Viele neue und wundervolle Erlebnisse

Quelle: GJU

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Osterseminar „OPEN SOCIETY“ der JEV

Mehr als 80 Angehörige von Minderheiten aus Österreich, Deutschland, Albanien, Mazedonien, Belgien, Serbien, Rumänien, Polen, Italien, den Niederlanden, der Slowakei, Dänemark, der Ukraine, Bosnien und Herzegowina, Russland und natürlich Ungarn trafen sich vom 19.-25. März wieder einmal in Fünfkirchen zum Osterseminar „OPEN SOCIETY“ (Offene Gesellschaft) der Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV), welches von der Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher (GJU) organisiert wurde.

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Die drei Arbeitsgruppen der JEV, Kommunikation, Mitgliederintegration und Minderheitenrechte-Politik hatten in dieser Woche viel zu tun, alle beschäftigten sich mit den Themen, die die Gruppen das ganze Jahr hindurch bearbeiten wollen. Diejenigen Teilnehmer, die zu keiner der drei Arbeitsgruppen gehörten, hatten die Möglichkeit, bei einem der fünf von der JEV und der GJU angebotenen Workshops mit professionellen Trainern mitzumachen. Die Workshops waren wie bei jedem JEV-Seminar sehr anspruchsvoll: partizipativer Journalismus und online Kampagnen, E-Jugend-Partizipation, Motivation und Aktivierung der Jugendlichen für Aktion, Mehrsprachigkeit und Sprachenvielfalt, Identität und Kultur der Ungarndeutschen standen zur Auswahl. Am Ende der Woche wurden die Ergebnisse der fünf Gruppen allen Seminarteilnehmern präsentiert, jeder war davon sehr beeindruckt.

Natürlich konnten auch aktuelle Themen, wie die schrecklichen Ereignisse in Belgien und die Flüchtlingskrise, nicht fehlen. Es wurde viel über die Situation in Europa und auf der ganzen Welt diskutiert, jeder hatte eine eigene Meinung dazu. Journalistin Anna Frenyó wurde als Expertin zu dem Diskussionsabend über die Flüchtlingskrise eingeladen und zeigte uns schockierende Videos, welche sie an den Grenzen aufgenommen hat.

Außer der Diskussion über diese ernsten Themen kam es auch zu lustigen Programmen, wie der Stadtrallye in Fünfkirchen und dem ungarndeutschen Tag, den wir in Bohl, Sawer und Willand verbracht haben. Natürlich konnte auch der Exchange Market nicht ausbleiben, bei dem jede teilnehmende Organisation die Möglichkeit bekommt, die traditionellen Speisen und Getränke ihrer Minderheit zu präsentieren und die der anderen Anwesenden zu kosten.

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Ich fragte nach dem Seminar die Organisatoren und Teilnehmer nach ihrer Meinung und ihren Eindrücken über die zusammen verbrachte Zeit und kann sagen, dass die Reflexionen alle sehr positiv waren. Einige möchte ich zitieren.

„Das Osterseminar war auch aus der Sicht eines GJU-Organisators ganz spannend. Wir hatten nicht nur viel zu tun, sondern auch viel Schönes erlebt und gesehen. Für mich bedeutete vielleicht der ungarndeutsche Workshop von Tekla das größte Erlebnis. Während der zwei Workshoptage haben wir die ungarndeutschen Siedlungen der Gegend Ofala, Nadasch, Ratzpeter, Feked, Wemend und Schomberg besucht und sowohl mit jungen als auch mit älteren Personen interessante Unterhaltungen geführt. Die Teilnehmer konnten einen Überblick über uns Ungarndeutsche bekommen und sogar unsere Mundart kennen lernen. Außerdem gewannen sie in den ungarndeutschen Heimatmuseen Einblick in die alte Lebensweise. Den Workshop zum Thema Mehrsprachigkeit von Éva Pénzes habe ich auch genossen, wir haben uns in Begleitung von Frau Zsuzsanna Gerner die deutsche Fakultät der Universität Fünfkirchen angeschaut. Am nächsten Tag haben die Teilnehmer des Workshops im Valeria-Koch-Bildungszentrum eine Lehrstunde über Mehrsprachigkeit gehalten. Der Mittwoch mit dem Ausflug nach Bohl, der Erholung auf dem Bauernhof in Sawer und der Weinverkostung in Willand war auch ein toller, programmreicher Tag. Es war für mich eine riesige Freude, dass ich an meinem 2. Seminar als Organisator dabei war, mich mit meinen Freunden aus Nordschleswig wieder treffen konnte und auch neue Freundschaften geschlossen habe. Danke GJU, Danke JEV!“ (Martin Surman-Majeczki, Ungarndeutscher)

