„Schulbibliotheken sollen als Zentren für den Unterricht dienen!“

Quelle: LdU

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Das Fünfkirchner Valeria-Koch-Bildungszentrum erhielt österreichische Büchersammlung als Spende

„Wenn Schüler nicht zu den Büchern kommen, sollen eben die Bücher zu den Schülern gehen“ – diese Meinung vertritt der Österreicher Heinz Bernart, dem das Fünfkirchner Valeria-Koch-Bildungszentrum und das im Rahmen des Bildungszentrums fungierende Ungarndeutsche Pädagogische Institut (UdPI) neuerdings eine Österreichbibliothek zu verdanken haben. Die Sammlung enthält beinahe 250 Werke der österreichischen Kinder- und Jugendliteratur – unter anderem nagelneue Bücher, deren Inhalt und Aussehen dazu geeignet sind, Kinder und Jugendliche anzusprechen. Anfang Dezember wurde die Bibliothek feierlich übergeben.

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„Mein wichtigstes Anliegen ist, mich dafür einzusetzen, dass die deutschsprachige Literatur nicht untergeht“, sprach sich der pensionierte Lehrer, Spender der Österreichbibliothek über seine Motivation aus. „In diesem Sinne waren wir mit meinem Verein seit den 80ern in ganz Österreich unterwegs und haben in zahlreichen Schulen moderne Bibliotheken und multimediale Zentren eingerichtet. Diese unsere Initiative basiert auf meinem Eindruck, dass sich die Jugend immer weniger für Bücher interessiert. Schulbibliotheken sollten aber meines Erachtens als Zentren für den Unterricht dienen!“

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Nachdem Heinz Bernart in seinem Heimatland vieles bewirkt hat, hat er sich zum Ziel gesetzt, sein Projekt auch über die Landesgrenzen hinaus auszubreiten. Mittlerweile gibt es in Tschechien 6, in der Slowakei 2 und in Ungarn 10 bilinguale Schulen, die er mit einer Österreichbibliothek ausgestattet hat.
 Den Kontakt mit Spender Bernart nahm bereits vor Jahren der mittlerweile in den Ruhestand getretene Direktor des UdPI, Dr. Gábor Frank auf. An der Feierstunde betonte er die Wichtigkeit des Lesens: „An unserem Bildungszentrum haben Initiativen, wie zum Beispiel Lesenächte, bereits eine Tradition. Wir sind seit den Anfängen bestrebt, den Schülern in spielerischer Form beizubringen, wie wichtig es ist, mit Lesen zu leben und täglich damit einzuschlafen.“

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Übernommen hat die Bibliothek der derzeitige Institutsleiter, Josef Weigert. „Diese Sammlung bildet einen wichtigen Teil unserer Schulbibliothek, die nicht nur unseren Schülern, sondern auch Schülern und Lehrkräften anderer Schulen zugänglich ist“, so Direktor Weigert. „Damit kann die Sprachförderung erzielt werden. Dazu trägt auch die Tatsache bei, dass ein jeder ein Buch dem Alter und Interesse entsprechend, und so auch Spaß am Lesen finden kann.“

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Davon, dass diese Bibliothek auf dem richtigen Platz ist, konnte sich auch Heinz Bernart überzeugen. Zu seiner Ehren gaben nämlich Schülerinnen und Schüler des Bildungszentrums ein kleines, musikalisch umrahmtes Programm, in welchem die deutsche Sprache einen würdigen Platz erhielt.

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