Es sollen nachhaltige Projekte gefördert werden

Quelle: Zentrum

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Zwischen dem 15. und 18. September besuchte Uwe Stiemke, Vorstandsvorsitzender der Gemeinnützigen Hermann-Niermann-Stiftung Ungarn, um sich über die laufenden Förderprojekte der Stiftung persönlich zu informieren.

Die 1977 gegründete Stiftung ist nach dem Düsseldorfer Kaufmann und Industriellen Hermann Niermann (1905-1985) benannt. Sie ist gemeinnützig und unterstützt die Minderheiten in Europa. Gefördert werden soziale, kulturelle und Bildungseinrichtungen, sowie wissenschaftliche Institutionen.

Zwischen 1998-2015 wurden in Ungarn 127 Maßnahmen mit 5,6 Millionen Euro gefördert. Unterstützt wurden z.B. Bauprojekte des Evangelischen Daniel-Berzsenyi-Lyzeums in Ödenburg, des Ungarndeutschen Bildungszentrums in Baje,  aber es wurden auch Kindergärten mit Möbeln ausgestattet, oder eine Bibliothek für das Gandhi Gymnasium in Fünfkirchen eingerichtet. Im Jahre 2015 wird Ungarn mit 84.850 Euro gefördert. Aus den Mitteln werden wertvolle Bücher in der Bibliothek des Berzsenyi Lyzeums restauriert, Fortbildungen für Pädagogen organisiert, die Zeitschrift Barátság gefördert und das deutschsprachige Kinderzentrum in Wudigeß saniert.

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Auf der Reise besuchte Herr Stiemke zusammen mit der Repräsentantin der Stiftung in Ungarn Maria Herczeg-Kóthy das Berzsenyi Lyzeum. Sie wollten sich persönlich erkundigen welche Maßnahmen bezüglich der Bibliothek getroffen werden müssten, denn die derzeitigen Umstände gefährden die kosbaren und teils schon restaurierten Bücher. Sie wurden auch von den Mitgliedern der Deutschen Selbstverwaltung in Ödenburg empfangen und besichtigten den neuen Deutschklub.
In Kroisbach diskutierten sie über den Plan ein Schullandheim zu errichten, wofür sich eine alte Wassermühle hervorragend eignen würde.
Die Stiftungsvertreter besuchten auch Wudersch bzw. trafen Ungarndeutsche in Wudigeß und machten sich über die Situation der Nationalität in Ungarn ein Bild.

Beim Treffen mit Imre Ritter, dem Fürsprecher der Ungarndeutschen im Parlament wurde über die politische Situation der Nationalitäten eine Diskussion geführt bzw. bei Otto Heinek, dem Vorsitzenden der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen informierten sie sich über förderungswürdige Projekte.

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Im Haus der Ungarndeutschen wurde eine Gesprächsrunde vom Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrum organisiert. Direktorin Monika Ambach stellte die Tätigkeit des Zentrums bzw. das Nachrichtenportal Zentrum.hu vor. Johann Schuth, Chefredakteur der Neuen Zeitung sprach über das Wochenblatt der Ungarndeutschen. Eva Mayer, die verantwortliche Redakteurin von Barátság berichtete über die Lage der Zeitschrift. Artúr Beck, Geschäftsführer vom HdU nahm am Treffen ebenfalls teil, und die Anwesenden diskutierten auch darüber wie das Gebäude behindertengerecht gemacht werden könnte.

Uwe Stiemke betonte, dass Ungarn ein wichtiges Förderungsland für die Stiftung sei, und man mit den ungarischen Partnern gute Erfahrungen gemacht habe.

Die Gemeinnützige Hermann-Niermann-Stiftung möchte auch in der Zukunft ein Förderer der in Ungarn lebenden Nationalitäten bleiben, wobei sie nachhaltige Projekte unbedingt weiterhin unterstützen möchte.

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