Nicht jeder Abschied muss traurig sein

Quelle: GJU

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Nach vier Jahren dankt die Vorsitzende der Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher, Tekla Matoricz, im Mai 2017 ab. Hier können Sie ihre Danksagung lesen:

„Alle Zeit, die nicht mit dem Herzen wahrgenommen wird, ist verlorene Zeit.”
(Michael Ende)

Das Zitat von Michael Ende passt gut zu dem Anlass, aus dem ich schreibe. Ich gebe zwar im Mai 2017 die Staffel als Vorsitzende der GJU weiter, möchte jedoch betonen, dass ich jede Minute der 12 Jahre bei der Organisation mit meinem Herzen wahrnahm und somit keine Sekunde als Zeitverlust empfinde.

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Da ich mir sicher bin, dass nicht jeder Abschied traurig sein muss, zumal er – wie in meinem Fall – keine endgültige Trennung von der GJU bedeutet, möchte ich den Leserinnen und Lesern eine kurze Einsicht darin gewähren, was mir diese Organisation bedeutet, was ich ihr und all den Freunden zu verdanken habe, die ich ohne die GJU womöglich nie kennengelernt hätte.

Ein Meilenstein war natürlich die erste Begegnung mit der GJU, 2005 im KreaCamp in Nadasch. Mit 14 Jahren war ich noch relativ unsicher, hatte aber damals schon eine große Klappe und trug mein Herz auf der Zunge, so gelang es mir schnell, einige Kumpels zu sammeln, ohne die leiseste Vorahnung dessen, dass sie heute noch zu meinen engsten Freunden gehören werden. Mirella, Mónika, Anikó, damit ich nur einige Namen nenne, ich danke euch dafür, dass wir immer füreinander da waren und da sein werden, egal, ob im GJU-Vorstand, oder in den grauen Alltagen. Außerdem danke ich Adri, die meine Kusine die „Pflichtaufgabe“ erteilte zu dem entscheidenden Kreacamp zu fahren, und Vercsi, meiner Kusine dafür, mich mitgenommen zu haben.

Die vielen Jahre hindurch habe ich an allen möglichen Veranstaltungen teilgenommen, egal, ob diese in Ungarn, Deutschland, Österreich oder in anderen europäischen Ländern stattfanden. Freilich machten sich meine Eltern Sorgen, als ich alleine oder mit maximal einer Freundin den Zug zu dem nächsten JEV-Seminar bestieg und oft tagelange Reisen unternahm, ohne genau zu wissen, was am Zielort auf mich zukommt. Legendär war zum Beispiel das Voices of Europe 2008 in Bautzen, wo wir zu zweit aufkreuzten und erst vor Ort erfuhren, dass dies ein Chorlager mit täglich 6 Stunden Gesang ist. Trotzdem schlugen wir uns durch, und ich sammelte eines der mit Abstand besten Erlebnisse meines Lebens ein.

Ich habe bei den Programmen der GJU die unterschiedlichsten Menschen getroffen, viele aus den verschiedenen Teilen des Landes in mein Herz geschlossen und mit vielen in engster Zusammenarbeit diverse Events geplant und verwirklicht. Für diese Erfahrungen bin ich jedem Mitglied und allen Freundeskreisen der GJU dankbar, ich möchte hoffen, dass wir auch künftig die Möglichkeit zur Kooperation finden.

Als ich schließlich Multiplikator wurde, leuchtete mir endlich ein, welchen Einsatz die Organisation eines Programms von den GJU-lern verlangt, wenn man es zu dem bestmöglichen Erfolg verhelfen will. Mein besonderer Dank gilt daher den Vorgängern, die mir fast alles darüber beigebracht haben, was man bei solch einer Organisation wissen muss: Emil, Roni, Petra, Évi.

Später fing die aufregende Arbeit im Vorstand für mich an, und ich hatte die Ehre, wieder mit den Besten zusammen zu arbeiten, zum Bespiel mit Réka und Szabi, und natürlich vielen Anderen. Wir hatten viel Spaß zusammen, oft verbunden mit einem Haufen Stress und viel Streit, was ich jedoch nie bereut habe, denn jede Minute trug schließlich dazu, dass wir uns alle weiterentwickeln konnten und trotz der Krawalle weiterhin eine gute Beziehung zueinander haben.

Aus der heutigen Perspektive erfüllt es mich mit Stolz, 4 wundervolle Jahre hindurch Vorsitzende des größten Jugendvereins der Ungarndeutschen gewesen zu sein. Ich konnte nicht nur die „alten“ Freunde behalten, sondern es kamen auch neue hinzu. Ich danke hiermit allen Multiplikatoren, Freiwilligen und Büroleitern, mit denen ich stundenlange Strategieplanungen und Vorstandstreffen hinter mich bringen musste. Ohne sie wäre das heutige Dasein der GJU unvorstellbar. Ich bin froh, dass ich euch alle kennenlernen konnte: Tomi, Bia, Barbi, Virág, Lotti, Ildi, Feri, Máté, Karesz, Flóra, Martin, Balázs, Szandika, Blanka… um nur einige Namen zu nennen.

Ich wünsche dem neuen Vorstand – Betti, Martin und meinem/r Nachfolger(in) – gute, verantwortungsvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit und hoffe, der GJU mit Rat und Tat auch weiterhin beistehen zu können.

Tekla Matoricz

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