„Ich habe einen Wunsch” – ungarndeutsches Theatercamp in Tarian

Quelle: LdU

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Das 22. Theatercamp fand zwischen dem 24.-29. Juli 2017 in der Organisation der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen in Tarian, im Ungarndeutschen Jugendlager statt. Die Teilnehmer waren die Siegergruppen der regionalen Theaterfestivals: 53 Kinder aus Fünfkirchen, Nadwar, Schorokschar und Baje. Das Thema des diesjährigen Ferienlagers war: „Ich habe einen Wunsch…”.

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Ein Bericht von Erzsébet Berta, der Leiterin des Theaterlagers:

Jeden Vormittag von 9 bis 12 Uhr und am Nachmittag von 15 bis 18 Uhr hatten die Kinder Theaterstunden, in denen die Lehrerinnen mit den Kindern verschiedene Spiele gespielt und geübt haben. Diese Spiele dienten der Konzentration auf der Bühne und der Aufmerksamkeit aufeinander. Während der Woche haben sich die Kinder in drei Gruppen auf die Theateraufführung vorbereitet. Trotz der Hitze und des ab und zu stürmischen, regnerischen Wetters übten sie motiviert ihre Stücke und setzten sich voll ein. Jeder übernahm die Verantwortung seiner Rolle, lernte seinen Text und gab sich die größte Mühe, so dass das Theaterstück ein Erfolg wurde.

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Das gemeinsame Theaterstück wurde dann am letzten Tag den Eltern und Interessenten in Tarian im Kulturhaus vorgetragen. Und das etwa 30-minütige Stück, am Ende mit dem Lagerlied, war – trotz Lampenfieber – hervorragend.
Nicht nur das Theaterspielen machte aber den Teilnehmern während der Woche großen Spaß, sondern auch die Rahmenprogramme, denn neben der Dramatisierung wurden den Kindern verschiedene Programme vorbereitet.

An einem Abend wurde aus Pappe und Flaschendecken Schach hergestellt. Die Tafel wurde mit viel Geduld angefertigt. Ein bisschen schneiden, vielmal kleben, und es war schon fertig. Die etwas Geschickteren und die geübten Lehrerinnen haben den Kleineren geholfen. Einige Kinder konnten sogar mehrere Schachfiguren basteln, sie haben diese als Geschenk für die Verwandten nach Hause gebracht. Aus Wolle und Perlen konnten die Kinder Armbandkette basteln.

Während der Woche wurde auch getanzt. Aus der Sammlung „Ungarndeutsche Volkstänze“ haben die Teilnehmer einige berühmte Tänze, wie Siebenschritt, Kleine, schlimm bist du!, Der Spielmann, Ganasser, Zipfelmütze, kennengelernt. Einige haben die Tänze einigermaßen von den Volkstanzstunden in ihrer Schule gekannt. Sie konnten die schwäbischen Lieder oft auch mitsingen. Sie waren sehr geschickt und haben die unbekannten Tänze schnell gelernt.

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Als die Kinder Freizeit hatten, trieben sie immer Sport. An einem Abend war ein ganz großes Sportfest, ein Sportwettbewerb mit verschiedenen Sporttätigkeiten, veranstaltet. Dabei konnten sich alle Kinder richtig austoben.

Die ungarndeutsche Siedlung haben die Kinder durch die Tarian-Rallye in drei Gruppen kennengelernt. Dabei haben sie sich nicht nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Tarian angesehen, sondern auch einen Sodawasserbetrieb besucht.

Natürlich wurde während des Jugendlagers vor allem Deutsch gesprochen, wodurch auch die Sprachkenntnisse und die Bindung zum Ungarndeutschtum gefördert wurden.

Förderer des Camps waren: Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, Ministerium für Humanressourcen, Hauptstädtische Deutsche Selbstverwaltung, Gemeinde Tarian und Ungarndeutsche Selbstverwaltung Tarian.

Gedanken der Leiterinnen und Mithelfer des Lagers:

Zsuzsanna Nagy-Sziegl (Nadwar):

Das Tarianer Lager war ein idealer Ort für uns. Zwischen Bergen und Bäumen, wo neben den Häusern Hasen hüpfen, fühlten sich die Kinder wohl. Dieses friedliche Leben haben wir auch auf die Bühne genommen. Meine Schüler haben zusammen mit den kleinsten Kindern aus Pécs eine Szene aus dem Indianerleben vorgetragen. Sternreiter, Regenbogen, Lange Feder und die Anderen haben nachgewiesen, was der Sohn des Stammführers am Ende festgestellt hat: „Wie gut, dass wir in Frieden leben: Männer, Frauen, Kinder, alle zusammen!” Man kann sich keinen besseren Wunsch herausfinden.

