Tracht an! Das Flashmob der GJU-Budapest in der Innenstadt

Quelle: Zentrum

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Am Freitag feierten die Angehörigen, Schulen, Selbstverwaltungen und Organisationen der Ungarndeutschen den zum zweiten Male gehaltenen TrachTag, der eigentlich zum inoffiziellen Festtag unserer Nationalität geworden ist.

Unsere junge Gemeinschaft, die GJU-Budapest schloss sich dieser großartigen Initiative vom Zentrum auch an. Die hauptsächliche Motivation war dieselbe, wie an anderen Plätzen des Landes: unsere Traditionen durch die Tracht auch im Alltag zu zeigen, beziehungsweise die Präsens des Ungarndeutschtums an den Arbeitsplätzen, in der Schule und auf der Straße sichtbar zu machen, verstärkend damit unser Gemeinschaftsgefühl.

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Dem Grundgedanken zu folgen, haben wir eine gesellschaftliche Aktion bzw. ein sogenanntes Flashmob angekündigt. Als Treffpunkt wurde der Kálvinsplatz (Heuplatz) ausgewählt, wegen dem dichten Verkehr dort. Immer mehr in Tracht gekleidete Jugendlichen kamen zu uns in kleineren Gruppen, die davor an der Abgedreht!-Veranstaltung teilgenommen hatten. Das in dieser Form versammelten Getümmel blieb für eine kurze Zeit zusammen (unter anderem auch mit der landesweit bekannten Band Wellhello konnten wir ein gemeinsames Foto schießen), danach brachen wir in die Richtung der Ervin-Szabó-Bibliothek, der Land-Straße (Múzeum-körút) und dem Harminckettesek tere auf, um unser Flugblatt über die Ungarndeutschen zu verbreiten: Warum sind wir in Tracht, wer sind die „Schwaben”, Heanzen und anderen Volksgruppen, welche Faktoren beeinflussen das Leben unserer Minderheit (Organisationen, Veranstaltungen usw.), über welche Nachrichtensendungen verfügen wir, und ähnliche interessante Fakten wurden in diesem zusammengestellten Material erwähnt.

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Die Reaktionen der Befragten waren erstaunlicherweise positiv, der größte Teil der Menschen war interessiert und stellten auch Fragen. Meistens dachten sie, dass wir uns für irgendeine Tanzproduktion vorbereiten würden, aber wir erklärten ihnen, dass die Tracht auch zum Wirbel des Alltags genauso gut passen kann, wie zu einem Schwabenball. Unsere Aktion verewigten wir auch in einem Video, das die Interessenten auf unserem bald gestarteten Youtube-Kanal namens GJU-Budapest TV werden anschauen können.

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Für geistigen Austausch hatte unser Freundeskreis am Abend Nachfahren einer vertriebenen Schaumarer Familie aus Deutschland eingeladen. Im HdU-Restaurant führten wir mit ihnen interessante und gemütliche Gespräche über die Geschichte, heutige Lage der württembergischen Nachkommen der verschleppten Donauschwaben.

Wir sammelten nützliche und zukunftsweisende Erfahrungen durch die Geschehnisse an diesem Tag: Die Ungarndeutschen sollten ihr Ungarndeutschtum nicht nur innerhalb unserer Gemeinschaften, Organisationen, Freundeskreise erleben – es ist für uns als Minderheit sehr wichtig, unsere Werten, Bräuche, Volkstrachten auch der Mehrheitsgesellschaft zu zeigen und bekannter zu machen -, wir planen auch nächstes Jahr ein solches Programm zu verwirklichen.

Stefan Pleyer

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