„Für Kreßtur“ an Karl Altziebler

Quelle: Neue Zeitung

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Den Preis „Rákoskeresztúrért“ (Für Kreßtur) erhielt Karl Altziebler, der von 1995 bis zu den Wahlen 2014 als Vorsitzender der Ungarndeutschen Selbstverwaltung im XVII. Budapester Bezirk tätig war. Der Preis wurde von der Bezirksselbstverwaltung einstimmig verliehen, er wurde ihm im Rahmen einer würdigen Feierstunde am 23. Oktober von Bürgermeister Levente Riz überreicht.

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Das alte Kreßtur, wo seit dem 18. Jahrhundert evangelische Deutsche und Slowaken, katholische Slowaken und Polen zusammenlebten, wurde Ende der 70er Jahre endgültig zerstört (wie Altofen, Sachsenfeld oder Promontor). Hochhäuser wurden errichtet, die Urbewohner mussten in andere Bezirke umziehen. Unter ihnen war auch Karl Altziebler, der sogar in der Baufirma arbeitete, die das „sozialistische Kreßtur“ errichtete. Er siedelte nach Steinbruch um, trat aber 1994 bei den Minderheitenwahlen im XVII. Bezirk an und gründete die Deutsche Selbstverwaltung, die die Interessen der wenigen verbliebenen deutschen Ureinwohner in Kreßtur wahrzunehmen und ihren Zusammenhalt zu stärken versuchte. Bei der Entschädigung hat Altziebler den Betroffenen Auskünfte erteilt. Er hat die Geschichte über die Verschleppung der Ungarndeutschen von Kreßtur 1945 in die Sowjetunion im Kreise der Bevölkerung bekannt gemacht. Im Gedenken an den 50. und 60. Jahrestag wurde jeweils ein Buch über das tragische Ereignis veröffentlicht. Sogar in Kál-Kápolna, wohin die Verschleppten aus Kreßtur, Iklad oder Wetschesch getrieben und wo sie einwaggoniert wurden, verewigt eine gemeinsame Gedenktafel das Andenken an das tragische Ereignis. Er hat das Erscheinen des Buches mit dem Titel „Rákoskeresztúri Evangélikus Egyházközség Története“, in dem die deutsche Besiedlung vor 250 Jahren detailliert dokumentiert wurde, unterstützt. Er arbeitete mit der Ethnographin Dr. Marietta Boros am Buch „Volkskunde der Ungarländischen Nationalitäten“ (erschienen 2005) in Bezug auf Rákoskeresztúr zusammen. Er hat durch seine Nachforschungen an der Herausgabe des Gedenkbuches von Rákoskeresztúr 2006 mitgewirkt.

1998 hat er die Errichtung einer Gedenktafel zur Erinnerung an die verstorbenen Soldaten des Zweiten Weltkrieges und an die in die Sowjetunion verschleppten Bürger angeregt. 1998 wurde auf Vorschlag der Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung in drei Schulen mit der deutschen Nationalitätenausbildung begonnen. Zurzeit sind bereits mehr als 300 Kinder daran beteiligt. 2011 wurde mit Hilfe der Nationalitätenselbstverwaltung auch im Kindergarten die deutschsprachige Ausbildung eingeführt.

Als traditionspflegende Veranstaltungen wurden der Schwabenball, das Oktoberfest, der Nationalitätentag oder der Martinstag organisiert.

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