Wanderbündel in der Grundschule von Ratka

Quelle: Zentrum

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Der 5. September dieses Jahres war ein wichtiger Tag im Leben unserer Schüler. Das Wanderbündel der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen kam in der Schule an. Darüber freuten wir uns sehr.

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Das Schuljahr starteten wir mit einem Projekt zum Thema „Verschleppung”, von der unsere Gemeinde nach dem Zweiten Weltkrieg betroffen war. Um des Ereignisses zu gedenken, laden wir z.B. jedes Jahr am 23. Januar Zeitzeugen zu einem Gesprӓch ein.

Diesmal wollten wir dieses Thema aus der Sicht der hier Gebliebenen mit unseren Kindern gemeinsam behandeln. Ein Achtklӓssler bekam den Auftrag alle Schüler mit einer Trommel in den Deutschraum zu rufen, in Erinnerung an damals, als die Einwohner aufgefordert wurden in die Schule zu kommen, damit sie zahlenmӓβig erfasst werden konnten. Einige Kinder trugen kleine Dialoge vor (zwischen Eltern, zwischen Geschwistern, zwischen Paten).

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Georg Endrész, der sich mit der Forschung dieses Themas intensiv beschӓftigt und Geschichtslehrer in unserer Schule ist, brachte die Geschichte den Kindern näher. Er prӓsentierte die Geschehnisse, zeigte interessante Dokumente und Bilder. Josef Stumpf erzӓhlte über sein damaliges Leben. Er blieb mit 11 Jahren mit seinem alten Opa alleine zu Hause. Seine Eltern und sein Bruder wurden verschleppt und mussten als Zwangsarbeiter 3 Jahre in der ehemaligen Sowjetunion arbeiten. Die Kinder waren von seinem Schicksal sehr beeindruckt.

Die Schüler beschäftigten sich weiter mit diesem Projekt. Dazu bekamen sie verschiedene Aufgaben gestellt, die sie bis zum Ende der Projektwoche lösen sollten. Diese Arbeit ist für uns sehr wichtig, denn „ohne Vergangenheit gibt es keine Zukunft”.

Aranka Endrész
Direktorin

Magyarwechsle die Sprache

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