Pädagogen für ihre hervorragenden Leistungen ausgezeichnet

Quelle: Zentrum

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie ein Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

Seit 2007 werden deutsche Nationalitätenpädagogen, die in ihrer Laufbahn Hervorragendes geleistet haben, beehrt. Voriges Jahr hat die deutsche Komitatsselbstverwaltung von Pesth beschlossen, diese Auszeichnung der Pädagogen nach  Katharina Szabó geb. Kreisz zu benennen.

DSCF0343

Katharina Kreisz war in Taks eine bestimmende Persönlichkeit des ungarndeutschen Bildungswesens. Sie stand ihr ganzes Leben lang im Dienste der Schule, des Deutschunterrichts, der Weitergabe der ungarndeutschen Traditionen an die Kinder. 1976 wurde sie Fachinspektorin der deutschen Nationalitätensprache in den Komitaten Pesth und Naurad.

Die Auszeichnungen überreichten am 6. April im Rahmen des Regionaletnscheids Pesth des ungarndeutschen Rezitationswettbewerbes János Schrotti, der Vorsitzende der deutschen Selbstverwaltung des Komitats Pesth, und Ibolya Sax, Bildungsreferentin der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen.

Der erste Preis ging an Frau Maria Heli (Kindergärtnerin des „Kinderburg“ Kindergartens in Hartian).

Frau Maria Heli, geb. Rutterschmiedt ist in Hartian geboren und aufgewachsen. Sie hat vor 35 Jahren ihr Ausbildung als Kindergartenpädagogin in Kecskemét erfolgreich beendet. Die Selbstverwaltung der Gemeinde Hartian hat 2002 in der Bewerbung um die Stelle des Kindergartenleiters als Erwartung die Einführung der deutschen Nationalitätenkindergartenerziehung bestimmt. Danach hat Maria Heli neben der neuen Leiterin den Auftrag bekommen, stellvertretende Kindergärtnerin zu werden. Ihr Person war sehr bestimmend in allen 8 Gruppen die Bedingungen der deutschen Nationalitätenerziehung zu ermöglichen. In diesem Arbeitsfeld ist sie schon 15 Jahre lang tätig. Sie ist die erste Nationalitätenkindergärtnerin von Hartian. Sie hat den ersten Martiniumzug, später die erste ungarndeutsche Woche im Kindergarten organisiert. Außerdem hat sie die im Jahre 2009 eingeweihte sog. „Schwäbische Galerie“ des Kindergartens initiiert. Sie ist fachliche Leiterin der ungarndeutschen Arbeitsgemeinschaft und Mentorin. Sie ist besonders innovativ, offen für die methodischen Erneuerungen. Sie begnügt sich nie mit ihren langjährigen Erfahrungen, sie nimmt stets an Weiterbildungen im Inland und an Fachreisen in Deutschland teil. Sie wendet sich mit Demut und Glaube an die ungarndeutschen Traditionen, und pflegt sie beispielhaft. Mit ihrer Persönlichkeit und ihren Verdiensten hat sie die Ehre und Anerkennung ihrer Umgebung errungen.

Der Preis geht noch an Frau Katalin Michelberger, Lehrerin der Unterstufe der Jakob Bleyer Deutschen Nationalitätengrundschule in Wudersch / Budaörs.

Frau Michleberger hat als Kind die deutsche Sprache zu Hause gelernt, dann hat sie im Gymnasium ihre Sprachkenntnisse vertieft. Sie hat an der Budapester Pädagogischen Hochschule ihr Grundschullehrerbildung erworben. 1999 hat sie an der Budapester Wirtschaftsuniversität ihr Diplom als Deutschlehrerin erhalten. Seit 2006 ist sie Deutschlehrerin für Nationalitätensprache in der Unterstufe.

Sie hält es wichtig, ihre ungarndeutsche Identität zu bewahren und diese ihren Schülern und Kollegen weiterzugeben. Ihre Zielsetzungen sind: auf hohem Niveau die deutsche Sprache zu unterrichten, die Geschichte, das Leben, und die Traditionen der Ungarndeutschen bekannt zu machen. Sie unterrichtet auch Volkskunde und Volkstanz. Seit drei Jahren ist sie Mitglied der Wuderscher Deutschen Selbstverwaltung. Nach ihrer Initiative haben sie die Serie für die Jugendlichen die sog. „Nationalitätentage im Frühjahr“ erneuert. Sie ist barmherzig, hilfsbereit und arbeitet unermüdlich. Sowohl ihre Familie als auch ihre Schüler und Kollegen können sich auf sie verlassen.

Anhand ihrer fachlichen Tätigkeit, ihrer herausragenden Leistung auf dem Gebiet des Vermittelns der ungarndeutschen Identität empfahlen die Deutsche Nationalitätengrundschule Fürst Taksony sowie die örtliche deutsche Selbstverwaltung, Frau Cecilia Kreisz den Preis in der Kategorie Oberstufe zu bekommen.

