Rundreise der Gewinner der Landeswettbewerbe in Baden-Württemberg

Quelle: LdU

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie ein Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

LdU-Bildungsreferentin Ibolya Sax und TeilnehmerInnen berichten:

Zwischen dem 22. und 29. Oktober 2016 hatten 26 SchülerInnen, die an den Landeswettbewerben für deutsche Sprache und Kultur und am Wettbewerb „Jugend debattiert“ die besten Ergebnisse erreicht haben bzw. die im Jahr 2016 den Valeria-Koch-Preis erhalten haben, zum 24. Mal die Möglichkeit, an einer einwöchigen Rundreise in Baden-Württemberg teilzunehmen, die von der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen organisiert wurde.

15069164_1813728882220890_6924500643345669110_o

Die Jugendlichen haben in der Landesakademie für Jugendbildung in Weil der Stadt übernachtet und von dort aus ihre täglichen Ausflüge unternommen. Während des Aufenthalts wurden viele Ortschaften besichtigt, wie z.B. Ulm, Weil der Stadt, Ludwigsburg, Gerlingen, Stuttgart, Cleebronn und Heidelberg. Programmpunkte waren außer den Stadtbesichtigungen u.a. das Donauschwäbische Zentralmuseum in Ulm, das Puppenmuseum und die Sternwarte in Weil der Stadt, der Landtag und die Wilhelma in Stuttgart, das Stadtmuseum und die Firma Endress und Hauser in Gerlingen, der Erlebnispark Tripsdrill bei Cleebronn sowie das Heidelberger Schloss.

Höhepunkte der Reise waren dennoch der Empfang durch den Personalchef, Herr Jürgen Brändle im Sitzungssaal des Rathauses in Weil der Stadt, sowie die Führung durch das Stadtmuseum in Gerlingen, wo die Jugendlichen mit Zeitzeugen, mit dem Ehepaar Wagner, mit Herrn Reitinger Gespräche führen konnten. Auch der Besuch bei der Firma Endress und Hauser war ein großes Erlebnis für die SchülerInnen, um den Landtagbesuch in Stuttgart mit der Teilnahme an einer Plenarsitzung oder die Ritter Sport Schokowerkstatt in Waldenbuch nicht zu erwähnen.

Auch die Abendprogramme waren mit viel Spaß verbunden. In den Abendstunden wurden ungarndeutsche Lieder gesungen, es wurde gedichtet und auch meditiert. Am letzten Abend kam es zu einem Abschlussquiz über die 5 Tage in Deutschland, wobei jede Gruppe gut abgeschnitten hat. Doch die Woche verging allzu schnell und die Gruppe musste zwar etwas traurig, aber mit vielen neuen Erlebnissen und Bekanntschaften wieder nach Hause fahren.

Finanziert wurde das Programm vom Bundesministerium des Innern und vom Ministerium für Humane Ressourcen (auf Grund der von der Deutsch-Ungarischen Ständigen Unterkommission der Gemischten Kulturkommission festgelegten Projekte). Unterstützt wurde das Programm außerdem noch von der Stadt Weil der Stadt und Gerlingen und vom Herrn Dieter Schweizer aus Gerlingen. Herzlicher Dank dafür!

Ibolya Sax

Tag 1

Die Reise war sehr anstrengend, da es sich sehr schlecht in einem Bus schlafen lässt. Wir waren ausgesprochen erleichtert als wir in Ulm ankamen. Danach folgte das interessante Donauschwäbisches Zentralmuseum.

Als erstes sahen wir uns eine echte Ulmer Schachtel an, sie war ca. 22 m lang. Es gab in dem Museum eine Ausstellung über die Lage des früheren Ungarns bis zu der Abschleppung der Deutschen. Natürlich handelte es sich auch über Maria Theresie und ihren Sohn Joseph II. Wir durften auch viel über die Tracht der früheren Ungarndeutschen erfahren. Danach aßen wir im Ulmer Ratskeller zu Mittag.

15170909_1813728778887567_2660432122175428626_n

Anschließend nahmen wir mit vollem Bauch an einer Stadtführung teil. Es war sehr spannend, jetzt wissen wir vieles über die Geschichte von Ulm. Wir erfuhren, weswegen die Ulmer „Ulmer Spatzen“ genannt wurden. Nach dem Abschied von der Stadtführerin hatten wir alle eine Stunde für uns, einige von uns bestiegen den Turm des Ulmer Münsters, das der größte Kirchenturm der Welt ist, andere durften in der Stadt bummeln. Dann fuhren wir mit dem Bus zu unserer Unterkunft, die genau für Jugendliche eingerichtet war. Später am Nachmittag hatten wir noch eine Kennenlernstunde. Am Abend konnten wir noch unser Abendessen genießen.