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Die Arbeit mit den begabten Kindern hat uns Gruppenleiterinnen viel Spaß gemacht. Mithilfe der Gymnasiasten haben wir neben dem Dramatisieren und Drama-Spielen noch Sport-, Handwerker- und Volkstanzbeschäftigungen gemacht. Viele Erlebnisse, viel Freude, neue Freundschaften hat uns das Dramalager gegeben. Vielen Dank!

Klára Szauter-Lévai (Baje):

Unsere Theatergruppe hatte in diesem Jahr sechs Mitglieder, von denen vier Kinder am Theatercamp in Tarian teilnehmen konnten. Die Möglichkeit haben wir im April in Schomberg, am 25. Theatertag als Sonderpreis bekommen, wo wir das klassische Märchen, „Hänsel und Gretel“ vorgetragen haben.

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Die UBZ-Kinder gehörten zu den Größten im Camp (5. und 6. Klasse), die das Leitmotiv des gemeinsamen Stücks „Ich habe einen Wunsch…“ dargestellt haben. Das Lager, das gemeinsame Spielen mit den anderen Kindern haben uns großen Spaß gemacht. Daneben hat uns das Camp mit vielen neuen Ideen, Freundschaften und schönen Erlebnissen bereichert. Vielen Dank für die ganze Woche!

Breier Andrea, Csilla Györgypál (Schorokschar):

Unsere Gruppe aus der Anton Grassalkovich Grundschule in Schorokschar hat im Frühling mit 12 Zweitklässlern am Theatertreffen in Tarian teilgenommen. Dort haben wir eine kleine Szene „Der Wolf und die sieben Geißlein RELOADED“ vorgetragen. Als Sonderpreis haben wir die Möglichkeit bekommen, am Theaterlager in Tarian teilzunehmen.

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Das Lager hatte das Motto: „Ich habe einen Wunsch…“. Dazu haben wir uns im Lager eine Szene zusammen mit den Kolleginnen ausgedacht und geschrieben. Diese Arbeit war sehr spannend, alles dort in kurzer Zeit zu verwirklichen. Der letzte Abend aber, als die Kinder auf die Bühne getreten sind, war sehr rührend.

Wir sind mit neuen Ideen, Spielen, neuen Freundschaften nach Hause gekommen. Wir fanden das Camp toll!

Bálint Rezsnyik (Werischwar):

In diesem Jahr hat das deutschsprachige Dramalager in Tarian stattgefunden. Die Kinder kamen – wie immer -, aus verschiedenen Siedlungen, um Theater zu spielen. Unter meiner und Berill Ács’s Leitung standen die Siebenklässler aus Fünfkirchen, die Mädels aus Baje und noch einige Kinder aus Nadwar. Jeden Tag hatten wir zwei Workshops, wo die Schüler ihre theatralischen Fähigkeiten verbessern konnten. Das Ziel des Treffens war u. a. eine Rahmengeschichte zu schreiben. Unsere Gruppenmitglieder halfen uns sehr viel bei der ganzen Geschichte mit ihren Ideen, so entstand eine ganz gute Vorstellung. Außer den verbindlichen Programmen waren sie auch sehr aktiv, es war eine Freude nochmal an diesem Lager teilzunehmen.

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Dávid Sal (Fünfkirchen):

Alle Gymnasialschüler müssen vor ihrem Abitur 50 Stunden Sozialarbeit leisten. Wir haben uns entschieden, dass wir einen Teil unserer Stunden in diesem Lager abarbeiten. Wir waren dort die helfenden Hände der Lehrerinnen. Wir haben fleißig bei den organisatorischen Aufgaben im Lager mitgeholfen. Währenddessen haben wir unsere Zeit nützlich verbracht und hatten viel Spaß dabei. Die Programme dauerten von morgens bis abends, so hatten wir keinen Mangel an Arbeit. Aber es war keine harte Arbeit, weil wir die ganze Zeit mit den Kindern gespielt und gelernt haben. Da die Dramaspiele auf Deutsch gespielt wurden, konnten wir sogar unsere deutschen Sprachkenntnisse verbessern. Der letzte Tag war die Spitze der zusammen verbrachten Woche. An diesem Tag waren die Generalprobe, eine Stadtrallye durch Tarian und natürlich der Auftritt. Der krönende Abschluss der Woche war ein gemeinsames Tortenessen. Uns hat das Lager viel Spaß gemacht und wir sind froh, dass wir bei diesem Lager mitgemacht haben.

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