Das Widergeben interkultureller Kompetenzen

Quelle: Zentrum

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Die Deutsche Selbstverwaltung Budapest und die Deutsche Selbstverwaltung des Komitates Pest veranstalteten am 25.09.2015 im Deutschen Nationalitätengymnasium eine Feier zum Anlass des Europa-Tages der Deutschen in Budapest. Gleichzeitig wurde die Schuljahreseröffnung der Schulen und Kindergärten mit Nationalitätenunterricht in Budapest und der Region Nord gefeiert.

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Der feierlicher Nachmittag wurde von dem Kammerchor der Gastgeberschule mit der Ungarndeutschen Hymne eröffnet. Anschließend hielten Dr. Heinz-Peter Behr, der deutsche Botschafter, der Stellvertretender Staatssekretär des Ministeriums für Humanressourcen Attila Fülöp und der Parlamentsfürsprecher der Ungarndeutschen Emmerich Ritter die Eröffnungsreden.

Dr. Heinz-Peter Behr sprach in der Hauptrede von Herausforderungen. Zum einen ging es um die hohen schulischen Anforderungen, bei welchem der volle Einsatz der Schüler erfordert wird. Zum anderen ging es um die Herausforderungen an Europa. Die Herausforderung Europas ist es, sämtliche Staaten zusammenzuschließen und Kriege und Konkurrenzdenken hinter sich zu lassen. Die verschiedenen nationalen Interessen können nur durch gegenseitiges Verständnis ausgeglichen werden. Und genau diesen Punkt vermitteln auch die Nationalitätenschulen, denn das Kombinieren zweier Kulturen bildet die Grundbasis für spätere interkulturelle Kompetenzen.

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Attila Fülöp sprach über die große Bedeutung der Familie und der Gemeinschaft. Er erklärte, dass der Zusammenhalt der Gesellschaft wichtig sei und wie nah Ungarn mit den Nationalitätenschulen an den Ungarischen Traum heranreicht.

Emmerich Ritter präsentierte die Gegenwart und die Zukunft der Kulturvereine und Kulturprogramme. Der Fortschritt der letzten Jahre weise auf eine blühende Zukunft der interkulturellen Kompetenz hin. Wenn die verschiedenen nationalen Interessen der dreizehn in Ungarn lebenden Nationalitäten weiterhin so akzeptiert und anerkannt werden wie bisher, so verdreifachen sich die Kulturprogramme und Kulturvereine in den nächsten Jahren.

Im Anschluss an die drei Reden wurden Auszeichnungen an Lehrer der Deutschen Nationalitätenschulen Preise für ihr Engagement und ihren Fleiß in der Schule verliehen. Die rangige Auszeichnung „Deutschlehrer des Jahres 2015” wurde an Mehreren verliehen.Den von der Deutschen Selbstverwaltung Budapest gegründeten Preis „Deutschpädagoge des Jahres 2015“ erhalten heuer vier Deutschlehrerinnen aus der Hauptstadt: Frau Mária Fodor-Leidinger (Ferenc-Medgyessi-Nationalitätengrundschule), Frau Ildikó Fehér-Istóczki (Blanka-Teleki-Grundschule), Katalin Túri (Deutsche Nationalitätengrundschule Árpád) und Mónika Farkas  (Deutsches Nationalitätengymnasium). Aus dem Komitat Pest erhielten Frau Mónika László (Wudersch/Budaörs), Ilona Balog (Paumasch/Pomáz), Frau Anna Versánszki (Harast/Dunaharaszti) und Frau Katalin Ruttersmid (Hartian/Újhartyán) die Auszeichnung. Oftmals wurden die Auszuzeichnenden von den Schülern vorgeschlagen und bei dem Erhalt der Preise unterstützt.

Nach den feierlichen Übergaben der Auszeichnungen fingen die vorbereiteten vielseitigen Aufführungen der Schüler an. Den Anfang machten Nikolett Puhl und Norbert Fodor aus der Medgyessy-Ferenc-Grundschule im III. Bezirk mit einem Ausschnitt aus Loriot`s Feierabend. Danach führte die Klasse 3. C der Teleki-Blanka-Grundschule im XI. Bezirk das „Fliegerlied” musikalisch und tänzerisch vor.

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Als nächstes trugen Schüler der Árpád Deutschen Nationalitätengrundschule im XXII. Bezirk das Gedicht „Die Schwäbsche Eisebahne” und die Lieder „Im Märzen der Bauer” und „Grüß Gott du schöner Maien” vor. Hiernach folgten die zwei ungarndeutschen Volkslieder „Solang ich jung und lebendig bin” und „Ein Schäfermädchen ging ins Grüne” und das Gedicht „Drachenabenteuer” von der Hartianer Deutschen Nationalitätengrundschule. Zum Schluss zeigte die Klasse 11. BD des Deutschen Nationalitätengymnasiums zwei Tänze, einmal „Radinka Polka” und danach „Kirtag-Polka”.

Judit Bárkányi, die Vorsitzende der Deutschen Selbstverwaltung Budapest beendete offiziell den Europa-Tag der Deutschen in Budapest und lud alle herzlich zum Büffet ein, um sich unterhalten und austauschen zu können und gemeinsam den ereignisreichen Abend entspannt und schön ausklingen zu lassen.

Fee Dorina Dutombé
Fotos: László Bajtai

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