Erste Station der Wanderausstellung „Lágerjárat“

Quelle: Neue Zeitung
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Zu Ehren der politischen Gefangenen und der zur Zwangsarbeit Verschleppten haben sich zahlreiche Interessenten, darunter Zeitzeugen, Repräsentanten der Regierung und Schulgruppen am Budapester Westbahnhof versammelt, wo am 24. Feber die Eröffnung der ersten Station der Waggon-Wanderausstellung „Lágerjárat“ stattfand.

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Der Fünfkirchen-Branauer Nationalitätenkreis der Ungarndeutschen hat die Wanderausstellung Anfang dieses Jahres aus dem Anlass des Gedenkjahres an die in die Sowjetunion Verschleppten, ins Leben gerufen. Ziel der Wanderausstellung ist Aufmerksamkeit zu erregen und Kenntnisse über die Verschleppung der Ungarndeutschen in die Sowjetunion zu vermitteln. Die außergewöhnliche, besonders eindrucksvoll gestaltete Ausstellung besteht aus einem originalgetreuen Viehwaggon, mit denen die Transporte in den Jahren 1944 und 1945 durchgeführt wurden. Im Inneren des Waggons befinden sich Informationsmaterialien über die grausamen Geschehnisse der Nachkriegszeit und mit Hilfe der modernen Technik können die Interessenten auch Aufnahmen und Gespräche mit Überlebenden der Verschleppung sehen.

Dieser Waggon wird im Laufe des Jahres an vielen Bahnhöfen Station machen. Er ist ein Symbol des Gedenkens. Mit Hilfe der modernen Kunst und Technik werden die Ereignisse der damaligen Zeit in dieser Ausstellung lebendig. Die Ausstellung spricht mit seinem düsteren Design explizit die jungen Generationen an, die die damaligen Geschehnisse nur aus den Geschichtsbüchern kennen.

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An der feierlichen Eröffnung betonten Eleonóra Kretz-Matkovits, Vorsitzende des Branauer Nationalitätenkreises der Ungarndeutschen, und Dr. Gábor Földváry, stellvertretender Staatssekretär die Wichtigkeit der Erinnerung an die schrecklichen Zeiten. Ein Überlebender, Robert Berghoffer hat aus seinem eigenen Werk über die Verschleppung zitiert und eine Schülerin des Budapester Deutschen Nationalitätengymnasiums hat ein Gulag-Gedicht vorgetragen. Anschließend hatten die Schüler die Gelegenheit sich mit den erschienenen Zeitzeugen zu unterhalten.

Gabriella Sós

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