Ing. Anton Ellmer verstorben

Quelle: VLÖ

Ing. Anton Ellmer, Obmann der Landsmannschaft
der Donauschwaben in Oberösterreich, ist verstorben

„Mit tiefer Bestürzung mussten wir die traurige Nachricht vernehmen, dass unser langjähriger Freund und donauschwäbischer Landsmann, Ing. Anton Ellmer, Obmann der Landsmannschaft der Donauschwaben in OÖ, am vergangenen Samstag, den 4. September 2016, von uns gegangen ist“, gibt der Vorsitzende der Donauschwäbischen Arbeitsgemeinschaft in Österreich (DAG), Dipl.-Ing. Rudolf Reimann, in tiefer Trauer bekannt.

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„Anton Ellmer, am 5. September 1930 in Rudolfsgnad (heute: Knicanin), geboren, blieb es nicht erspart, schon in jungen Jahren das Schicksal zigtausender anderer donauschwäbischer Landsleute teilen zu müssen und das Grauen im Vernichtungslager Rudolfsgnad hautnah mitzuerleben. Erst Ende 1947 – nachdem ihm gottseidank die Flucht gelungen war – war es ihm vergönnt, in seiner neuen Heimat Österreich einen Neubeginn in seinem Leben einleiten zu können“, so Reimann über seinen jahrzehntelangen Weggefährten.

„Zeit seines Lebens war es Toni Ellmer ein Herzensanliegen, die Geschichte der Donauschwaben – nicht zuletzt durch die Organisation von Erinnerungs-, Kultur- und brauchtumsbezogenen Veranstaltungen – hochzuhalten und an der historischen Aufarbeitung des Völkermordes, der an unseren donauschwäbischen Landsleuten durch das Partisanenregime verübt wurde, mitzuwirken. Nebst der Bewahrung und Sicherung von Dokumenten und Überlieferungen der donauschwäbischen Identität in der alten Heimat, werden insbesondere seine Bemühungen, dass das traurige Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen auch Berücksichtigung in den Lehrplänen der Schulen findet, auf ewig seine Handschrift tragen. Zahlreiche Auszeichnungen – zuletzt das Goldene Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich im Jahre 2010 und das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich im Jahre 2015 – sind Bestätigung seine umfangreichen Aktivitäten und Zeugnis der Würdigung seiner jahrzehntelangen Arbeit“, so Reimann gemeinsam mit den VLÖ- und DAG-Funktionären in tiefer Trauer.

„Nach einem mit viel Geduld ertragenen schweren Leiden hat unser donauschwäbischer Landsmann Toni Ellmer für immer die Augen geschlossen, er lebt aber im Gedanken und im Herzen seiner Freunde und Weggefährten weiter, die sich in Demut von ihm verabschieden und ihm ein Dankeschön für die gemeinsame Zeit nachrufen. Der VLÖ und die DAG sprechen im Namen des gesamten Vorstandes und der Gemeinschaft der Heimatvertriebenen der Familie und allen Angehörigen das tiefste Mitgefühl aus.“

Die Verabschiedung wird am Donnerstag, den 15. September 2016, um 10 Uhr, in der Pfarrkirche Marchtrenk stattfinden.

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