Tanzgruppen vernetzt – Traditionsbewahrender Wettbewerb in Saar

Quelle: Zentrum

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Mit der Teilnahme von acht Teams fand der erste traditionsbewahrende Wettbewerb in Saar statt. Ungefähr 60 begeisterte Jugendliche und ihre Gruppenleiter amüsierten sich am 1. April, im Saarer Kulturhaus.

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Voriges Jahr, bei der Planung der Programme des Jahres 2017, kam die Idee, dass das Archiv-Komitee auch in der Fastenzeit etwas für die Mitglieder anbieten möchte. Weil Feiern bis Ostern jedoch nicht „auf der Speisekarte stehen“, fiel die Entscheidung auf einen Wettbewerb. Da es mehr Spaß macht, wenn mehrere mitmachen, wurden Tanzgruppen aus der Gegend von Saar eingeladen. Außer der Saarer Tanzgruppe meldeten sich acht Gruppen zum Wettbewerb an, jedoch fiel eine Gruppe schon vorher wegen Krankheit aus. So kamen Teams mit je sechs Mitgliedern aus Schambek, Pußtawam, Tarian, Schemling, Kleinturwall, Taks und Somor nach Saar. Natürlich kamen neben den Teilnehmern auch andere Mitglieder der Tanzgruppen, sowie Gruppenleiter und andere Interessenten mit, die ihre Teams den ganzen Tag unterstützten.

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An diesem Tag zeigten die Teams, dass Mitglieder der Volkstanzgruppen nicht nur sehr gut tanzen können, sondern auch, dass sie über hervorragende Kenntnisse über das Ungarndeutschtum verfügen. Das heißt, sie kannten nicht nur die lexikalischen Kenntnisse, denn die kann sich ein Jeder einstudieren, sondern, dass sie frei mit ihrem Wissen handeln konnten, zudem zeigten sie auch in kleinen Theaterstücken einzelne Szenen aus dem Leben der Ungarndeutschen, wie Schweineschlachten, Hochzeit oder Gartenarbeiten.

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Was bei der Jugend häufig kritisiert wird, ist der Sprachgebrauch, genauer gesagt der Gebrauch der deutschen Sprache und der Mundart. Das Erlebnis an dem Tag war verblüffend, denn ohne dass es erwähnt wurde, dass dieser Sprachgebrauch Pluspunkte bringen kann, meldete sich während des Wettbewerbs die Hälfte der Gruppen automatisch mit deutschen und/oder ungarischen Antworten und Lösungen. Im Rahmen der Aufgaben stellten sich die Gruppen gegenseitig ihre Heimatorte vor, wodurch sie ihr Wissen erweitern konnten: nicht nur ortsgeschichtliche Daten, sondern auch die Tanzgruppen wurden vorgestellt, denn nicht alle Tanzgruppen kannten einander.

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Die Jugendlichen zwischen 15 und 25 zeigten, dass das Ungarndeutsch-Sein kein Muss und Zwang ist, sondern dass es eine zusammenhaltende Macht ist, was auch eben Spaß macht. Da das ein Wettbewerb war, gab es natürlich auch Sieger am Ende des Tages. Den dritten Preis belegten die Teams „Kvirzedli’n’Wein“ aus Pußtawam und „Die Winnie the Pooh Sextett” aus Saar, zweite wurde die „Füzes Tanzgruppe“ aus Kleinturwall und den ersten Platz belegten „Ti lustigi Leid“ aus Tarian. Es war schön zu sehen, dass während des Wettbewerbs auch neue Freundschaften geschlossen wurden und ein engerer Kontakt zu den „Nachbartanzgruppen“ entstand.

Wir bedanken uns für die Teilnahme, für die Arbeit der Jury und für alle Mithelfer.

Hoffentlich bleibt ihr nicht lange ohne einen Wettbewerb!

Viktória Nagy

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