Anna Sasvári, Katalin Czopf, Adrienne Strehle, Blanka Noémi Németh

2. Tag

Der zweite Tag, den wir in Baden-Württemberg verbrachten, verging spannend. Als erstes Programm des Tages besuchten wir Weil der Stadt. Es klappte nicht zum ersten Versuch: nach einem kurzen Abstand in die falsche Richtung, fanden wir den richtigen Weg. Im Rathaus von Weil der Stadt, begrüßte uns im Namen des Bürgermeisters Herr Jürgen Brändle. Er stellte uns die Geschichte, Geographie, über die berühmten Personen – z. B.: Johannes Kepler – von Weil der Stadt vor. Danach trafen wir den Turmwächter, Willi Bothner, der uns die Kirche der Stadt zeigte. Im Rahmen einer Stadtführung erfuhren wir noch mehr über die Stadt und über das mittelalterliche Leben, inklusive verschiedene Foltermethoden. In einem gemütlichen Restaurant, im Rößle hatten wir ein sehr gutes und feines Mittagessen. Das Menü war eine schwäbische Spezialität, namens: Maultasche. Hier hatten wir die Möglichkeit, uns mit dem früheren Bürgermeister, Herrn Straub zu unterhalten.

Am Nachmittag fuhren wir nach Ludwigsburg weiter, wo wir den Märchenpark besuchten. Dort waren Kürbisse und Kürbisslampen, die wir uns ansahen. Trotz des ziemlich kalten Wetters genossen wir die Schifffahrt, wir hörten uns die Märchen an, um sie auch auf Deutsch kennenzulernen. Auf einem Platz waren viele Stände, bei denen wir eine gute Möglichkeit hatten, salzige Kürbisse zu kaufen. Der Märchenpark machte uns viel Spaß.

Bence Felfalusi, Dávid Kiss, Milán Kniezl

15135783_1813728818887563_2342658373084785440_n

3. Tag

Am Dienstag kamen wir nach einer kurzen Busreise in Gerlingen an. Das Wetter war ein bisschen traurig, es regnete aber nicht. Wir nahmen zuerst an einer Stadtführung teil, und bekamen sehr interessante Informationen über die Stadt. Anschließend besichtigten wir auch das Stadtmuseum, wo wir auch die Möglichkeit hatten, uns mit Zeitzeugen zu unterhalten. Dieses Gespräch war sehr interessant und beeindruckte uns sehr. Es war sehr rührend, über die Geschichte der Familie Wagner und Reitinger mehr zu erfahren.

Danach probierten wir eine deutsche Spezialität: „Leberkäs“ aus, der uns sehr schmeckte. Am Nachmittag besuchten wir die Firma Endress+Hauser, wo wir durch die Fabrik geführt wurden. Wir lernten bereits Vieles über die Vergangenheit der Ungarndeutschen, und es war erholend, zur Abwechslung etwas mit der Zukunft zusammenhängend erfahren zu können. Der detaillierten Vorstellung der mit den modernen Verfahren arbeitenden Fabrik folgte der Weg nach Waldenbuch. Dort wurden wir hinter die Kulissen von der Produktion der Ritter Sport-Schokolade eingezogen. Nach einem Film über die Herstellung der weltweit bekannten Schokolade, konnten wir zum Schokoladenmeister werden. Die Erschaffung von selbstgemachten Schokoladensorten machte uns richtig viel Spaß. Wir konnten von sehr vielen Möglichkeiten nach unserem Wunsch zwei Tafel Schokoladen herstellen. Am Ende des Tages sangen wir ungarndeutsche Volkslieder mit Maria Klotz.

Patrick Nick, Dávid Sal, Henrik Boller, Ádám Gábriel

15135752_1813728782220900_4775892510275667168_n

4. Tag

Unser Tag am Mittwoch begann relativ früh, weshalb alle noch fast im Halbschlaf in den Bus, mit dem wir in die größte Stadt Baden-Württembergs fuhren, einstiegen. Nach der einstündigen Fahrt kamen wir zum Gebäude des Stuttgarter Landtags an, wo wir in eine Debatte über die Neuordnung des bundesstaatlichen Finanzausgleichssytems ab 2020 reinhören durften. Zuerst bekamen wir einen Überblick über den deutschen Staatsaufbau auf Landesebene, was uns bei dem Verständnis der späteren Plenarsitzung half. Interessant waren nicht nur die Beiträge, sondern auch die Reaktionen und Einwürfe der Abgeordneten. Wir durften zwar nur eine Stunde diese spannende Sitzung beobachten, dafür wurden uns aber nachher die Sehenswürdigkeiten Stuttgarts von Frau Wagenhoffer, eine unserer Begleiterinnen, nähergebracht. Danach konnten wir die Stadt in kleinen Gruppen ein bisschen mehr erkunden.

