Blaufärber-Wochenende in Großnaarad

Quelle: Neue Zeitung

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Großnaarad ist landesweit – sogar über die Grenzen hinaus – für seine Blaufärbertraditionen bekannt. Vom 30. bis zum 31. Juli fand zum siebzehnten Mal das Landesfestival der Blaufärberei in Großnaarad statt. Das Fest wurde, wie schon seit Jahren, von der Gemeindeselbstverwaltung, der Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung und dem Nagynyárád-Großnaarad Freundeskreis gemeinsam organisiert. Zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland besuchten in den zwei Tagen die kleine ungarndeutsche Dorfgemeinschaft in der Südbranau.

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Die Programme boten für jede Generation kulturelle Unterhaltung. Auf dem Festplatz herrschte dank der auftretenden Tänzer und Musikkapellen eine lustige Stimmung. Die Tanzgruppen aus Seetsche, Ratzpeter und Großnaarad zauberten traditionelle deutsche Tänze auf die Bühne. Die Kapellen, Chöre und Sänger – unter anderen die Schomberger Dorfmusikanten, die Krain Six Band, die Schütz Kapelle, die Diamant Kapelle und das Bohemian Brass Quintet – verzauberten abwechselnd das Publikum. Obwohl die Chöre „Vivat Bacchus“ und „Sonnenblumen“ verschiedene musikalische Richtungen vertraten, hatten beide einen großen Erfolg unter den Zuhörern. Danach sorgten die Duos Millich, Hahner und Tóth-Kresz für fröhliche Stimmung. Während der zwei Tage sind auf der Festbühne ungefähr 200 Amateurkünstler mit großem Erfolg und viel Applaus aufgetreten.

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Im Mittelpunkt des Blaufärberfestivals stand der 96-jährige Blaufärbermeister Johann Sárdi. Sehr erfolgreich war die Besichtigung der Blaufärberwerkstatt mit deutschsprachiger und ungarischer Führung und die wunderschöne Ausstellung aus verschiedenen künstlerischen Gestaltungen aus Blaufärberstoffen im Kulturhaus. Mehrere Blaufärbermeister aus Ungarn (Tiszakécske, Almasch, Tolna und Raab) konnten ihre Waren ausstellen.

Im Namen der Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung danke ich allen, die auf irgendeine Art und Weise zum Erfolg des Blaufärberfestivals beigetragen haben.

Csilla Erb Merkler
Vorsitzende der DNS

(Erschienen in: Neze Zeitung, 33/2016)

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