Ein Abend in Blau

Quelle: Zentrum

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Die Veranstaltungen, in deren Rahmen sich Gemeinden im Haus der Ungarndeutschen in Budapest vorstellen, seien immer sehr aufwendig zu organisieren, aber seien auch die aufregendsten und ausnahmslos sei jede ein Fest, meinen die Mitarbeiter des Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrums. Von der Reihe Zu Gast im HdU ist auch das Publikum begeistert. Es wird nicht nur eine Ausstellung im Veranstaltungssaal eröffnet, sondern es wird nebenan ein ortstypisches Heimatzimmer eingerichtet. Die Mitwirkenden stellen ihre Ortschaft durch Musik, Gesang, Tanz sowie Vorträge vor und sie bringen auch typische Gerichte mit.

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Am 24. Februar waren die Großnaarader aus der Branau angereist und brachten mit einem vielfältigen Programm Stimmung ins HdU. Durchs Programm führte Dorottya Erb, Trägerin es Valeria-Koch-Preises, der von der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen für hervorragende Leistungen verliehen wird. Sie ist Schülerin des Fünfkirchner Valeria-Koch-Schulzentrums, aber auch in ihrem Heimatort ein sehr aktives Mitglied der Gemeinschaft.

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Großnaarad ist ein Ort, der überwiegend auch heute von Ungarndeutschen bewohnt ist. Die sich aus der Fuldauer Gegend angesiedelten Vorfahren ließen sich im 18. Jahrhundert an beiden Ufern des Baches „Borza” nieder. Das kulturelle Leben baut vor allem auf die deutschen Traditionen, wie das Kirmesbaumstellen oder das Blaufärberfestival. Dieses zweitägige Fest wird am letzten Juliwochenende bereits zum 17. Mal organisiert. Über letztere erzählte Csilla Erb-Merkler, die Vorsitzende der Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung, bzw. würdigte das Werk vom Blaufärbermeister Johann Sárdi, dessen Werkstatt jedes Jahr zahlreiche Besucher anlockt. Der 96 Jahre alte Meister ist einer der bekanntesten Vertreter dieser alten Handwerkskunst. Er erhielt für seine Tätigkeit unzählige Preise, darunter auch die Auszeichnung Ehrennadel in Gold für das Ungarndeutschtum. Es ist auch kein Zufall, dass die Ausstellung im Nebenraum des HdU die Blaufärberei in den Mittelpunkt stellt.

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Auch die Mitglieder des seit 40 Jahren wirkenden Chors betraten die Bühne in hübscher Blaufärberkleidung. Die Gruppe, die von László Beck geleitet wird, bewies mit ihrem Programm, dass sie sich sehr verdient zahlreiche Auszeichnungen in Gold bei Chorqualifizierungen holte. Die zwei jungen talentierten Musiker, Bence Tarlós und Csanád Orgyán, wie auch die Volkstanzgruppe Vergissmeinnicht waren mit von der Partie.

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Zentrum-Direktorin Monika Ambach eröffnete die Fotoausstellung des Fotografenehepaars Lydia und Peter Máy. Sie besitzen seit 1989 ein Fotoatelier in Bohl und sind sehr anerkannte Fachleute. Die nette und offene Art der Beiden widerspiegelt sich auch in ihren Aufnahmen. Sie versuchen in ihren Bildern stets das Persönliche, das Wertvolle festzuhalten. Ihre nun im HdU präsentierten Fotos stellen das Nationalitätenleben in Großnaarad aus besonderen Perspektiven vor.

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Als Überraschung durften die Anwesenden auch eine Modeschau erleben. Hübsche junge Damen präsentierten die Kreationen der Modedesignerin Piroska Bucsuházy aus Budapest. Sie entwarf moderne Kleidungsstücke, wobei sie sich von der Blaufärbertradition und den natürlichen Stoffen inspirieren ließ.

Wie gewohnt luden auch die Großnaarader das Publikum auf ein Gläschen Wein ein und dazu gab es reichlich Strudel und Salzkipfel.

Die Ausstellung wird bis zum 29. April im Haus der Ungarndeutschen zu sehen sein, bald folgt auch eine Reportage in der Sendung Unser Bildschirm.

Weitere Informationen über bzw. Bilder von der Veranstaltung >>>

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