Klausenburger Tanzkavalkade

Quelle: Zentrum

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„Anlässlich des St. Stephan-Tages haben die Heltai-Gáspár-Stiftung, der SzINT-Kulturverein und das Szarkaláb-Volkstanzensemble zum 19. Mal das internationale Volkstanztreffen der Minderheiten in Klausenburg, in der Hochburg der siebenbürgisch-ungarischen Kultur veranstaltet, das vom 11. bis 17. August 2017 stattgefunden hat. Die Veranstaltung spielt eine immer wichtigere identitätsbewahrende Rolle in Siebenbürgen. Es hat sich zu einer der bedeutendsten Veranstaltungen des St. Stephan-Tages entwickelt und es ist ein Treffpunkt der Minderheiten- und Regionalkulturen geworden.”

Heltai FolkCenter

 

Am diesjährigen Volkstanztreffen haben 20 Volkstanzensembles aus 7 Ländern teilgenommen, die ihre nationale und regionale Minderheit vertreten haben. Die ‘Profi’ Gruppe des Vereins der Takser Junger Donauschwaben hat die deutsche Minderheit aus Ungarn an diesem prestigevollen internationalen Volkstanztreffen repräsentiert. Die Gruppe wurde aus mehreren Bewerbern ausgewählt, aber es sind auch Gäste aus Griechenland, Polen, Oberungarn, den Transkarpatien, aus der Woiwodschaft oder aus Siebenbürgen gekommen.

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Das Festival hat in Klausenburg und in der Umgebung der Stadt stattfindet, so haben wir Dés, Magyarfenes, Torda, Gyalu und Mireslau/Miriszló besucht und in diesen Orten haben unsere Tänzer und Musiker immer eine wunderbare Stimmung gezaubert.

In Dés (Dej), in einer Stadt im Kreis Cluj, hat das Festival am 11. August mit einem von Takser Tänzern geführten Festzug und mit einer Gala begonnen. Im Stadtzentrum hat jede Gruppe ihre Tänze, Musik und ihre authentische Volkstracht dem Publikum gezeigt.

Am Tag darauf haben wir Magyarfenes besucht, wo die Teilnehmer mit Pferden, Fahnen, Schildern, Musik, Tanz und mit Gesang durch das Dorf marschiert sind, bis zum wunderschönen Theatersaal, in dem sich die Zuschauer ein mehrstündiges, vielfältiges Programm ansehen konnten, die sie nie im Leben vergessen werden. Das Publikum hat sich für die lustige, lebhafte Produktion, die unsere Tänzer auf die Bühne gebracht haben, mit einem riesengroßen Applaus bedankt. Der Moderator hat uns vor den Zuschauern versichert, dass wir nächstes Jahr zum Jubiläumsvolkstanzfestival wieder herzlich willkommen sind.

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Am dritten Tag haben uns die Veranstalter zu einer Heiligen Messe in die Klausenburger Michaelskirche eingeladen und am Nachmittag waren wir die Gäste der V. Mireslauer Ungarischen Kulturtage. Dort konnten wir die Gastfreundschaft der Mireslauer genießen, weil auch unsere Gruppenbegleiter in diesem Dorf leben. Während des Festzugs haben wir eine gute Freundschaft mit der polnischen und der griechischen Delegation geschlossen.

Am Montagmittag hat eine große Menge das Matthias-Corvinus-Denkmal auf dem Klausenburger Hauptplatz umgeben: die Klausenburger Tanzkavalkade hat angefangen. Neben den siebenbürgischen Gruppen haben sich die ausländischen Ensembles vorgestellt und sie haben die Anwesenden zu einem gemeinsamen Tanz invitiert. Mit der Klausenburger Tanzkavalkade waren wir mit unserem Programm für Montag noch nicht fertig. In Gyalu erfolgte an jenem Tag der internationale Abend, an dem jedes Ensemble seine Siedlung vorgestellt hat, seine Gerichte und Getränke den anderen angeboten hat und seine Tänze im Rahmen eines Tanzabends den anderen Gruppen beigebracht hat. Mithilfe unserer Musikkapelle, deren Leiter Dávid Solymosi war, haben wir eine wunderbare Stimmung gezaubert. Die Teilnehmer haben uns um Zugabe gebeten, sie wollten uns nicht gehen lassen.

Am Dienstagmorgen sind wir früh zum Salzbergwerk Turda gefahren, in dem wir nach 1700 Stufen endlich zur wunderschön beleuchteten Bühne des Salzwerks angelangt sind. Eine riesengroße Menschenmenge, insgesamt etwa 7000 Menschen sind unten im Salzbergwerk beim See, beim Golfplatz, bei den Tischtennistischen, beim Riesenrad und bei der Bühne gewesen. Es war ein besonderes Erlebnis, hier aufzutreten, wo die Menschen sich in den Vordergrund gedrängt haben, um uns sehen zu können. Der Erfolg ist nicht ausgeblieben, da die Zuschauer die Produktion genossen haben und auch die offizielle Facebook-Seite des Salzbergwerks hat unser Video ins Internet gestellt.

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Früh am Nachmittag haben sich die Tänzer in den Salzseen von Turda erholt, während die Leiter der Gruppen an einem Empfang teilgenommen haben. Später haben die Musikkapellen des Festivals ein Konzert gegeben, bei dem unsere Kapelle ein Kuriosum unter den vielen Streichorchestern gewesen ist.

Im Heltai Folkpub hat es jeden Tag einen Volkstanzabend für die Teilnehmer des Festivals gegeben und so wurden Freundschaften, Bekanntschaften geschlossen, man konnte sich in einer familiären Stimmung unterhalten, singen und natürlich tanzen.

Am Mittwoch war eine kleine Delegation von uns ins Casino im Stadtpark eingeladen, in dem wir uns mit der Stadtleitung und mit den Hauptorganisatoren des Festivals getroffen haben und wir haben die Geschenke aus Taks der Vizebürgermeisterin und den Veranstaltern überreicht.

Am Abend hat die Abschlussgala des 19. internationalen Volkstanztreffens auf dem Hauptplatz Klausenburgs, auf einer monumentalen Bühne stattgefunden. Am Anfang und am Ende der Gala haben sich die teilnehmenden Ensembles und Kapellen auf der Bühne versammelt. Auf dem Platz haben tausende Menschen den Ereignissen gefolgt und sie haben die Produktionen mit großem Applaus belohnt. Wir haben versucht die Traditionen und Bräuche von Taks und der deutschen Minderheit den Bewohnern von Siebenbürgen bekannt zu machen und ich denke, dass es gut gelungen ist. Bei unserer letzten Vorstellung haben uns die Veranstalter folgenderweise präsentiert: „Und jetzt möchten wir unsere schwäbischen Freunde aus Taks herzlich willkommen heißen!”

Diese Reise konnte nur mit einem großen Zusammenschluss verwirklicht werden, deshalb möchten wir uns bei den Unterstützern für ihre Hilfe bedanken!

Anna Galambos-Schuszter
Leiterin der ‘Profi’ Gruppe des Vereins der Takser Junger Donauschwaben, Vizepräsidentin

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