Willi Graf gestorben

Quelle: Neue Zeitung

Der beliebte Redakteur der „Teitschstond“ und Conferancier bei unzähligen Bällen und Veranstaltungen Willi Graf – unser Willi – ist im Alter von 72 Jahren gestorben.

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Er stammt aus dem Kleindorf Budmer, von dort brachte er die Mundartkenntnisse und die Traditionen mit. Er hat den deutschen Nationalitätenklassenzug im Fünfkirchner Leőwey-Gymnasium besucht und ab 1967 war er 20 Jahre lang beim Fünfkirchner Rundfunk tätig. Mit seiner freundlichen, umgänglichen Art brachte er jeden zum Sprechen – in einer Zeit, wo viele Angst hatten, deutsch ins Mikrofon zu sprechen. „Es war in jeder Hinsicht, auch gesellschaftlich, politisch, wirtschaftlich gesehen, eine sehr schöne und äußerst interessante Zeit“, bekannte Graf in einem Gespräch. Ende der 80er Jahre wechselte er zum Fremdenverkehr. Zu dieser Entscheidung trug auch der Weinkeller der Familie in Bohl bei. Er arbeitete im deutschen Generalkonsulat in Fünfkirchen und auch im Internat der Fünfkirchner Tiborc-Schule. Unvergesslich bleiben seine Moderationen ungarndeutscher Veranstaltungen, Kulturprogramme, Schwabenbälle. Hier erntete er immer wieder mit seinen Mundartgeschichten großen Erfolg. Manche von diesen Geschichten veröffentlichte auch die Neue Zeitung.

Nur nicht aufgeben, machte er anderen und sich selber oft Mut. Am 14. Mai hat er den Kampf gegen die Krankheit aufgegeben.

Er wird am 26. Mai um 16 Uhr auf dem Friedhof in Bohl zu Grabe getragen.

Wir werden ihn in guter Erinnerung behalten.

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