Über den Weltdachverband der Donauschwaben

Quelle: Zentrum

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie ein Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

Presseinformation des Weltdachverbandes der Donauschwaben

Der Weltdachverband der Donauschwaben informiert

Nicht alle unserer Landsleute wissen, dass es einen Weltdachverband der Donauschwaben gibt und welche Aufgaben er sich gesetzt hat. Auch welche der weltweit zerstreut bestehenden donauschwäbischen Verbände/Organisationen Mitglieder sind.

In den „Mitteilungen“ Ausgabe 15. August 1983 stand auf der Titelseite: „Eine historische Stunde“ Dachverband der Donauschwaben gegründet. Nach mehreren Vorgesprächen in Ulm, im Haus von Mathias Leh in Entre Rios 1981, in Stuttgart 1983 und nach umfangreicher Korrespondenz trafen sich am 10. Juli 1983 in Ulm 23 Vertreter donauschwäbischer Organisationen aus Nord- und Südamerika, Australien und Europa zur Gründung der Dachorganisation der Donauschwaben zusammen. Nachdem die Vertreter der Verbände ihre Meinungen vorgetragen hatten wurde die Gründung der Dachorganisation einstimmig beschlossen. Die Bundesvorsitzenden Christian Ludwig Brücker, Donauschwaben, Dr. Hans Sauter, Deutsche aus Ungarn und Josef Schmidt bzw. deren Vertreter wurden mit der Ausarbeitung einer Geschäftsordnung beauftragt. Wegen der weltweit zerstreuten Mitglieder wurde damals noch nicht an eine Satzung und den Eintrag in ein Vereinsregister gedacht.

Donauschwaben_logo_gross_bearbeitet

Die einstimmige Entschließung lautete unter anderem:

  1. Unser donauschwäbisches Gemeinschaftsleben zu stärken
  2. Das Augenmerk aller Gruppen und Organisationen auf unsere dringendsten Tätigkeiten zu richten.
  3. Die Tätigkeiten der den Dachverband tragenden Organisationen aufeinander abzustimmen.
  4. Erhaltung der Muttersprache (gemeint waren die Landsleute, die nicht im deutschsprachigen Raum lebten) und der Förderung des geistigen Erbes.
  5. Persönliche Begegnungen, wie Arbeitstagungen, Kulturveranstaltungen, Treffen und Gedenkfeiern.

Dies sind nur einige der Punkte, die auch heute noch ihre Gültigkeit haben. Viele der erarbeiteten Punkte waren Anfang der 80er Jahre noch aktuell, haben sich aber mit den Jahrzehnten erledigt.

Erster Präsident war der damalige Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Donauschwaben in Deutschland, Christian Ludwig Brücker. Nach dem plötzlichen Tod von Brücker, war man der Meinung, dass sein Nachfolger als Bundesvorsitzender automatisch auch Präsident des Weltdachverbandes sei. Es war eine Annahme, wurde so gehandhabt, entsprach aber nicht den Statuten einer Vereinssatzung. Man muss auch wissen, dass der Weltdachverband damals kein eingetragener Verein war und somit auch keine Satzung hatte.

Weitere Präsidenten waren: Jakob Dinges, Rudolf Reimann, Josef Jerger, Bernhard Krastl und derzeit ist es Stefan Ihas. So verschieden die Charaktere und Interessen der Präsidenten waren, so wurden auch die Aktivitäten gestaltet. Der eine legte Wert auf persönliche Begegnungen, der andere war wiederum mehr für politische Aktivitäten. Einer stellte den Weltdachverband auf juristische Beine. Will heißen es wurde eine Satzung erarbeitet, eine Geschäftsordnung und Finanzordnung erstellt und der Weltdachverband wurde als e. V. ins Vereinsregister eingetragen. Damit endete der lose Zusammenschluss als Dachorganisation.

Beim derzeitigen Präsidenten, Stefan Ihas, steht die Jugend und Kulturarbeit, d. h. Trachten- und Volkstumspflege im Vordergrund. Dazu wurden in den letzten Jahren zwei Seminare für Personen, die in der Volkstumspflege tätig sind, aus Kostengründen in Ungarn organisiert.