„Dieses Seminar war das erste, an dem ich teilgenommen habe, und ich bin mit vielen neuen und wundervollen Erlebnissen nach Hause gekommen. Was ich am meisten genossen habe, war die Energie, die während des ganzen Seminars zu spüren war, die wunderbaren Leute, die ich kennen gelernt habe, und die großartigen Sachen, die wir gemeinsam erreicht haben. Ich hoffe, dass ich alle bald wieder sehe.“ (Dániel Tóth, ungarische Minderheit in Serbien)

„Das Zusammentreffen verschiedener Kulturen machte dieses Osterseminar zu einem besonderen Erlebnis, da dadurch das eigene kulturelle Verständnis ausgebaut und gestärkt wird.“ (Phillip Schmidt, deutsche Minderheit in Dänemark)

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„Es war eine neue und sehr interessante Erfahrung, ich habe viel dabei gelernt und Leute, die mich inspiriert haben, kennen gelernt. Für mich waren die Workshops der beste Teil des Seminars, weil sie bei meiner Persönlichkeitsentwicklung geholfen haben.“ (Gerlinde Ingelore Gheorghiu, deutsche Minderheit in Rumänien)

„Es war ein wundervolles Erlebnis, Minderheiten von anderen Ländern kennen zu lernen, Minderheiten, von denen ich nichts gewusst habe. Der beste Teil war für mich, verschiedene ungarndeutsche Dörfer zu besuchen und mehr über ihre Kultur zu erfahren.“ (Tamás Peruzik, kroatische Minderheit in Serbien)

„Ich habe das Osterseminar geliebt, ich habe es geliebt, diese vielen neuen, interessanten Leute kennen zu lernen und auch in ungarndeutsche Dörfer zu fahren.“ (Nina Peckelsen, friesische Minderheit in den Niederlanden)

„Dies war mein erstes JEV-Seminar und es hat mir sehr gefallen. Vor allem die Arbeit an einer Lösung der Flüchtlingskrise und der ungarndeutsche Tag.“ (Kinga Gáspár, Ungarndeutsche)

„Es war großartig. Nette Leute und interessante Workshops. Das Beste war die Sauna.“ (Gregor Novak, Kärntner Slowene)

„Ich habe die Zeit sehr genossen. Die Organisation war hervorragend, das Orga-Team sehr hilfsbereit, vor allem Tamás Balla. Das Beste am Seminar war der Fakt, dass so viele Teilnehmer anwesend waren, mit denen ich meine Erfahrungen austauschen und über unsere Herausforderungen als Minderheiten reden konnte, aber auch, dass wir auf eine interaktive und spielerische Art durch die Workshops mehr über die anderen erfahren konnten.“ (Mina Žebeljan, aromunische Minderheit in Serbien)

„Am besten hat uns die Stadtrallye in Fünfkirchen gefallen.“ (Sławomir Plichta, kaschubische Minderheit in Polen)

„Es war eine großartige Erfahrung für mich und ich bin sehr gespannt auf das nächste Seminar. Die Antwort darauf, was mir am meisten gefallen hat, ist einfach und ich denke, viele Teilnehmer würden das Gleiche sagen: der Exchange Market.“ (Luminita Nirlu, aromunische Minderheit in Rumänien)

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Die Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher und die Jugend Europäischer Volksgruppen bedanken sich für die Förderung des Osterseminars bei der European Youth Foundation, dem Bundesministerium des Innern Deutschland, bei der Konrad-Adenauer-Stiftung, bei der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen und der Deutschen Selbstverwaltung Fünfkirchen, bei dem Österreichischen Kulturforum, bei den Weinproduzenten Gere, Hetényi, Sós und Garai und bei den Firmen Aranycipó, Ázsia Kincse, Krevill und Matro. Unser Dank gilt auch allen Organisatoren der GJU und der JEV, den Trainern und Gästen, und natürlich jedem einzelnen Teilnehmer.

Tekla Matoricz
Präsidentin der GJU

Foto: Kornél Orbán

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