Blasmusik gehört zum täglichen Leben

Quelle: Landesrat

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Petschwar ist zu einem Zentrum der Musik geworden

Am Samstag, dem 23. April 2016 trafen sich ungarndeutsche Jugendblaskapellen der Region Süd im Kulturhaus von Petschwar/Pécsvárad zu einem friedlichen Wettbewerb, um so die beste aus ihren Kreisen zu ermitteln. Die Veranstaltung begann mit dem Abspielen der ungarischen Hymne und der ungarndeutschen Hymne. Die Begrüßungsworte hielt der Bürgermeister János Zádori sowie der Vorsitzende der DNSV Michael Baumann mit dem Dank an die Veranstalter und der Hoffnung in der Zukunft auch wieder zum Austragungsort dieser schon traditionellen Veranstaltung zu werden.

2016-04-23 Jugendkapellen S1020035 073 Mohatsch Schomberg

Bevor es zum gemeinsamen Spiel vom „Hopfender Marsch“ kam begrüßte Johann Hahn, der Vizevorsitzende der Blasmusiksektion im Namen des Vorstandes des Landesrates der ungarndeutschen Chöre, Kapellen und Tanzgruppen die anwesenden Ehrengäste, das Publikum, die Vertreter der Presse und die beteiligten Musiker.

2016-04-23 Jugendkapellen S1020021 065 Grossmanok Zentzrum

Nach Petschwar reisten fünf Blaskapellen mit ca. 180 jungen Musikanten des Komitates Branau an, um einer Fachjury ihr Können zu zeigen. Zur regionalen Qualifikation hatte sie der Landesrat Chöre, Kapellen und Tanzgruppen eingeladen. Vor einer hochrangigen Jury, bestehend aus dem Vorsitzenden Árpád Apáthy (Musikdirektor in Ruhestand und Dirigent), Tamás Farkas (Komponist und Dirigent), sowie József Fricz (Kapellmeister und Führungsmitglied der Sektion Blasmusik im Landesrat) traten folgende Kapellen zum musikalischen Wettstreit an: Die Jugendblaskapelle aus Petschwar (Dirigent József Wagner), die Jugendblaskapelle von Boschok-Mohatsch-Schomberg (Dirigent Josef Dobos), das Jugendblasorchester Großmanok (Dirigent Zsolt Maronics), die Bawazer Jugendblaskapelle unter György Ahmann und die Willander Jugendblaskapelle (Dirigent Balázs Ahman).

Jede Kapelle musste ein Pflichtstück spielen. Dieses Mal war es die „Lentschi Polka“ in der Bearbeitung von Anton Farkas. Jede Kapelle hatte maximal 15 Minuten für ihr Programm zur Verfügung.

2016-04-23 Jugendkapellen S1020049 086 Petschwar Zentrum

Mit tosendem Applaus wurden die jungen Künstler in die Pause verabschiedet und die Jury begann ihr sicherlich schweres Amt. Um die Blasmusikanten auf die Probe zu stellen, wurde die „Lentschi Polka“ als Pflichtstück festgelegt, die jedoch souverän von den Kapellen gemeistert wurde. Nun hatte die Jury Zeit ihre Ergebnisse und Wertungen zu Papier zu bringen, mit den Kapellmeistern Bewertungsgespräche zu führen und die Urkunden vom Landesrat wurden ebenfalls verfertigt. Mit einem Galaprogramm ging es weiter. Jede Kapelle konnte sich noch einmal dem erwartungsvollen Publikum präsentieren und ihr Können zeigen.

Das Antreten der Musiker lohnte sich sicherlich, denn die Jurymitglieder sprachen viele Lobesworte. „Es ist immer wieder schön zu sehen, daß so viele Jugendliche die traditionelle ungarndeutsche Blasmusik auf diesem hohen Niveau spielen”, meinte die Jury.

2016-04-23 Jugendkapellen L1010322 015 Willand Zentrum

Seit vielen Jahren treffen sich die Musikanten des Landesrates regelmäßig in Petschwar, und so ist die Stadt langsam zum Zentrum der traditionellen ungarndeutschen Blasmusik geworden. So war es fast schon selbstverständlich, daß die Blaskapelle der Gastgeberstadt mit der Wertung Gold mit Auszeichnung abgeschnitten hat. Ebenso Gold mit Auszeichnung erhielten die Jugendblaskapellen aus Boschok-Mohatsch-Schomberg, Bawaz und Willand. Die Kapelle aus Großmanok erreichte die Wertung Gold.

Besonders eindrucksvoll war am Anfang des Festes, als die fünf Blaskapellen die ungarndeutsche Volkshymne gemeinsam spielten. „Das verursachte schon ein besonderes Kribbeln”, gab Josef Szugfil, Vorsitzender des Verbandes der Branauer Deutschen Selbstverwaltungen, der neben Mihály Baumann sich mit einem Geldgeschenk für die Kapellen einstellte.

2016-04-23 Jugendkapellen L1010349 038 Bawaz Zentrum

Unterstützt wurden wir von der Stadt Petschwar, der DNSV Petschwar, vom Kulturzentrum Fülöp Lajos, von der LdU, vom BMI und vom Landesrat.

Wir wissen das einige Leistungsträger der vergangenen Wertungsspiele aus dem Jugendalter herausgewachsen sind – aber es wäre schön gewesen wenn sich mehr Jugendkapellen der Bewertung unserer hochrangigen Jury gestellt hätten. Liebe Jugendmusiker, liebe Kapellmeister, wie könnt Ihr wissen wo Ihr im Vergleich zu anderen Musikkapellen qualitätsmäßig steht wenn Ihr euch nicht an den Qualifikationen beteiligt. Der Landesrat hat aus diesem Grunde diese Wertungsspiele eingeführt um einen Überblick über die Qualität der Kapellen zu erhalten und eventuell Hilfestellung zu gewähren. Also bitte: das nächste Mal mehr Beteiligung.

Manfred Mayrhofer, LandesratForum

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