Ungarn auch deshalb, weil dort in den deutschen Vereinen und Orten das überlieferte donauschwäbische Kulturgut noch lebt und gepflegt wird. Über den Weltdachverband werden die gegenseitigen Besuche der Trachten- und Kulturgruppen von Übersee und nach Übersee koordiniert. Hierbei ist besonders Stefan Ihas aktiv. Im Jahre 2016 werden zwei Kulturgruppen nach Europa kommen. Die Donauschwäbische Blaskapelle aus Entre Rios/Brasilien bereist vom 10. Juli bis 01. August Deutschland, Österreich, Kroatien und Ungarn. Die Trachtengruppe des Deutschen Familienvereins aus Akron/USA gastiert vom 22. Juli bis 08. August in: Speyer, Mosbach, Crailsheim, Sindelfingen, Spaichingen Ulm und München, sowie in Wien/Österreich und in Kleinturwall/Biatorbagy/Ungarn.

Die Kulturgruppe der Landsmannschaft der Donauschwaben in Mosbach wird in den USA vom 29. Juli bis 22. August die Donauschwaben in Chicago, Milwaukee, St. Louis, Detroit, Cleveland, Cincinnati und Akron und in Kanada in Kitchener und Toronto besuchen.

Für dieses Jahr ist wieder so ein Seminar in Werischwar welches zehn Tage dauern soll geplant. Im Rahmen des 3. Welttreffens der donauschwäbischen Kulturgruppen, wie der offizielle Titel lautet, werden auch Rahmenprogramme, wie eine Bauernhochzeit, Schlachtfest, Besuch des sehenswerten Parlaments in Budapest usw. stattfinden. Am 31. Juli 2016 wird die Hauptversammlung des Weltdachverbandes mit Neuwahlen stattfinden.

Mitglieder im Weltdachverband sind nachfolgend aufgeführte donauschwäbische Verbände bzw. Organisationen: Hermann Becker Stiftung, Argentinien, Club der Donauschwaben, Australien, Agraria (Donauschwaben in Entre Rios), Brasilien, Landsmannschaft der Banater Schwaben e.V., Landsmannschaft der Donauschwaben e. V., Landsmannschaft der Sathmarer Schwaben e. V., Deutschland, Dachverband der Donauschwaben in Kanada, Deutscher Volksverband – Landsmannschaft der Donauschwaben in Kroatien, Donauschwäbische Arbeitsgemeinschaft, Österreich, Landesrat der ungarndeutschen Chöre, Kapellen und Tanzgruppen, Ungarn und der Verband der Donauschwaben in den USA. Die Landsleute bzw. deren Gruppierungen in Serbien, sowie die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen und die Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn gehören bislang der Dachorganisation nicht an.

Bemerkenswert ist dies bei der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn, denn gerade deren damaliger 1. Vorsitzender Dr. Sauter hatte die Gründungsversammlung maßgeblich mitgestaltet. Ferner sind die Organisationen der Banater Schwaben und Berglanddeutschen in Rumänien keine Mitglieder.

Dem derzeitigen Präsidium gehören an: Stefan Ihas, Präsident, Bernhard Krastl, Hans Supritz und Josef Jerger, Vizepräsidenten aus Deutschland. Weitere Vizepräsidenten sind: Alexander May, Österreich, Zorislav Schönberger, Kroatien, Anton Baumann, Kanada, Robert Filippi, USA und Jorge Karl, Brasilien. Kassenwartin ist Elisabeth Ziemer und Schriftführerin Anna Fernbach, beide Deutschland. Dem Präsidium gehöret aus jeder Mitgliedsorganisation ein Vertreter/Vertreterin der Jugend- und Trachtengruppen an. Pressereferent ist Manfred Mayrhofer, Ungarn und Kassenprüfer sind: Dieter Lütze, Österreich und Franz Fuss, Deutschland. Josef Jerger ist auch geschäftsführender Vizepräsident. Aus der Auflistung der Amtsträger ist ersichtlich, dass aus allen weltweit zerstreu bestehenden Mitgliedsorganisationen Personen im Präsidium vertreten sind. Der Weltdachverband finanziert sich aus den bescheidenen Mitgliedsbeiträgen, was ihm fehlt sind Zuwendungen und Spenden.

‚ger

Magyarwechsle die Sprache

Schlagwörter:

Zum Thema:

© 2004 - 2019 • Ungarndeutsches Kultur- und Informationszentrum, alle Rechte vorbehalten!
logo