Deutsche Geschichtsstunde im Haus der Ungarndeutschen

Quelle: Zentrum

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Bei der vergangenen Zentrum-Veranstaltung konnten die Interessenten im Rahmen einer Doppelveranstaltung zwei historische Ereignisse aus dem 19. und 20. Jahrhundert eingehender kennenlernen. Der 2. Dezember erwies sich auch als ein besonderer Tag der Kooperation. Denn die Ausstellung verwirklichte das Ungarndeutsche Kultur- und Informationszentrum in Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft Budapest, und der Vortrag kam mit Hilfe des Landesrates der ungarndeutschen Chöre, Kapellen und Tanzgruppen bzw. der Lóránd Eötvös Universität zustande.

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Vor 25 Jahren erfolgte die Wiedervereinigung Deutschlands. Aus diesem Anlass wurde die Ausstellung Der Weg zur Deutschen Einheit im HdU eröffnet. Claudia Walpuski, die Pressereferentin der Deutschen Botschaft erläuterte in ihrer Eröffnungsrede markante Wendepunkte der Geschichte der BRD und der DDR, die an den 24 Plakaten veranschaulicht werden. Sie hob die Besonderheit vor, dass die von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Auswärtigen Amt zusammengestellte Ausstellung von der Botschaft in Budapest um vier weitere Plakate, die die Rolle Ungarns behandeln, erweitert worden sei.

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Außer den Texten sind mehr als 150 Fotos zu sehen, die die Geschichte lebendig machen. Die Ausstellung ist für jede Altersklasse zu empfehlen, besonders für die jüngere Generation, die vielleicht das Wenigste über diese Periode weiß. An den Plakaten gibt es auch verschiedene Links, mit Hilfe eines Smartphones können die Besucher auch auf Videopodcasts zugreifen, in denen Zeitzeugen auf diese turbulente Epoche zurückblicken.

Im zweiten Teil des Abends widmete man sich der Revolution von 1848, die ganz Europa bewegte, natürlich auch Deutschland. Prof. Dr. Hermann-Josef Scheidgen, Privatdozent der Universität Bonn befasste sich in seinem Vortrag Die Flucht aus Deutschland mit Revolutionären als politische Emigranten in der Schweiz, in Frankreich, England und Amerika.

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Der Professor stellte zwei Revolutionäre, Lorenz Brentano und Friedrich Hecker dar, die die bekanntesten sind. Diese Männer hatten ganz unterschiedliche Leben, aber kämpften für ein gemeinsames Ziel: für die Freiheit Deutschlands. Brentano, als Politiker hatte bessere Chancen als Hecker, der in den 1840er Jahren sein Studium kaum erst begann. Die Reise durch ihr Leben zeigte, wie schwer es war vereinigt zu kämpfen. Diesen Kampf verloren sie trotz der großen Unterstützung, so mussten sie im Exil leben. Prof. Dr. Hermann-Josef Scheidgen erklärte viele weniger bekannte Fakten über die deutsche Revolution durch Brentano‘s und Lorenz’ Leben, worauf auch seine anwesenden Kollegen Prof. Dr. Gábor Adriányi, ehemals Lehrstuhlleiter an der Universität Bonn bzw. Doktorvater Scheidgens, und Prof. Dr. Gábor Erdődy Lehrstuhleiter für Neuere Geschichte an der Eötvös Loránd Universität reflektierten.

Die Veranstaltung Deutsche Geschichtsstunde bot eine gute Möglichkeit für den Meinungsaustausch über historische Ereignisse in Deutschland sowie Ungarn.

Die Ausstellung wird bis Ende Januar im Haus der Ungarndeutschen zu sehen sein.

Viktória Nagy

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