Konsequenter Fortschritt bei wirtschaftlicher Stabilität

Quelle: LdU

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LdU-Institutionen berichteten der Vollversammlung
über ihre Arbeit

Identitätsfundierende Faktoren wie Sprache, Bildung, Sitten und Bräuche in eigenen Bildungs- und Kultureinrichtungen fördern – das ist Kulturautonomie, und das möchte die Landeselbstverwaltung der Ungarndeutschen mit all ihren Bestrebungen etappenweise erreichen. Wichtige Schritte in die erwünschte Richtung wurden auch in letzter Zeit getan und sind auch für die Zukunft geplant. Diese hieß die Vollversammlung der LdU an ihrer Tagung am 17. September gut. Das höchste Gremium will sich auch demnächst das Ziel vor Augen halten, den kontinuierlichen Fortschritt bei wirtschaftlicher Stabilität zu schaffen.

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Vernünftiger, zielstrebiger Umgang mit Finanzen – davon zeugt der LdU-Vollversammlung vorgelegte Wirtschaftsbericht über das erste Halbjahr von 2016. Auch auf diese Zeitspanne fielen bedeutende, mithilfe von deutschen und ungarischen Fördwermitteln bestrittenen Investitionen: neben der umfassenden Sanierung der Deutschen Bühne Ungarn in Seksard sind auch die Planungsarbeiten zur Modernisierung des Jugendlagers „Iglauer Park“ in Waschludt im Gange. LdU-Vorsitzender Otto Heinek unterrichtete die Vollversammlung auch über aktuelle Vorhaben bezüglich Sanierungsarbeiten an LdU-Institutionen: schon bald sollen am Gebäude des Schülerwohnheims des Deutschen Nationalitätengymnasiums in Budapest Renovierungsarbeiten beginnen und das Ungarndeutsche Bildungszentrum in Baja werde um einen neuen Flügel erweitert.

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Trotz Umbauarbeiten habe die Deutsche Bühne eine hervorragende Spielzeit absolviert – darüber berichtete der LdU-Vollversammlung die Intendantin, Ildiko Frank. Das einzige professionelle deutschsprachige Theater Ungarns habe in der letzten Saison einen bedeutenden Anstieg der Zahl der Vorstellungen und der Zuschauer verzeichnen können. Dies habe die DBU vor allem durch zahlreiche Abstecher im ganzen Land erreichen können. Das Ensemble des mittlerweile rundum erneuerten Theaters bereitet sich bereits auf die erste Premiere vor: vorgestellt wird noch im September Lessings „Nathan der Weise“ – ein Werk, mit dem vor 22 Jahren das Theatergebäude in Seksard eröffnet wurde.

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Auch all die anderen Institutionen der Landesselbstverwaltung funktionierten weitgehend zuverlässig – hieß es an der Sitzung. Das Ungarndeutsche Kultur- und Informationszentrum berichtete über steigendes Interesse an ungarndeutschen Inhalten im Internet, an Veranstaltungen und Wettbewerben. In den Bildungseinrichtungen der LdU – so im Valeria Koch Bildungszentrum in Fünfkirchen, im Friedrich Schiller Gymnasium und Schülerwohnheim in Werischwar, im Deutschen Nationalitätengymnasium und Schülerwohnheim in Budapest, sowie im Ungarndeutschen Bildungszentrum in Baja und in der Audi Hungaria Schule in Raab – verlaufe die Bildungsarbeit unter ruhigen Bedingungen, wobei auf die Anwendung von innovativen Unterrichtsmethoden und Lehrwerken, auf bestmögliche Ausstattung, vielfältiges schulisches und außerschulisches Programmangebot, aber vor allem auf ungarndeutsche Inhalte besonderer Akzent gesetzt werde.

Emmerich Ritter, Sprecher der Ungarndeutschen berichtete der Vollversammlung über die jüngsten Errungenschaften des Parlamentsausschusses der Nationalitäten in Bezug auf staatliche Förderungen vor. Neben der aus 87 Millionen staatlicher Unterstützung erfolgenden Renovierung von vier Bildungseinrichtungen der Ungarndeutschen ist auch vorgesehen, aus 50 Millionen Forint im Heimatmuseum von Wudersch eine ständige Ausstellung über die Vertreibung, und in einem renovierten Getreidespeicher in Budajenő eine Ausstellung über die Ungarndeutschen und ihre Wallfahrten einzurichten.

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