Frau Cecília Kreisz ist in eine deutschstämmige Familie in Taks hineingeboren. Mit der Oma sprach sie immer schwäbisch. Später erweiterte sie ihre Deutschkenntnisse zuerst in der Grundschule, dann in Budapest im Deutschen Nationalitätengymnasium. Anschließend studierte sie Germanistik an der Eötvös Loránd Universität. Seit 2004 ist sie Deutschlehrerin in der Deutschen Nationalitätengrundschule Fürst Taksony. Sie ist die Leiterin der Deutschen Arbeitsgemeinschaft. Ihre Arbeitsauffassung und besonders ihre Einstellung zu den Kindern sind nachahmenswerte Beispiele für alle Kollegen. Ihre Arbeit ist in jedem Bereich hervorragend, sowohl als Deutschlehrerin als auch als Klassenleiterin. Jedes Jahr nehmen ihre Schüler mit großem Erfolg an etlichen Deutschwettbewerben teil. Dank ihrer Arbeit wurde im Jahre 2010 die DSD Sprachprüfung in der Takser Schule eingeführt. Sie hat schon mehrere deutschsprachige Projekttage organisiert. Sie nimmt jedes Jahr an Weiterbildungen teil, besonders gern an solchen, wo das Thema Volkskunde behandelt wird, denn außer Deutsch unterrichtet sie auch Volkskunde. Für diesen Unterricht sammelt sie verschiedene schwäbische Gedichte, Reime und Lieder, damit die Kinder die Geschichte von Taks aus authentischen Quellen kennenlernen können. Die Bewahrung der schwäbischen Traditionen, Bräuche liegt ihr sehr am Herz. Sie ist eine der Organisatorinnen des Musikwettbewerbes in der Region Nord, der immer in Taks stattfindet. Neben ihrer Arbeit war sie für lange Zeit Redakteurin der Takser Zeitung „Hírharang“.
Ihre Menschen- und Kinderliebe, ihre positive Ausstrahlung und ihre Demut zum Unterricht sind ein stetes Vorbild für alle Kollegen und für alle, die sie kennen.

Aufgrund ihrer jahrzehntelangen Arbeit auf dem Gebiet der Einführung und Verbreitung des zweisprachigen Nationalitätenunterrichts im Fach Geographie empfahlen die Schulleitung des Friedrich Schiller Gymnasiums und Schülerwohnheims Frau Andrea Tarnai zum Katharina-Kreisz-Preis.

Frau Tarnai wohnt seit ihrer Geburt in Pilisvörösvár/Werischwar. Nach der Grundschule meldet sie sich in den deutschsprachigen Nationalitätenklassenzug des József Eötvös Gymnasiums in Budapest an. Sie studiert Deutsch und Kunsterziehung in der ehemaligen DDR. Im nächsten Jahr setzt sie ihre Studien in den Fächern Deutsche Sprache und Literatur und Kulturwissenschaft an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Eötvös Lóránd Universität Budapest fort, wo sie 1982 ihr Diplom bekommt. Ab 1991 arbeitet sie in im Gymnasium von Pilisvörösvár/Werischwar, und unterrichtet anfangs das Fach Deutsch.

1992 wird das neue, zweisprachige Nationalitätenprogramm im Gymnasium eingeführt, wobei neben dem Geschichtsunterricht auch Geographie in deutscher Sprache eine bedeutende Rolle spielt. Die damalige Schulleitung bittet Frau Tarnai um den Unterricht des Faches Geographie auf Deutsch, den sie seitdem auch ununterbrochen verrichtet. Um den gesetzlichen Vorschriften zu entsprechen, ist sie auch bereit, ihre Kenntnisse auf universitärer Ebene zu erweitern, so erwirbt sie ihr zweites Diplom im Fach Geographie im Jahre 2005 an der ELTE.

Frau Tarnai ist jahrelang die einzige an der Schule, die dieses Fach auf Deutsch unterrichtet. Somit hat sie die Aufgabe, selbst Unterrichtsmaterialien auszuarbeiten, Lehrpläne zu verwirklichen, Anschauungsmaterialien herzustellen, Abituraufgaben auszuarbeiten, ungarisch sprachige Materialien zu übersetzen. Nach der Aufnahme von neuen Lehrkräften wegen der erhöhten Schülerzahlen übernimmt sie auch die Betreuung der neuen Kollegen, sie führt sie in die Fachmethodik ein.

Frau Tarnai nimmt im Sinne des lebenslangen Lernens jedes Jahr an Fortbildungen teil, sie bereitet ihre Schüler auf verschiedene Wettbewerbe vor, wobei sie schon öfters gute Ergebnisse erzielt haben.
Frau Tarnai hat Generationen die Liebe zur Geographie vermittelt. Sie unterrichtet seit 25 Jahren im Friedrich Schiller Gymnasium, ihre bescheidene, zuverlässige und immer freundliche Art ist für viele Schüler und Kollegen ein zu folgendes Beispiel.

Foto: Maria Klotz

Magyarwechsle die Sprache

Schlagwörter:

Zum Thema:

© 2004 - 2019 • Ungarndeutsches Kultur- und Informationszentrum, alle Rechte vorbehalten!
logo