Der Fasching ist zu Ende!

Quelle: GJU

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Auch die GJU-Freundeskreise haben sich
von der Faschingszeit verabschiedet

Der Verein Junger Haraster Schwaben und der Freundeskreis Schwäbischer Jugendlicher Hartian berichten über ihre Faschingserlebnisse bzw. wie sie von der freudenreichsten Zeit des Jahres Abschied genommen haben.

Fasching in Harast

„Wenn Faschingszeit, dann Faschingsball!” So lautete unser Motto, als wir im Kalendar einen schönen Samstag markierten. Die Tänzer der Volkstanzgruppe Kleine Rosinen und die Tanzgruppe des Vereins Junger Haraster Schwaben sammelten Ideen, Trachten und Tanzschritte, um mit diesen Zutaten ein spannender Tanzabend auszuhecken.

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Endlich st der 4. Februar 2017 und damit das unausbleibliche Haarflechten und das Anziehen der Trachten gekommen. Nachdem wir endlich alles erledigt hatten, konnten wir noch einige Tänze mit den Gästen vor dem Auftritt tanzen. Die Stimmung war fantastisch, wofür wir den beiden Kapellen, Heimatklang und Haraster Dorfmusik, sehr dankbar sind.

Alle Tanzgruppen stellten niveauvolle Produktionen auf die Bühne, die das Publikum mit riesengroßem Applaus belohnte. Die Tanzgruppe Kleine Rosinen stellte die Tänze Johann Polka, Fröhlicher Kreis, Siebenschritt und Schuster auf die Bühne. Nach Ihnen kamen die Jugendlichen mit ihren fantastischen Produktionen Josef Wenczls Faschingseröffnung, und eine Zusammenstellung von Andreas Zwick und Zoltán Pakó mit dem Titel „Jetzt geh’n ma nimm’r hoam”. Es ist schon Brauch, dass wir zu Fasching einen kostümierten Tanz vorführen, diesmal waren es zwei. Dieser sogenannter Schwinger-Tanz war Überraschung für jeden und wurde mit riesengroßem Applaus belohnt. Um Mitternacht kam der heiß ersehnte Moment worauf alle schon mit großer Aufregung warteten: Die Überraschungsproduktion der Tanzgruppe des Vereins Junger Haraster Schwaben. Wir haben den Holzhacker Plattler wachgerufen und vorgetragen. Und was haben wir für die nächste Faschingszeit vor? Es gibt schon neue Zutat-Ideen… Aber bis dann sollen diese noch unser Geheimnis sein!

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Die heurige Faschingssaison beendeten wir am 26. Februar gemeinsam mit der Tanzgruppe Haraster Lustige Schwaben und dem Blumenstrauss-Chor mit der traditionellen Faschingsbeerdigung. Zu dieser Zeremonie stellten wir den Kantor (Andreas Zwick) und die Trog- und Kerzenträger (Jungs aus dem Verein). Der Fasching Seppi wurde von Lénárd Mannheim (Pfarrer) verabschiedet und seiner Gattin Anna Mannheim beweint. Der Chor und Kantor gaben noch scherzhafte Lieder und Sprüche dazu. Es war eine gute und fröhliche Zusammenarbeit der drei Organisationen im Interesse der Traditionspflege, wobei die Deutsche Nationalitätenselbstverwaltung auch fördernd dahinterstand.

Fasching is’ go(a)r, wer ’s ned glaubt, der is’ a ’ Narr.

Mercédesz Knapp

Fotos: dhmuvhaz.hu

Blochziehen erneut in Hartian

Der Fasching endet in Hartian traditionell mit dem sogenannten Blochziehen („tuskóhúzás”). Unser Verein hat bereits 2014 und 2015 diesen schönen Brauch wiederbelebt, und nach einem Jahr Pause erhoben unsere Mitglieder den Anspruch darauf, dass die Tradition nach der originellen Form und zugleich den Erwartungen der heutigen Zeit entsprechend ins Leben zurückgeführt werden soll.

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So gingen acht Jungen und drei Angehörigen der älteren Generation in der Fastnacht los, um mit ihrem Gesang die Einwohner über das Ende des Faschings zu informieren, und vor allem die Herzen ihrer Geliebten mit ihrem Tanz zu erfreuen. Bei den Häusern, wo Mädchen wohnen, wartete die ganze Familie und natürlich die ausgewählte Partnerin gespannt auf uns, die Tische waren mit Köstlichkeiten bedeckt. Nach dem humorvollen Gedicht von András Surman über das Tanzpaar, trugen wir das Volkslied „Wonn i mein Schimml vorkauf” in der Hartianer Mundart für die Familie vor, danach kam der keineswegs einfacher Walzer des Tanzpaars, da der Bursche ein Bloch an den Fuß des Mädls festgebunden hat, was die späteren Schwierigkeiten des Ehelebens symbolisieren sollte. Musiziert wurde von László Fajth mit einem Akkordeon.

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Nach der Hartianer Tradition beendeten die Schulkinder unter zwölf das Blochziehen bei dem letzten Mädchenhaus, die Jugendlichen in den Kneipen des Dorfes. Da bei uns die alten Kneipen nicht mehr existieren, blieben wir diesmal bei dem Hausball. Das Haus der Familie Kaldenecker war mit dem sog. „Foschengkhanzli” verziert, und hier wurden die ursprünglichen Speisen der Tanzpartnerinnen Eier und Würste (eigentlich Fruchtbarkeitssymbole) als Rührei zubereitet.

Danach wurde nach dem Regel bis zur Mitternacht – bis zum Anfang der Fastenzeit – in der besten Laune getanzt…

Martin Surman-Majeczki

Fotos von László Bambuk:

Fotos von Dr. Péter Szikszay:

 

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