Valeria-Koch-Preis – Die Ausgezeichneten des Jahres 2016

Quelle: LdU

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Dieses Jahr wurde zum 20. Mal der Tag der Ungarndeutschen Selbstverwaltungen am Jahrestag der Gründung der 1994 das erste Mal gewählten deutschen Nationalitätenselbstverwaltungen begangen. Die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) veranstaltete zu diesem Anlass ihr Galaprogramm am 9. Januar 2016 um 16.00 Uhr im Kodály Zentrum zu Fünfkirchen. In diesem Jahr wurde der Valeria-Koch-Preis zum dreizehnten Mal an ungarndeutsche Mittelschüler für ihre außergewöhnlichen schulischen Leistungen und ihre Tätigkeit im Nationalitätenbereich, bzw. an Hochschulabsolventinnen für ihre Diplomarbeit über ein ungarndeutsches Thema überreicht.

Dorottya Erb

Den Valeria-Koch-Preis erhielt Dorottya Erb, Schülerin des Fünfkirchner Valeria-Koch-Schulzentrums.

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Dorottya Erb stammt aus Großnaarad, die Grundschule besuchte sie in ihrem Heimatort und anschließend in Bohl, und hat nach der 8. Klasse das Valeria-Koch-Schulzentrum gewählt. Dorottyas kulturelles Engagement auf dem Nationalitätengebiet geht auf ihre kleine Kindheit zurück: damals schloss sie sich der Großnaarader Tanzgruppe an, in der sie immer noch mitmacht. Das Tanzen hat in ihrem Leben einen besonderen Stellenwert: mittlerweile trat sie auch der Leőwey Tanzgruppe bei, hat eine akkreditierte Tanzfortbildung absolviert, und choreographiert auch selber Tänze. Sie ist sowohl im Gymnasium, als auch in ihrem Heimatort aktiv und organisiert gerne deutsche Veranstaltungen mit. Sie möchte Grundschullehrerin für Deutsch als Nationalitätenfach werden.

Martin Surman-Majeczki

Der Valeria-Koch-Preis ging auch an Martin Surman-Majeczki, Schüler des Deutschen Nationalitätengymnasiums Budapest.

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Martin Surman-Majeczki lebt in Hartian, besuchte in seinem Heimatort die deutsche Nationalitätengrundschule, die seine ungarndeutsche Identität dermaßen mitverstärkt hat, dass er sich für das Deutsche Nationalitätengymnasium zu Budapest entschieden hat. Authentisch Ungarndeutsches aus Hartian in das Gymnasium zu transportieren, und das am Gymnasium Gelernte zu Hause nutzbar zu machen – das war und ist die Mission Martins.
Der hochengagierte junge Mann rief den Freundeskreis Schwäbischer Jugendlicher Hartian ins Leben, organisiert zahlreiche Programme mit, die Traditionelles mit dem Modernen verbinden, er gründete mit Freunden einen GJU-Freundeskreis, spielt in der Theatergruppe seiner Schule mit, dreht Filme mit ungarndeutschem Thema, veranstaltet Volkskundecamp und noch vieles mehr.
Seit 2014 ist er Mitglied der Deutschen Selbstverwaltung des Komitates Pesth.

Martin möchte in Fünfkirchen Deutsch als Nationalitätenfach und Geographie studieren, um einmal an einem deutschen Gymnasium unterrichten zu können.

Loretta Wágner

Mit dem Valeria-Koch-Preis wurde auch die Arbeit von Loretta Wágner, Schülerin des Deutschen Nationalitätengymnasiums Budapest anerkannt.

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Die deutschen Wurzeln von Loretta Wágner knüpfen sich an das Dorf Harast, wo sie Nationalitätenkindergarten und –grundschule besucht hat. Prägende Erlebnisse aus dieser Zeit war für sie die Begegnung mit der ungarndeutschen Volkstanzkultur. Als Schülerin des Budapester Deutschen Nationalitätengymnasiums wurde, bzw. wird sie immer noch jeden Tag in ihrer deutschen Identität gestärkt, was sie durch Stipendien im Ausland versucht, sprachlich und kenntnismäßig zu vervollständigen. Loretta beteiligt sich als Schülerin, GJU-lerin und als Mitglied des Vereins Junger Haraster Schwaben sehr gerne an diversen Veranstaltungen der deutschen Nationalität: wirkt an Filmdrehen mit, übernimmt verantwortungsvolle Aufgaben an Wurstfest, an Maibaumstellen, an Renovierung alter deutscher Soldatengräber, aber auch an der Jubiläumszeremonie ihres Gymnasiums.
Loretta möchte nach dem Abitur internationale Beziehungen studieren.

Eszter Rita Katona

Den Valeria-Koch-Preis erhielt auch Eszter Rita Katona, Studentin der Eötvös-Loránd-Universität zu Budapest.

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Eszter Rita Katona kommt aus dem 13. Bezirk in Budapest und wurde in der Familie zur Liebe zur deutschen Sprache und Kultur erzogen. Sie besuchte zweisprachige Grund- und Mittelschulen: die Pannonia Schule des 13. Bezirks, das Budapester Deutsche Nationalitätengymnasium, und anschließend das Werischwarer Schiller Gymnasium, wo sie das Abitur ablegte. In ihrer Schulzeit nahm sie gern und mit Erfolg an verschiedenen Wettbewerben teil und tanzte in einer deutschen Tanzgruppe.

Schon sehr früh begann sie sich, in Nationalitäten-Jugendorganisationen zu engagieren: zuerst im Verein Ungarndeutscher Kinder, und dann in der Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher, wo sie auch Multiplikator geworden ist.
Sie studierte an der ELTE Gesellschaftswissenschaften, und parallel dazu Germanistik mit Schwerpunkt Minderheitensprache als Hauptfach und Presse und Redaktion als Nebenfach. Ihr Bachelor-Studium schloss sie 2015 mit einer Diplomarbeit hohen Niveaus ab, in der sie die Erinnerungskultur der Ungarndeutschen in Sankt Iwan bei Ofen untersuchte. Nach der Masterbildung möchte sie Doktorandin werden.

Tekla Matoricz

Der Valeria-Koch-Preis ging auch an Tekla Matoricz, Studentin der Universität Fünfkirchen.

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Die Fünfkirchnerin Tekla Matoricz stammt aus einer Mischehe: ihre Mutter ist deutscher, ihr Vater kroatischer Abstammung – Sprache und Kultur zweier Nationalitäten wurden ihr somit praktisch in die Wiege gelegt. Nach einem kroatischen Kindergarten besuchte Tekla Grund- und Mittelschule im Valeria-Koch-Schulzentrum, wo sie zum ersten Mal der Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher begegnete. Nach langjähriger Mitgliedschaft ist sie seit 2013 Vorsitzende der Jugendorganisation. Als GJU-Präsidentin möchte sie den ungarndeutschen Jugendlichen ein demokratisches Grundverständnis sowie ein offenes Weltbild vermitteln, um sie dazu zu verhelfen, sich selbst- und identitätsbewusst für ihre Nationalität einzusetzen.

Tekla studierte Soziologie und hat ein Thema für ihre Diplomarbeit genommen, welche die GJU zu einem eventuellen Fortschritt verhelfen kann. Sie untersuchte den Einfluss dieser Jugendorganisation auf ihre Mitglieder, auf deren gesellschaftliche Rollen und Persönichkeitsentwicklung.

Zurzeit studiert sie im Masterstudium Grundlagen interkultureller Vermittlung und möchte sich auch beruflich mit interkultureller Kooperation beschäftigen.

Fotos: Lydia und Peter Máy

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