Nach dem Stadtbummel entlang der Königsstraße wurden wir von Herrn Schweizer, einem unserer Gastgeber aus Gerlingen, in die Wilhelma, den zoologisch-botanischen Garten in Stuttgart, eingeladen. Da konnten wir Tierarten von sieben Kontinenten hautnah erleben, unter anderem eine Giraffe, die zwar so alt war wie viele von uns, aber zweimal so groß; eine Tierfütterung mit Pinguinen oder ein sich liebendes Nashornpaar. Besonders gut gefielen uns die exotischen Tiere wie die Okapis, die wahrscheinlich nach unseren Überlegungen halb Zebra halb Esel sind und die Gorillas, die wie eine große Familie waren, die, wie die Menschen, zusammen lebten, spielten und sich stritten. Wir trafen aber nicht nur Säugetiere, sondern auch Insekten, Fische und auch Pflanzen, denn dies war früher der Lustgarten ihres Gründers, König Wilhelm. Während des Besuches ließ uns die Wilhelma mit ihrer Ausstattung springen wie die Kängurus und klettern wie die Affen. Danach waren wir wegen des vielen Laufens sehr müde, allerdings hatten wir noch genug Energie für die teambildenden Spiele nach dem Abendessen in der Unterkunft. Als wir uns in die Zimmer für die Nacht zurückzogen, freuten wir uns schon auf den nächsten Tag und auf die nächsten Abenteuer.

Alíz Horváth, Dorottya Erb, Eszter Nagy, Laura Horváth

5. Tag

Am Donnerstag frühstückten wir – fast wie jeden Tag – um 8 Uhr. Als wir unser Frühstück genossen, schlug uns Frau Sax die Möglichkeit vor, Geschenke in Weil der Stadt kaufen zu können.

Danach begann für uns eigentlich der Tag: wir fuhren nach Tripsdrill los. Tripsdrill ist ein Erlebnispark in Cleebronn. Wir kamen ca. um 11 Uhr an. Wir konnten in dem Park den ganzen Nachmittag frei herumlaufen. Darunter meinen wir, dass wir auch nicht an irgendwelchen Plan gebunden waren, wir durften ausprobieren, was wir wollten und wo die Altersbegrenzung es zuließ. Wir wollten eine Fahrt auf einer Wasserbahn machen, aber da durfte man nur bis 11 Jahre rein. Deswegen entschieden wir uns, dass wir etwas anderes ausprobieren. So kamen die Spielzeuge nach den Spielzeugen, Achterbahnen nach Wasserbahnen. Um halb eins aßen wir zu Mittag. Nach dem Essen waren wir bis 18 Uhr wieder nur am Spiel. Um 18 Uhr fuhren wir nach Hause los. Etwa um 19 Uhr konnten wir unser Abendmahl genießen und uns auf den Quizabend vorbereiten.

Ákos Kulimár, Zsófia Szerencsés, Erik Hasanovic, Dániel Szabó

6. Tag

Nachdem wir gefrühstückt und eingepackt hatten, nahmen wir Abschied von Weil der Stadt, aber nicht von Deutschland. Der Ausflug war noch nicht zu Ende, wir hatten nämlich vor, Heidelberg zu besichtigen. Bei schönem Wetter genossen wir die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Zwei Stunden lang dauerte die Stadtbesichtigung, die über die Geschichte und die Sehenswürdigkeiten der Stadt Auskunft gab. Wir sahen uns u. A. den Hauptplatz, die evangelische und die Jesuitenkirche, den Kratzer, die Universität an. Die Fremdenführerin erzählte uns über viele komische Geflüster, über die Herrscher und Adligen von Heidelberg. Wir erfuhren auch, wie die wunderschöne Burg früher abgebrannt war, und wie die Studenten bestraft worden waren. Danach hatten wir ein bisschen Zeit für uns selbst, es gab freies Programm. Einige kauften ein, andere machten einen Spaziergang, wieder andere besichtigten die Burg. Wer sich ausruhen wollte, konnte ein Café besuchen. Zum Schluss des Tages verbrachten wir den Abend im Restaurant „Das Lamm“. Nach dem Verzehr unseres Abendessens (Nockerln mit Fleisch und Pilze) machten wir uns auf den Weg nach Hause…

Brigitta Véber, Kriszta Eperjesi, Veronika Mária Kolonics, Orsolya Kárpáti

Magyarwechsle die Sprache

Schlagwörter:

Zum Thema:

© 2004 - 2019 • Ungarndeutsches Kultur- und Informationszentrum, alle Rechte vorbehalten!
logo