„Kellerei des Jahres“

Quelle: Neue Zeitung

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Auszeichnung für die Familie Frittmann

Es gibt Namen in der ungarischen Weinproduktion, die sich in Fachkreisen großer Bekanntheit erfreuen. Zu denen gehören zahlreiche deutsche Namen, deren Träger Nachkommen der ehemaligen deutschen Kolonisten sind. Das Erbe der fleißigen Bauern, die die Erde mit mühsamer Arbeit fruchtbar gemacht haben, lebt also weiter.

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Als Ergebnis der über Generationen vererbten Fachkenntnisse und der heutigen modernen Technologie sind wir vielerorts Zeugen eines neuen Wunders: Ungarn ist wieder Spitzenreiter in der europäischen Weinproduktion.

Die diesjährige Auszeichnung „Kellerei des Jahres“ wurde der Soltvadkerter Familie Frittmann verliehen. Die Urkunde und die Plakette der Ungarischen Weinakademie wurden am 8. September im Binnenhof der Kellerei übergeben. Die Statue, die diese Anerkennung den Besuchern zur Kenntnis bringt, darf ein Jahr lang am Haupteingang des Kellers stehen.

„Es ist eine große Ehre für Soltvadkert und sogleich für das Weingebiet Kunság“, betonten die Festredner in ihrem Grußwort. Man muss beweisen, dass diese Landschaft zwischen Donau und Theiß zwar einen hauptsächlich sandigen Boden hat, aber trotz der oft ungünstigen Klima- und Bodenverhältnisse eine gute Qualität erzielen und herstellen kann. Die Auswahl der entsprechenden Sorten und Methoden kann zum Erfolg führen.

Die Kellerei wird von zwei Familien verwaltet: die Gebrüder István und János Frittmann sind als Kinder in den Weinanbau hineingewachsen. Sie haben ihre GmbH im Jahre 1998 gegründet. Neben und hinter beiden Männern stehen natürlich ihre Frauen und die vier Kinder, die sowohl in der täglichen Praxis als auch im Marketing tätig sind. Wie eine der Töchter, Firmenmanagerin Anita Frittmann, formulierte, sei ihnen der Zusammenhalt der Familie sowohl in persönlicher als auch in wirtschaftlicher Hinsicht sehr wichtig. Die Pflege der Familienkontakte ist auch deshalb unentbehrlich, weil es in der Verwandtschaft zahlreiche Weinbauern und Weinproduzenten gibt, die ständige Beratung und Hilfe benötigen. Die GmbH baut auf etwa 50 Hektar Wein an, aber diese Ernte reicht für die Kapazität der Kellerei nicht aus: sie kaufen die Ernte ihrer Partner auf. Für die ständig gute Qualität sind jedoch Kurse, Vorträge und Weinproben unentbehrlich. Der Vorsitzende der örtlichen Berggemeinde, János Frittmann, muss auch dafür sorgen.

Als Erbe der schwäbischen Ahnen müssen neben Fleiß noch Sprachkenntnisse genannt werden: Die junge Generation spricht das fast verlernte Deutsch wieder gut, und das bezieht sich natürlich auch auf die Fachsprache. Auf der Palette der Weinproduktion der Firma sind die alten Soltvadkerter Sorten die ersten: Tausendgut, Blaufränkischer, Merlot, Kadarka und Kövidinka bilden das Rückgrat ihres Sortiments. Neben denen kommen natürlich auch die neueren Sorten zu Wort wie Cserszegi Fűszeres, Bianca und Generosa.

Die Kellerei produziert außer Tafelwein- und Qualitätsweinsorten auch Besonderheiten, die im Weingebiet „Kunság“ wirklich zu den echten Kuriositäten zählen. So gehören die Spätlese von Tausendgut und die Barrique-Weinsorten unbedingt zu dieser Gruppe.

Kurz und gut: Es ist erfreulich, einen neuen, ungarndeutschen Botschafter  des heimischen Weines bekommen zu haben!

Lajos Káposzta

Magyarwechsle die Sprache

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