„Das Leben auf einem Bauernhof…”

Quelle: Zentrum

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Volkskundecamp des Deutschen Nationalitätengymnasiums
in der Branau

Das Deutsche Nationalitätengymnasium hat im Jahre 2014 eine neue Tradition ins Leben gerufen, damit die Schüler den Volkskundestoff nicht nur in den Schulbänken, sondern auch hautnah erleben können. Das erste Camp wurde in Litowr/Liptód in der Branau organisiert, danach kam Hartian/Újhartyán (Komitat Pesth), Hartau/Harta (Komitat Batsch- Kleinkumanien) an die Reihe, zum vierten Mal kehrte das Camp in seinen Ursprungsort, in die Schwäbische Türkei, zurück.

Deutsches_Haus_Schomberg_(2)

Zum Gastgeberort wurde Sawer/Székelyszabar ausgewählt, wo wir auf dem „Ökogehöft” der Familie Reisz empfangen wurden. Aus diesem Grund war unser Motto „Das Leben auf einem Bauernhof…” auch kein Zufall. Wir wollten in diesen 3 Tagen die bäuerliche, selbstversorgende Lebensweise der Ungarndeutschen unter die Lupe nehmen, wofür dieser Bauernhof besonders geeignet war. Wir schliefen im „Heuhotel” bzw. auf der Speisekarte standen nur natürliche, selbstgemachte Produkte. Das Programm wurde auch in dieser Sinne zusammengestellt: wir lernten das Buttern, das Brotbacken und das Ziegemelken kennen.

Bauernhof_der_Familie_Reisz_(2)

Am ersten Abend konnten die Schüler ihre Volkskundekenntnisse in der Show von mir „Wer wird schwäbischer Millionär?” auf die Probe stellen. Am Schlussabend erlebten sie durch unsere Gastgeberin, Frau Jutta „Hexe”, die Stimmung der Walpurgisnächte selber. Die Geschicktesten wurden sogar zu Hexen geweiht!

Bauernhof_der_Familie_Reisz5

Die andere wichtige Zielsetzung von uns war, die Schwäbische Türkei näher zu entdecken, was auch gelungen ist. Jeden Tag besichtigten wir eine andere Branauer Gemeinde, um auf unterschiedliche Art und Weise die dort lebenden Ungarndeutschen kennenzulernen. Unser erster Weg führte uns nach Boschok/Palotabozsok, wo wir von Frau Ritzl begleitet wurden. Wir besuchten eine echte Fassbinderei und das örtliche Heimatmuseum. Am nächsten Tag konnten wir dank Frau Berek und Frau Kohl den nagelneuen ungarndeutschen Lehrpfad in Schomberg/Somberek selbst erfahren. Glücklicherweise war im Deutschen Haus auch das kürzlich heimgekehrte Wanderbündel ausgestellt, und wir konnten seinen Inhalt untersuchen. Zum Abschluss bewunderten wir noch einen einzigartigen Schatz des Landes, Feked, im Rahmen einer Dorfrallye. Die alten, schön verzierten Langhäuser verzauberte uns einfach.

Wanderbundel2

Vielen Dank an Frau Bozzai und an Frau Győrf, ohne sie wäre das bereits vierte DNG-Volkskundecamp nicht zustande gekommen! Für mich war es eine Ehre, als Begleiter und Organisator dabei sein zu dürfen! 2018 werden wir eine noch unbekannte Region, entweder das Plattensee-Oberland, oder Westungarn entdecken!

Martin Surman-Majeczki

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