Gedenkveranstaltung auf dem Fünfkirchener Soldatenfriedhof

Quelle: Zentrum

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Der Kultuverein Nikolaus Lenau und die Deutsche Selbstverwaltung Fünfkirchen luden am 2. November zum 25. Mal zur Gedenkfeier auf den deutsch-ungarischen Soldatenfriedhof in Fünfkirchen/Pécs ein.

Der Soldatenfriedhof wurde vor 25 Jahren, am 7.-8. Juni 1991 eingeweiht. Es nahmen damals neben den Vertretern der ungarischen Regierung, den Vertretern Fünfkirchener, branauer und landesweiter Organisationen auch Repräsentanten mehrerer Länder, Familienangehörige und Bürger teil. In der H/E Parzelle ruhen 79 ungarische, 205 deutsche, 7 kroatische Soldaten und 3 Opfer der Revolution von 1956 aus den Komitaten Branau und Tolnau.

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Die Exhumierungen und die Errichtung des Soldatenfriedhofs wurden damals vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge finanziert. Die Instandehaltung des Friedhofs übernahm die Beerdigungsanstalt des Komitats Branau, später  der Apparat der Fünfkirchner Beerdigungsanstalt, der diese Aufgabe bis zum heutigen Tag erledigt.

Der Organisator der Exhumierungen, Entwerfer und Bauträger des Soldatenfriedhofs und Koordinator der ersten Gedenkfeiern war der damaliger Vertreter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Ungarn, der fünfkirchner Ingenieur Andreas Árvai. Die Einweihung auf internationalem Niveau wurde vom Leiter des Büros für Kriegsgräberfürsorge des ungarischen Verteidigungsministeriums, von Oberst László Erdős organisiert. Die Gedenkrede hielt Hans Otto Weber, damaliger Vorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Der Kulturverein Nikolaus Lenau organisiert jährlich am Allerseelentag um 16 Uhr eine mit Kranzniederlegung verbundene Gedenkfeier unter der Mitwirkung der Ritter Blaskapelle aus Nagyárpád. Die Ehrenwache hielten früher die Soldaten der Artilleriekaserne und der Grenzwache unter der Leitung von Oberst József Lovász, heute die Jugendlichen des traditionsbewahrenden Landwehrvereins aus Mecsekszabolcs unter der Leitung von János Tóth.

Den Gebeten der evangelischen, calvinistisch reformierten und römisch katholischen Kirchen folgte eine Gedenkrede. Diese hielt der langjähriger Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten in der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV), Mitglied der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, Dr. Koloman Brenner. „Heute am Trauertag stehen wir hier in einer vorbildlichen Zusammenarbeit entstandenen Stätte für die gefallenen deutschen und ungarischen Soldaten. Wir denken mit Respekt, ja Trauer an die gefallenen Soldaten und Kriegsopfer. Das Gedenken ist wichtig, aber Gedenken kann nicht das einzige sein, was uns im Zusammenhang mit fast 60 Millionen Toten des 2. Weltkrieges einfallen darf (…) Es wäre töricht zu glauben, daß die Menschen in unserem Zeitalter anders reagieren in solchen Situationen. Auch deswegen ist es wichtig der Toten zu gedenken, die mit ihrem Schicksal den nächsten Generationen ein Wegweiser sein könnten:” – so Brenner.  (Die Rede können Sie hier lesen >>>)

Kränze legten die Deutsche Botschaft Budapest, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, das Österreichische Schwarze Kreuz, die Stadtverwaltung Budapest und verschiedene fünfkirchner und branauer Organisationen nieder.

Stefan Szeitz

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