Tragbare Marienstatue an Tschikri

Quelle: Zentrum

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Tschikri/Csikéria liegt an der serbischen Grenze, wo seit Anfang des 19. Jahrhunderts Ungarn, Bunjewatzen und Deutsche friedlich nebeneinander wohnen.

Eine Deutsche Selbstverwaltung in Tschikri wurde erst 2002 gegründet, die seitdem ununterbrochen unter dem Vorsitz von Hans Koch tätig ist. Sie gründeten eine Tanzgruppe, sind bestrebt, die Traditionen an die Jugend weiterzugeben. 2006 ließen sie eine Gedenktafel an der Wand der Grundschule zum Andenken an die Vertreibung vor 60 Jahren errichten.

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Im Mai dieses Jahres beschloss die Deutsche Selbstverwaltung, für die Kirche und für die Einwohner der Gemeinde zum Andenken an die 1945 zum Malenkij Robot Verschleppten und dort Verstorbenen eine tragbare Marienstatue zu spenden. Die Statue soll zugleich zum Gedenken an die 1946 verschleppten 55 ungarndeutschen Familien des Dorfes – zahlenmäßig 235 Personen – dienen.

Der Initiator, Hans Koch musste die Verschleppung auch miterleben, seine Mutter konnte mit ihm fliehen, als sie in Bácsalmás einwaggoniert wurden.

Die Muttergottesstatue wurde am 5. Juli vom Pfarrer Csaba Šálek eingeweiht. Der Himmel der Trage wurde nach der 1929 eingeweihten St. Stephan-Kirche der Gemeinde abgebildet.

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Die Statue wird in Zukunft bei Festlichkeiten und Prozessionen gemeinsam von allen drei Nationalitäten herumgetragen.

Andrea Knoll-Bakonyi

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