Florian Kührer-Wielach ist neuer Direktor von IKGS

Quelle: IKGS

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Florian Kührer-Wielach neuer Direktor des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU München

Der Historiker Dr. Florian Kührer-Wielach leitet ab 1.10.2015 das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Der bisherige kommissarische Direktor, Hon.-Prof. Dr. Konrad Gündisch, tritt in den Ruhestand.

 

Die Kuratoriumsvorsitzende des IKGS e. V. und Leiterin des Referats „Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa“ bei der Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien, Dr. Nicole Zeddies: „Die durch den Bund auf der Grundlage des § 96 Bundesvertriebenengesetz geförderten Forschungsinstitute leisten einen bedeutenden Beitrag zur Verankerung der Erforschung deutscher Kultur und Geschichte im östlichen Europa im universitären und außeruniversitären Bereich. Dies hat der Wissenschaftsrat 2013 ausdrücklich gewürdigt. Wir freuen uns, dass mit Dr. Florian Kührer-Wielach ein junger, hochqualifizierter und auch international hervorragend vernetzter Wissenschaftler die Leitung des IKGS übernimmt, um die erfolgreiche Ausrichtung der Arbeit des Instituts an aktuellen Fragestellungen weiter voranzubringen.“

Migration, Flucht und Vertreibung zentrale Themen
Der Auftrag des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas ist es, gesellschaftliche Entwicklungen wissenschaftlich zu erfassen und zu begleiten. „Der Themenkomplex Migration, Flucht und Vertreibung ist – leider – aktueller als je zuvor und wird uns auch am IKGS beschäftigen. Gerade im Donau-Karpaten-Raum finden wir aber auch Beispiele der gelungenen Koexistenz, die es darzustellen gilt“, betont Kührer-Wielach.

„Unsere Stärke ist es, an der Schnittstelle von Wissenschaft und Zivilgesellschaft arbeiten zu können.“
Ein weiterer Schwerpunkt des IKGS ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, aber auch die breitenwirksame Vermittlungsarbeit. Gemeinsam mit Partnern in Deutschland und ganz Europa soll die Vielfalt des Donau-Karpaten-Raums und die Rolle, die die deutsche Kultur dabei spielt, präsentiert werden. „Dabei dürfen aber auch die dunklen Kapitel nicht ausgespart werden“, betont Kührer-Wielach. „Wichtig ist es jedoch, nicht nur über Menschen zu reden, sondern mit ihnen in einen Dialog zu treten. Darum sehe ich neben Forschungseinrichtungen in Deutschland und ganz Europa vor allem Vertreter der Zivilgesellschaft – Vereine, Verbände und NGOs – als unsere Partner. Unsere Stärke ist es, an der Schnittstelle von Wissenschaft und Zivilgesellschaft arbeiten zu können.“

Zur Person
Der Historiker und Romanist Florian Kührer-Wielach (*1982) ist seit 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter des IKGS und fungierte seit 2014 als Stellvertreter des Direktors. Davor war er Assistent am Initiativkolleg für Europäische Historische Diktatur- und Transformationsforschung an der Universität Wien und Stipendiat am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz. In seiner wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt sich Kührer-Wielach, der in Österreich geboren und aufgewachsen ist, mit rumänischer und rumäniendeutscher Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert, Regionalität und Regionalismus, Transformationsgeschichte Ostmittel- und Südosteuropas, Diskursforschung und der Geschichte der Geschichtsschreibung. Kührer-Wielachs 2014 als Buch erschienene Dissertation über Rumänien in der Zwischenkriegszeit wurde mit mehreren Preisen, darunter der Danubius Young Scientist Award 2015, ausgezeichnet. Stellvertreterin des Direktors wird die Germanistin und Kulturwissenschaftlerin Dr. Enikő Dácz, die seit 2014 am IKGS tätig ist.

Neuausrichtung seit 2013
Kührer-Wielachs Vorgänger Konrad Gündisch hatte nach seiner regulären Pensionierung als stellvertretender Direktor des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE) in Oldenburg im Oktober 2013 für zwei Jahre die kommissarische Leitung des IKGS übernommen. Bereits unter der Leitung von Gündisch hat das IKGS begonnen, wissenschaftlich-programmatisch, publizistisch und kommunikativ neue Akzente zu setzen. Meilensteine seiner Amtszeit waren unter anderem der Relaunch der vom IKGS herausgegebenen Zeitschrift „Spiegelungen. Zeitschrift für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas“ und die Platzierung der wissenschaftlichen Buchreihe des IKGS im Programm des Verlags Friedrich Pustet.

Über das IKGS
Das IKGS wurde 2001 als Forschungseinrichtung gegründet. Seit 2004 hat es den Status einer wissenschaftlichen Einrichtung an der LMU München. Das Institut wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags institutionell gefördert.

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Das Motto des IKGS – „Bewahren, Erforschen, Vermitteln“ – spiegelt die vielfältigen Tätigkeitbereiche der Einrichtung wider: neben der Forschungs- und der Vermittlungsarbeit widmet sich das IKGS der Sicherung und Dokumentation historischer Quellen. Im IKGS-Archiv befinden sich Vor- und Nachlässe bedeutender Schriftsteller, darunter der Vorlass des Schriftstellers Richard Wagner und in Kürze der Nachlass des aus der Bukowina stammenden israelischen Lyrikers Manfred Winkler. In Zukunft werden digitale Möglichkeiten der Sicherung und Präsentation des Kulturerbes eine größere Rolle spielen.

Weitere Informationen und Rückfragen:
Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas
an der Ludwig-Maximilians-Universität
München 
Halskestraße 15, 81545 München
Tel. : +49 (0) 89 – 78 06 09 0
E-Mail:  ikgs@ikgs.de

Website: www.ikgs.de

Facebook: www.facebook.de/ikgseV

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