Talentierte Jugendliche ausgezeichnet

Quelle: LdU

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Am zweiten Wochenende des Januars versammelten sich wieder ‘mal Hunderte von Ungarndeutschen, um die bereits 21. Landesgala im Kongresszentrum Budapest gemeinsam zu feiern. An dieser Festveranstaltung feiern wir den Jahrestag der Gründung der 1994 das erste Mal gewählten deutschen Nationalitätenselbstverwaltungen. Die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen hat dem Publikum mit ihrer Gala, gestaltet von den preisgekrönten deutschen Kulturgruppen auch diesmal einen unvergesslichen Nachmittag bereitet.

In diesem Jahr wurde der Valeria-Koch-Preis zum vierzehnten Mal an ungarndeutsche MittelschülerInnen für ihre außergewöhnlichen schulischen Leistungen und ihre Tätigkeit im Nationalitätenbereich bzw. an einen Hochschulabsolventen für seine Diplomarbeit über ein ungarndeutsches Thema übergeben.



Die Auszeichnungen erhielten dieses Jahr:

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Mit dem Valeria-Koch-Preis wurde einerseits Bettina Emmert ausgezeichnet.
Enger Bezug zur deutschen Mundart und Kultur zweier Regionen, und eine ausgeprägte ungarndeutsche Identität: die traditionsbewusste Familie von Bettina Emmert stammt einerseits aus dem Branauer Wemend, und andererseits aus dem Batschkaer Gara. Die Familie lebt zurzeit in Baja, wo Bettina Schulabgängerin am Ungarndeutschen Bildungszentrum ist. Ihre erfolgreiche Teilnahme an zahlreichen Sprach- und Rezitationswettbewerben, ihr Engagement in den deutschen Volkstanzgruppen der Schule und des Dorfes Wemend, ihre Mitgliedschaft im Schulchor und im Gesangkreis „UBZ-Nachtigallen“ sind noch nicht alles: sie archiviert persönliche Geschichten schicksalsbetroffener Ungarndeutscher, verfasst gelegentlich deutschsprachige Zeitungsartikel, und sie engagiert sich in der Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher – neuerdings auch als Vizepräsidentin.

Der Valeria-Koch-Preis ging auch an eine Schülerin des László-Lovassy-Gymnasiums zu Wesprim: an Nikolett Ágnes Magyar.
Die Zwölftklässlerin Nikolett Ágnes Magyar stammt mütterlicherseits aus einer ungarndeutscher Familie und lebt in Magyarpolány; Heimatdorf und Familie trugen bei ihr zur Ausprägung einer ungarndeutschen Identität schon sehr früh bei. Bei sehr guten schulischen Leistungen zeigt Nikolett außerordentliches Talent für Kunst, Biologie, Literatur, Deutsch und Rezitieren. In ihrem Heimatdorf engagiert sie sich sehr gerne an diversen traditionspflegenden Veranstaltungen, in der Schule ist sie Mitglied des ungarndeutschen Chors, und trägt mit ihrer Begabung im Zeichnen zum Erfolg diverser schulischer Projekte bei.

Den Valeria-Koch-Preis erhielt weiterhin auch Richard Schneider.
Richard Schneider ist zurzeit Abiturient des Árpád Gymnasiums in Tatabánya. Er lebt in Tarian, ist Sohn einer besonders traditionsbewussten Familie und wuchs in einer echten ungarndeutschen Gemeinschaft auf. Auch Richard beherrscht die örtliche deutsche Mundart, auch er beweist regelmäßig sein Talent auf diversen Schulwettbewerben, und auch auf ihn kann seine Umgebung zählen, wenn es darum geht, kulturell aktiv zu sein: er ist Mitglied in der örtlichen ungarndeutschen Tanzgruppe und in der Blaskapelle, engagiert sich gerne bei allerlei traditionspflegenden Initiativen seines Heimatortes, interessiert sich für alte Noten, und lernt auch Akkordeon spielen. Auch seine Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit weiß seine Umgebung zu schätzen.

Die höchste Auszeichnung ungarndeutscher Jugendlicher ging auch an Matthäus Rauschenberger.
Der Name „Rauschenberger“ bedeute für ihn Erbe, Möglichkeit und Verpflichtung – meint der junge Mann mit teilweise Nadascher Wurzeln, der zurzeit in Budapest lebt. Er spricht sich immer und überall für die Wichtigkeit der deutschen Sprache in seinem Leben aus. Er ist als Gründungsmitglied des GJU-Freundeskreises in der Hauptstadt und als Mitglied des Vereins Deutscher Hochschüler zu Budapest aktiv. Matthäus Rauschenberger schloss 2015 sein Studium am Studiengang „Innovation und Management im Tourismus“ an der Fachhochschule Salzburg ab. Thema seiner Diplomarbeit war: „Die Brückenbauer Europas – Autochthone Minderheiten als touristisches Potential“. Laut Experten liefere seine Arbeit äußerst relevante Ergebnisse für die Tourismuswirtschaft.

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