommen in Ulm und Umgebung, aber auch auf die Entstehung donauschwäbischer Hilfsorganisationen und politischer Interessenvertretungen.

Die Besucher der Ausstellung können durch Einzelschicksale den Weg der Vertriebenen zur Aufnahme in die Gesellschaft verfolgen. Bemerkenswert ist die Geschichte einer Ulmer Kunstlehrerin, die sofort nach dem Krieg eine Werkstatt einrichtete, in der vorwiegend Flüchtlinge und Vertriebene Arbeit fanden.

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Aus den Informationstafeln der Ausstellung kann man auch den historischen Kontext kennen lernen, zum Beispiel dass in den einzelnen Besatzungszonen Deutschlands die neu Angekommenen sehr unterschiedlich behandelt worden sind. Die Franzosen nahmen beispielsweise zuerst überhaupt keine von denen auf, auch deshalb hatte Ulm, die nahe der Grenze der US- und der französischen Zone lag, eine besonders wichtige Rolle. Die Lösung der Flüchtlingsfrage wird auch dargestellt: es wird sowohl auf das Lastenausgleichs- als auch das Bundesvertriebenengesetz, sowie auf die erfolgreiche Tätigkeit des Suchdienstes hingewiesen.

Das Museum organisiert spezielle Führungen und museumspädagogische Beschäftigungen für Schulen. Die Schulkinder haben die Möglichkeit, sich mit Hilfe von Zeitzeugenaussagen mit dem Thema auseinandersetzen und selbst die Frage beantworten, was für sie bedeuten würde, wenn sie ihre Heimat verlassen müssten.

Die Ausstellung wurde von der Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen zusammengestellt, sie wird präsentiert vom Bund der Vertriebenen. Die Präsentation der Ausstellung wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern.

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung jeweils Sonntag, 14 Uhr am:
28. 06., 12. 07., 26. 07., 09. 08. und am 23. 08. 2015.
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István Mayer
Nach dem Artikel der Südwest Presse

Die Webseite des Museums >>>
Bericht der Südwest Presse über die Ausstellung >>>

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